Fotostrecke Die weiten Kreise der Autokrise

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Bosch: Deutschlands größter Autozulieferer muss sich den Produktionskürzungen der Fahrzeughersteller anpassen. So haben die Stuttgarter erst vergangene Woche Kurzarbeit in Aussicht gestellt. Im Werk Reutlingen-Rommelsbach wurden 400 Mitarbeiter zwangsweise beurlaubt und einige Hundert befristete Verträge nicht verlängert. Auch die Weihnachtspause könnte länger ausfallen als sonst.

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Schaeffler: Im Sommer hatte das fränkische Familienunternehmen die Übernahme des Dax-Konzerns Continental angekündigt. Doch seither hat sich das Umfeld sehr schlecht entwickelt. Es kursieren gar Gerüchte, wonach der Deal doch noch platzen könnte, obwohl Schaeffler ihn bereits bei der EU-Kommission angemeldet hat. Die Unternehmensmatriarchin, Maria-Elisabeth Schaeffler, deutete jüngst an, dafür einen Partner ins Boot holen zu wollen. In den eigenen Werken wird bereits teilweise die Produktion gekürzt, Arbeiter müssen Überstunden abbauen.

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Continental: Der Zulieferer prüft Stellenstreichungen. 5000 Leiharbeitsplätze weltweit fallen bereits dem Rotstift zum Opfer. Außerdem wird das Regensburger Werk mit 1500 Mitarbeitern für eine Woche komplett geschlossen.

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Hella: Der Hersteller von Autolampen in Lippstadt hofft, mit der Entlassung von rund 200 Leiharbeitern durch die Krise zu kommen. Sicher ist das freilich nicht.

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Honsel: Der Hersteller von Motorblöcken und Getriebegehäusen im sauerländischen Meschede verzichtet auf die Verlängerung von Zeitverträgen und schickt seine Leiharbeiter nach Hause. Noch ist nicht entschieden, ob nicht auch festes Personal gekündigt wird.

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Rheinmetall: Auch der Hersteller von Kolben, Pumpen und Lagern passt seine Produktion den Bedürfnissen der Industriekunden an. So werden bei der Tochter Kolbenschmidt-Pierburg schon jetzt Überstunden abgebaut.

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Kuka: Anlagenbauer sind vor allem dann gefragt, wenn neue Modellreihen eingeführt und dafür Produktionslinien bestückt werden. Der Augsburger Roboterspezialist Kuka verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. So hat Ford laut Medienberichten bereits einen Großauftrag verschoben, Opel sogar zwei. An kleine Kunden werde nur noch gegen Vorkasse geliefert. Noch allerdings sind die Auftragsbücher so gut gefüllt, dass von Produktionsstopps keine Rede ist.

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Autohändler: Der Autohandel bekommt die Zurückhaltung der Käufer direkt zu spüren und ist durch den harten Wettbewerb der vergangenen Jahre ohnedies geschwächt. Die Umsatzrendite liege nur noch bei 0,4 Prozent, rechnete kürzlich der Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes vor. Kurz: Wer noch etwas verkauft, verdient kaum Geld damit. Deshalb ...

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... erwartet die Händlervereinigung eine wachsende Zahl an Pleiten. 2008 dürfte es 1000 von insgesamt 20.000 Händlern treffen, ein Zuwachs von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deshalb kündigte beispielsweise Daimler schon ein Förderprogramm im Wert von 63 Millionen Euro an; VW bietet den Händlern Finanzierungs- und Marketinghilfe.

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