Berlin-Tempelhof "Mutter aller Flughäfen"

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Leitwerk eines Flugzeugs vor dem Schriftzug von Berlin-Tempelhof: Die Flugzeuge rollten direkt unter dem Dach des Empfangsgebäudes

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Ende des 19. Jahrhunderts diente das Tempelhofer Feld nicht nur als Übungsplatz für erste Flugversuche und als Naherholungsgebiet für die Berliner, sondern auch für politische Veranstaltungen wie zum Beispiel die jährliche Militärparade zum Geburtstag des Kaisers

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Am 4. September 1909 war es soweit: Erstmals sollte in Deutschland ein Motorflug starten. Vor Tausenden von Zuschauern bestieg der Amerikaner Orville Wright seinen Flugapparat und ließ sich mit Hilfe einer katapultähnlichen Startvorrichtung in die Luft schießen. Wrights erster Flug dauerte wenige Minuten, an den darauffolgenden Tagen blieb er mit seinem Doppeldecker immer länger in der Luft und brach am 17. September mit einer ganzen Stunde Flugzeit den Welthöhenrekord von 160 Metern.

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Begriffe wie Non-Aviation waren damals noch fremd, eine Gangway gab es nicht und fliegen war vor allem eins - ein Abenteuer: Als das Verkehrsministerium am 8. Oktober 1923 die vorläufige Konzession für den Flugverkehr in Tempelhof erteilte, stand auf dem neuen Flugplatz genau ein Bauwerk: Eine Bretterbude mit der stolzen Aufschrift "Flughafen Berlin". Die Mitglieder des Magistrats ließen sich aber nach einem Rundflug von dem selbstbewussten Auftreten des neuen Flughafens überzeugen und erteilten die dauerhafte Konzession: Tempelhof wurde Zentralflughafen.

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Die Anfänge: So sahen die ersten Warteräume auf dem Flughafen Tempelhof im Jahr 1926 aus

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Ende der 1920er Jahre platzte Tempelhof aus allen Nähten: Berlin war zur Drehscheibe des internationalen Luftverkehrs herangewachsen, Tempelhof war an der Spitze der europäischen Flughäfen, vor London, Paris und Amsterdam. Täglich gab es über hundert An- und Abflüge. Das hieß aber vor allem auch eins: Die alten Gebäude, wie zum Beispiel der Haupteingang zur alten Passagierabfertigung des Flughafens auf dem Foto, wurden schnell zu eng.

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Die Gründung der Luft Hansa: Am 6. Januar 1926 schlossen sich die beiden großen Luftverkehrsgesellschaften Aero Lloyd und Junkers Luftverkehr zur Deutschen Lufthansa AG zusammen. Die versprach ihren Kunden "Schnellste Beförderung von Passagieren, Fracht und Post". In einem regelmäßigen Flugplan erreichten Lufthansa-Maschinen Städte wie London, Amsterdam, und Paris. Außerdem wurde die weltweit erste Nachtflugstrecke mit Personenbeförderung aufgenommen: Von Berlin nach Königsberg mit Anschluss an eine Verbindung nach Moskau.

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Haupteingang (1928): 1923 wurde Tempelhof als Zentralflughafen in Betrieb genommen, mit 150 Passagieren im ersten Jahr

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Erster Flughafen Berlins: Pendelbusse der Lufthansa bringen die auf dem Flughafen Tempelhof gelandeten Fluggäste in die Stadt (um 1928)

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Luftbild von Tempelhof (1928): Der Berliner Flughafen errang in den Zwanzigern und Dreißigern die Spitzenstellung vor London und Paris

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Passagierabfertigung: Der Lufthansa-Schalter auf dem Flughafen Tempelhof 1926

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Das Unternehmen Luftbrücke: Am 24. Mai 1948 verhängte die Sowjetunion über West-Berlin eine totale Blockade. Der Inselstadt, die fast komplett auf die Versorgung von außen angewisen war, wurde von einem Tag auf den anderen der Lebensnerv abgeschnitten ...

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... Der amerikanische Militärgouverneur in Deutschland General Lucius D. Clay traf eine mutige Entscheidung: Berlin, eine Großstadt mit 2,1 Millionen Menschen, sollte komplett aus der Luft versorgt werden. Während der Luftbrücke wurden mit insgesamt 277.728 Flügen 2.326.205 Tonnen Versorgungsgüter transportiert. Tempelhof und die "Rosinenbomber" wurden zum Symbol für den Freiheitswillen der Berliner. Am 12. Mai 1949 beenden die Russen die Blockade.

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Roter Teppich in Tempelhof: Vips aus dem In- und Ausland waren in der Geschichte des Flughafens oft gesehene Gäste. Unter anderem nutzte Zarah Leander den Flughafen als "Tor nach Berlin"

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Empfangsgebäude: Das markante Ensemble des Architekten Ernst Sagebiel kann weder das Monumentale der Nazi-Zeit noch die funktionale Bauhaus-Tradition verleugnen

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Empfangshalle: Erst 1946 nahmen die Amerikaner offiziell den zivilen Luftverkehr wieder auf

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Ausgeflogen: Ende Oktober soll der Flugverkehr in Tempelhof endgültig eingestellt werden

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Mit Beginn des Winterflugplans 2008/09 am 26. Oktober 2008 haben auch die Fluggesellschaften Intersky und Brussels Airlines ihre Flüge von Tempelhof nach Tegel verlegt. Die Fluggesellschaft Intersky startete letztmalig am 25. Oktober 2008 um 08.25 Uhr von Tempelhof nach Friedrichshafen. Am gleichen Tag flog Brussels Airlines um 18.55 Uhr zum letzten Mal ab Tempelhof nach Brüssel. Die letzte reguläre Linienmaschine, die am 30. Oktober ab Tempelhof startet, ist eine Dornier 328 der Cirrus Airlines in Richtung Mannheim. Auch Cirrus Airlines fliegt in Zukunft ab Tegel. Der Flugverkehr der deutschen Hauptstadt konzentriert sich nun auf die beiden Flughäfen Berlin-Schönefeld und Berlin-Tegel.

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