Rezession Wie eine Branche die nächste ansteckt

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Finanzindustrie: Die Banken ächzen nach wie vor unter Schrottpapieren in den Bilanzen. Vor allem ist das Vertrauen zwischen den Instituten noch nicht wieder hergestellt - die Geldhäuser leihen sich gegenseitig ungern Geld, ...

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... was auch andere Branchen wie die Automobilindustrie trifft: Zulieferer bekommen Kredite oft nur unter erschwerten Bedingungen. Die großen Hersteller leiden zudem bereits darunter, dass die Autofahrer wegen der Wirtschaftskrise deutlich weniger Wagen kaufen. Zum großen Teil gelten die Probleme der Branche als hausgemacht, da die Entwicklung extrem spritsparender Modelle, die trotzdem Spaß machen, verschlafen wurde.

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Die Flaute in der Autobranche und anderen konjunkturanfälligen Industriezweigen macht der Bahn zu schaffen. Für ihre Güterverkehrssparte erwartet die Deutsche Bahn Umsatzrückgänge von bis zu 40 Prozent. Viele Autobauer werden per Bahn beliefert. Neuwagen verlassen die Werke ebenfalls zum Großteil auf der Schiene.

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Erneuerbare Energien: Projekte wie Windparks und Solaranlagen waren lange die Lieblinge der Banken. Wegen staatlicher Unterstützung flossen die Kredite. Nun wackeln viele Finanzierungen, weil die Banken ihr Geld lieber für sich behalten - ...

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... ein Problem, das auch der Bauwirtschaft bei großen Vorhaben zu schaffen macht. Zusätzlich leidet die Branche unter der Immobilienkrise in vielen Ländern und den unsicheren Wirtschaftsaussichten - ob sich mancher Büroneubau lohnt, erscheint unsicherer denn je. Staatliche Konjunkturprogramme könnten der Industrie helfen.

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Chemie: Als Zulieferer für andere Branchen wie Bau und Auto spüren Chemiehersteller früh, dass die Wirtschaft zu schwächeln beginnt. BASF hat die Produktion bereits eingeschränkt.

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Maschinenbau: Kommen einzelne Wirtschaftszweige erstmal ins Stottern, sinken die Investitionen. Für neue Produktionsmittel herrscht dann kein Bedarf. Entscheidend für die Maschinenbauer ist, wie sehr und wie lange das Wachstum in den Schwellenländern schwächelt. Dorthin waren die Exporte zuletzt immer schneller gestiegen.

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Energie/Technologie: Große Infrastrukturprojekte stehen auf der Kippe, weil die Finanzierung unklar und die Aussichten für das weitere Wachstum unsicher sind. Erst eine lange Rezession würde Konzernen wie Siemens aber ernste Sorgen machen, denn das Geschäft verläuft in langen Zyklen.

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Seeschifffahrt: Die großen Handelsströme verlieren mit der anbrechenden Flaute an Schwung. Es werden weniger Baumaterialien, Autos, Maschinen und zum Teil später auch Konsumwaren transportiert. Die Frachtraten sinken dramatisch, Makler finden keine Fracht für die Schiffe (im Bild: zeitweilig aus dem Verkehr gezogene Frachter in Hamburg).

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Luftfahrt: Ähnlich geht es den Airlines, deren Kunden sparen müssen. Videokonferenzen ersetzen Treffen, und Firmen lassen ihre Mitarbeiter in der Economy- statt in der Businessclass fliegen. Manche Verbraucher sparen in der Krise am Urlaub. Gut für die Margen immerhin: Der Ölpreis sinkt. Die Flugzeugbauer wie Airbus zehren von hohen Auftragsbeständen - noch.

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Gesundheitswirtschaft: Krankenhäuser, Pharmabranche und Medizintechnikhersteller gelten als einigermaßen immun gegen die Krise. Allerdings müssen die öffentlichen Gesundheitssysteme ihre Ausgaben wegen der zu erwartenden Flaute in Staatshaushalten und Beitragskassen zügeln, das merken Anbieter wie Siemens.

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Handel: Eigentlich übersteht auch diese Branche Wirtschaftskrisen vergleichsweise gut, weil die Kaufkraft der Verbraucher nicht so stark schwankt wie die industrielle Nachfrage. Noch ist zudem nicht genau absehbar, wie sehr die Arbeitslosigkeit zunehmen wird. Nach schwachen Jahren könnte die Kaufunlust manchen Handelsunternehmen aber den Rest geben. Alle Augen richten sich auf das Weihnachtsgeschäft - wie spendabel wird das Christkind?

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