Zehn Tipps Den richtigen Standort finden

1 / 11

Tipps für eine gute Ausgangsposition am Markt:

Für Gründer ist es wichtig, bei der Wahl des Standorts genau abzuwägen. Das Gründerportal Förderland  hat zehn Fragen zusammengetragen, die sich Unternehmer bei der Standortwahl stellen sollten.

2 / 11

Haben Sie eine gute Verkehrsanbindung?

Viele Menschen müssen Ihr Unternehmen erreichen können: Kunden, Mitarbeiter oder Lieferanten. Eine gute Verkehrsanbindung ist daher wichtig, wenn Sie Ihren Standort aussuchen. Gibt es in der Nähe einen Autobahnanschluss? Ist ein Güterbahnhof leicht erreichbar? Wie weit ist es zum nächsten Flughafen? Aber auch der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sollte gut ausgebaut sein. Und Parkplätze in der Umgebung keine Mangelware darstellen.

Foto: REUTERS
3 / 11

Passen Grundstück und Gebäude zu Ihrem Unternehmen?

Zunächst entscheidend sind die Kosten für Kauf oder Miete sowie die Nebenkosten. Weitere Positionen sind unter anderen Energie- und Entsorgungskosten – und die Höhe des Hebesatzes für die Gewerbesteuer, der von Gemeinde zu Gemeinde stark variiert. Das Gebäude sollte gute Kommunikationseinrichtungen haben, zum Beispiel einen Breitbandanschluss für das Internet oder eine interne Telefonanlage. Außerdem wichtig: gute sanitäre Anlagen, Besprechungs- und Empfangsräume. Denken Sie auch an Wachstumspotenziale – vergrößert sich Ihr Unternehmen, sollte genug Platz vorhanden sein.

Foto: Corbis
4 / 11

Müssen Sie behördliche Auflagen beachten?

Das Gewerbe- und Baurecht kennt sehr viele Verordnungen und Gesetze. Ihre Ansprechpartner sitzen im Baurechtsplanungsamt Ihrer Gemeinde. Fragen Sie, wie Ihr gewünschtes Grundstück im Bebauungsplan ausgewiesen ist. In einem Gewerbe- oder Industriegebiet gibt es zumeist wenig Ärger. Liegt der Standort aber in einem Wohn- oder Mischgebiet, müssen Sie den rechtlichen Rahmen genau prüfen.

Foto: Corbis
5 / 11

Wie sieht der Arbeitsmarkt aus?

Qualifizierte Arbeitskräfte sind entscheidend für den Erfolg Ihres Unternehmens. Finden Sie genügend Fachleute vor Ort, um Ihren Betrieb zum Laufen zu bringen? Oder ist der Standort so interessant, dass er auch Mitarbeiter anlockt, die nicht aus der Region stammen? Einen Blick sollten Sie natürlich auf die Lohn- und Gehaltskosten werfen, die vor Ort in der Regel anfallen. Sie brauchen auch eine klare Vorstellung, welche Bildungsabschlüsse, zusätzlichen Qualifikationen und persönlichen Fähigkeiten Ihre Mitarbeiter aufweisen sollen.

Foto: Corbis
6 / 11

Welche Lebensqualität bietet Ihr Standort?

Qualifizierte Arbeitskräfte haben Ansprüche. Daher stellt sich immer die Frage, wie attraktiv die Wohnsituation vor Ort ist – und welche Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen es gibt. Können Ihre Mitarbeiter die Kinder auf gute Schulen schicken? Machen die Kindergärten einen vernünftigen Eindruck? Zu diesen weichen Standortfaktoren zählt auch das kulturelle Angebot: Theater, Konzerte oder Oper. Ebenfalls interessant ist die Frage: Bietet Ihr Standort den Mitarbeitern Möglichkeiten, sich fachlich weiterzubilden?

Foto: Corbis
7 / 11

Welche Konkurrenten sind am Markt?

Sie sind an Ihrem Standort nicht allein auf der Welt. Wer betreibt in der Umgebung ein ähnliches Geschäft? Welche Leistungen bieten die Konkurrenten? Da lohnt es sich zu prüfen, wie deren Produkte gestaltet sind, welches Sortiment sie anbieten, wie gut der Kundendienst ist – und natürlich stellt sich die Frage, mit welchen Preisen die Konkurrenten am Markt auftreten. Nach dieser Analyse können Sie ihr Alleinstellungsmerkmal besser herausarbeiten – zum Beispiel durch zusätzlichen Service, der den Nutzen für Ihre Kunden erhöht.

Foto: Corbis
8 / 11

Sind Ihre Kunden in der Nähe?

Sie wollen als Einzelhändler oder Dienstleister aktiv werden. Dann kommt es sehr auf ihre Laufkundschaft an: Wie der Unternehmensberater Jürgen Arnold ermittelt hat, wohnen 70 Prozent der potenziellen Kunden fünf Gehminuten von Ihrem Geschäft entfernt. Weitere 20 Prozent brauchen acht Minuten zu Fuß – und nur 10 Prozent sind zehn Minuten unterwegs, um ihr Geschäft aufzusuchen. Die äußerste Grenze für Autonutzer ist eine Fahrzeit von 30 Minuten. Schlussfolgerung: Ihr Standort muss genug Laufkundschaft anziehen – der Einzugsbereich sollte stimmen.

Foto: DPA
9 / 11

Finden Sie Platz in einem Gründerzentrum?

Gründerzentren sind ein wichtiger Teil kommunaler und regionaler Wirtschaftsförderung geworden. Sie können in einem Gründerzentrum Mieträume und Gemeinschaftseinrichtungen nutzen sowie Beratungsdienstleistungen in Anspruch nehmen. So erhalten Sie die Chance, unter günstigen Bedingungen an Innovationen zu arbeiten. Kooperation und Vernetzung werden möglich – wichtige Voraussetzungen, um am Markt erfolgreich zu sein. Genießt das Gründerzentrum einen guten Ruf, bringt das auch Imagevorteile für die Unternehmen, die unter seinem Dach arbeiten.

Foto: Corbis
10 / 11

Können Sie Cluster nutzen?

Cluster lässt sich mit "Anhäufung" übersetzen. Für Ihre Standortwahl sind Cluster interessant, wenn Sie Teil einer Wertschöpfungskette sind – und durch eine enge Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen Synergieeffekte erzielen können. So lassen sich in der Kooperation mit Zulieferern Produkte leichter entwickeln. Das unmittelbare Umfeld Ihres Standortes ist entscheidend: Gibt es Dienstleister, Lieferanten oder Abnehmer, mit denen Sie ein Cluster bilden können?

Foto: Corbis
11 / 11

Welche Fördermittel fließen?

Subventionen locken in vielen Regionen Deutschlands – aber lassen Sie sich nicht zu schnell verführen: Diese staatlichen Gelder gleichen oft Nachteile aus, die mit Ihrer Standortwahl im geförderten Gebiet verbunden sind. In Frage kommen kommunale Förderprogramme für Existenzgründer, aber auch Fördermittel, die in bestimmte Stadtteile fließen. Private Kapitalgeber finden Sie leichter an Standorten, wo es viele Banken und Versicherungen gibt.

Foto: Corbis
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.