Teilnehmer, Interessen, Ziele Der Finanzgipfel in Bildern

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Historisches Parkett: Im National Building Museum in Washington kommen am 15. November Vertreter der sogenanntnen G20 zusammen, um infolge der Finanzkrise über eine neue Weltfinanzordnung zu beraten (im Bild: US-Präsident George W. Bush mit seiner Frau Laura, der an gleichem Ort 2005 seine Amtseinführung feierte). Zur G20 gehören neben der EU: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und die USA. Die weitreichendsten Forderungen stellt wohl ...

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... der französische Präsident Nicolas Sarkozy, der als amtierender EU-Ratsvorsitzender in Washington die Interessen der EU vertritt. Sarkozy ließ kürzlich wissen, er könne sich sogar die teilweise Verstaatlichung von Unternehmen jenseits des Finanzsektors vorstellen. Im Vorfeld des aktuellen Gipfels wurde er aber ...

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... bereits vom Rest der EU zurückgepfiffen. Den meisten - auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) - gehen solche Pläne entschieden zu weit. Am vergangenen Wochenende einigten sich die EU-Spitzen in Brüssel auf eine gemeinsame Linie für die Verhandlungen in Washington. Die wichtigsten Forderungen ...

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... der Europäer: Der Internationale Währungsfonds (IWF) soll mit mehr Geld und Kompetenz gestärkt werden. Finanzinstitute und -märkte sollen zudem überall auf der Welt reguliert oder zumindest beaufsichtigt werden. Auch Hedgefonds und Ratingagenturen wollen die Europäer an die Leine nehmen. Topmanagern sollen bestimmte Anreizsysteme genommen werden. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass diese Forderungen ...

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... vor allem bei den USA auf wenig Gegenliebe stoßen. An der Wall Street nahm zwar die inzwischen weltumspannende Misere ihren Anfang. Je mehr sich ein Ende der schlimmsten Turbulenzen abzeichnet, desto mehr schwindet aber auch die Bereitschaft der Noch-US-Regierung mit Präsident Bush (l.) und Finanzminister Henry Paulson, an den Grundsätzen der freien Märkte tatsächlich zu rütteln. Der Gipfel solle auch "das Bekenntnis zu den Prinzipien des freien Markts mit offenen und konkurrierenden Volkswirtschaften, ausgedehntem Handel, Investitionen und Kapitalfluss erneuern", sagte vor wenigen Tagen eine Sprecherin des Weißen Hauses. Zu entscheidenden Playern ...

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... beim Gipfel in Washington könnten Schwellenländer werden. Denn sie wurden bislang von der Finanzkrise am wenigsten getroffen und verzeichnen trotz Einbußen nach wie vor ordentliche Wachstumsraten. Chinas Wirtschaft etwa legt 2008 wahrscheinlich mit knapp 10 Prozent zu, 2009 erwartet der IWF ein Plus von 9,3 Prozent. Präsident Hu Jintao (vorne) und Premierminister Wen Jiabao haben ein besonderes Interesse an einer gesunden US-Wirtschaft, denn sie zählen nicht nur zu den wichtigsten Handelspartnern der Amerikaner. Für den größten Teil der Staatsverschuldung der USA stehen ebenfalls die Chinesen gerade. Auch ...

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... Brasilien hat die Krise schon getroffen. Die Autoindustrie meldete kürzlich einen Absatzrückgang um 11 Prozent. 2008 kommt das Land von Präsident Lula da Silva (Mitte, mit Fahne) wohl noch auf ein Wirtschaftswachstum von 5,2 Prozent. Im kommenden Jahr dürfte es aber laut IWF schon auf etwa 3,5 Prozent sinken. Ähnlich geht es ...

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... Russland. Präsident Dmitry Medwedew macht vor allem der sinkende Ölpreis zu schaffen, denn der Rohstoff stellt das wichtigste Asset seiner Volkswirtschaft dar. Sie legt im laufenden Jahr um etwa 7 Prozent zu und kommt 2009 laut IWF auf etwa 5,5 Prozent Wachstum. Der Mann, auf dem die größten Erwartungen ruhen, ist ...

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... beim Gipfel in Washington allerdings gar nicht dabei. Barack Obama hatte in seiner ersten Pressekonferenz als gewählter Präsident in Washington betont, dass es immer nur einen Amtsinhaber gebe - und der heißt momentan noch George W. Bush. Kein Wunder also, dass die Europäer schon jetzt einen Folgegipfel Ende Februar oder Anfang März 2009 fordern. Da Obama am 20. Januar das Ruder übernimmt, könnte er daran offiziell teilnehmen - auch dies spricht dafür, dass an diesem Wochenende in Washington nicht viel beschlossen wird.

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