Dax Das schwindsüchtige Dutzend

Zwölf Dax-Aktien haben sich in den vergangenen 12 Monaten mehr als halbiert. Die schwächsten der Schwachen im Überblick.
1 / 12

Deutsche Post: Der Logistiker hat seit November 2007 rund 52 Prozent an Wert verloren und ist damit noch der stärkste unter den zwölf schwächsten Dax-Werten. Das Milliardengrab DHL in den USA trug zum Kursrutsch bei.

Foto: DPA
2 / 12

Allianz: Konzernchef Michael Diekmann ist endlich die Dresdner Bank an die Commerzbank losgeworden. Doch gleichzeitig leidet die Allianz mehr als andere Dax-Konzerne unter einer allgemeinen Marktschwäche. Ein Kursrutsch von knapp 54 Prozent (Stand 6. November) ist die Folge.

Foto: DDP
3 / 12

Metro: Der Handelskonzern ist in den vergangenen Jahren kräftig ins Ausland expandiert, um die Schwäche im Heimatmarkt Deutschland auszugleichen. Doch sollte Deutschland, wie vom IWF prognostiziert, 2009 in eine Rezession rutschen, wird sich das auch bei Metro bemerkbar machen. Bislang steht ein Minus von 58 Prozent auf dem Kurszettel.

Foto: DDP
4 / 12

Postbank: Deutschlands größte Privatkundenbank konnte sich als Übernahmekandidat lange Zeit der Schwäche im Finanzsektor entziehen. Doch spätestens seit die Postbank kürzlich eine Kapitalerhöhung und eine vergleichsweise niedrige Eigenkapitalquote bekannt gab, ist auch das Postbank-Papier abgestürzt. Knapp 59 Prozent beträgt der Kursverlust seit November 2007 - das ist auch für den neuen Großaktionär der Postbank, die Deutsche Bank, nicht erfreulich.

Foto: DPA
5 / 12

Deutsche Bank: 25 Prozent Eigenkapitalrendite hatte Konzernchef Josef Ackermann im Jahr 2007 als Ziel ausgegeben - ein Ziel wie aus einer anderen Zeit. Inzwischen ist der Kurs der Deutschen Bank um knapp 60 Prozent eingebrochen - das Institut gilt zwar als weiterhin gut kapitalisiert, wird aber nach dem Beben im Investmentbanking vorerst wesentlich bescheidenere Ziele setzen müssen.

Foto: DPA
6 / 12

Daimler: Mit 62 Prozent Kursverlust binnen 12 Monaten notiert Daimler derzeit auf wesentlich tieferem Niveau als seinerzeit DaimlerChrysler. Dabei hatten Analysten dem Konzern nach der Trennung von Chrysler eine goldene Zukunft vorhergesagt. Doch die Autoindustrie weltweit leidet unter einer dramatischen Absatzflaute und muss die Produktion drosseln. Für Konzernchef Dieter Zetsche dürfte es zumindest ein Trost sein, dass man mit Chrysler derzeit noch schlechter dastünde.

Foto: DDP
7 / 12

ThyssenKrupp: Das Stahlgeschäft ist zyklisch und folgt den Konjunkturwellen - entsprechend mau sind die Aussichten nun für ThyssenKrupp, da alle Welt eine tiefe Rezession fürchtet. 63 Prozent Kursverlust sind das Ergebnis.

Foto: DPA
8 / 12

Commerzbank: Die Übernahme der Dresdner Bank kommt der Commerzbank bislang teuer zu stehen - seit der Übernahme ist die Aktie im freien Fall. Langfristig könnte sich die Stärkung des Privatkunden- und Mittelstandsgeschäftes als wichtiger Vorteil erweisen - doch darauf lässt sich bislang kaum ein Anleger ein. Die Folge sind rund 65 Prozent Minus seit November 2007.

Foto: [M] DPA; mm.de
9 / 12

Continental: Der Autozulieferer aus Hannover galt lange Zeit als Dax-Perle - und wurde inmitten der Börsenschwäche von der Schaeffler KG geschluckt. Noch ist der Deal nicht durch, die Aktie hat auf 12-Monats-Sicht zwei Drittel an Wert verloren und notiert auch weit unter dem Preis, den Schaeffler für seine Conti-Anteile zahlen will. Schaeffler hat dennoch bekräftigt, die Übernahme so rasch wie möglich von der EU absegnen zu lassen.

Foto: DDP
10 / 12

MAN: Der Lastwagenbauer gehört mit einem Kursverlust von kanpp 68 Prozent zu den drei schwächsten Dax-Aktien. Vorbei die Zeiten, als man über eine Übernahme von Scania nachdachte. Das weitere Schicksal wird wohl Großaktionär VW bestimmen.

Foto: DDP
11 / 12

Infineon: Der defizitäre Chiphersteller aus München, der seit Jahren keine Dividende zahlt, wurde durch zähe Auseinandersetzungen im Topmanagement sowie durch den Preiskampf im Halbleitersektor verschlissen. Von einem schon vor 12 Monaten bescheidenen Kursniveau hat die Aktie nochmals rund 70 Prozent verloren - nur ein Wert im Dax ist noch schwächer.

Foto: DPA
12 / 12

Hypo Real Estate: Man werde "gestärkt" aus der Krise hervorgehen, hatte der ehemalige, inzwischen geschasste HRE-Chef Georg Funke betont. Selten lagen Wunsch und Wirklichkeit so weit auseinander. Nur mit Milliardenhilfen des Steuerzahlers konnte das Institut bislang vor dem Kollaps gerettet werden. Diejenigen, die Funkes Worten Glauben schenkten und der Aktie die Treue hielten, liegen auf Jahressicht rund 88 Prozent im Minus. Da kann sich selbst ein Telekom-Aktionär, der mit seiner Aktie im gleichen Zeitraum nur 17 Prozent verloren hat, glücklich schätzen. Die T-Aktie ist damit aktuell der viertstärkste Wert im Dax, hinter Volkswagen, K+S und FMC.

Foto: DPA
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.