Masters of the Universe Chefs der großen US-Investmentbanken

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Richard "Dick" Fuld, Lehman Brothers

Geboren 1946 in New York, heuert Fuld nach seinem Studium 1969 bei Lehman an. Dort ist er seit 1993 CEO. Am 15. September 2008 meldet das Institut Insolvenz an. Noch laufen Gespräche über einen Teilverkauf mit Barclays. Die Bank wird bald Vergangenheit sein.

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John Thain, Merrill Lynch

Geboren 1955 in Illinois, brachte es Thain zur Nummer zwei bei Goldman Sachs. Ab 2004 stand er der Nyse vor, die er 2006 an die Börse brachte. Erst im Dezember kam er als Sanierer zu Merrill Lynch, konnte das kriselnde Institut aber nicht stabilisieren. Nun wird Merrill Lynch von der Bank of America übernommen.

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Lloyd Blankfein, Goldman Sachs

Geboren 1954 im New Yorker Stadtteil Brooklyn, verkörpert der Sohn armer Eltern den amerikanischen Traum. Bei einem Vorstellungsgespräch als junger Harvard-Absolvent ließ ihn die Bank abblitzen, kaufte aber später einen Goldhändler auf, bei dem Blankfein untergekommen war. Der manische Workaholic und Spielertyp stieg schnell auf und leitet das Institut seit 2006. Wenn es eine Investmentbank gibt, der man zutraut, die Krise zu überstehen, ist es seine.

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James Cayne, Bear Stearns

Geboren 1934, sah Cayne seiner Bank Bear Stearns beim Implodieren zu. Allerdings aus sicherer Entfernung, denn trotz Finanzkrise ließ er keinen Spieltag bei seinen Golf- und Bridgeturnieren aus. Immerhin, beim Bridgespiel hatte er einst seinen ersten Job bei der Bank bekommen, als er auf den damaligen Chef Alan Greenberg traf. Zuvor hatte er ein Studium in Indiana abgebrochen und als Schrotthändler gearbeitet. J. P. Morgan kaufte die Reste von Bear Stearns im März auf, um eine Pleite und damit größeren Schaden im eigenen Geschäft zu verhindern.

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John Mack, Morgan Stanley

Geboren 1944 in Mooresville (North Carolina), verdiente Mack sein erstes Geld im Lebensmittegeschäft seiner Eltern. Sein Vater war aus dem Libanon in die USA eingewandert. Mit 24 Jahren begann er als Wertpapierhändler und wechselte vier Jahre später zu Morgan Stanley, wo er, unterbrochen von einem Zwischenspiel bei Credit Suisse, bis heute blieb. Im vierten Quartal 2007 muss Mack während der Finanzkrise den ersten Verlust in der Geschichte seiner Bank vermelden. Mack verzichtet auf seinen Bonus. Der chinesische Staatsfonds China Investment Corporation (CIC) steigt bei der Bank mit zehn Prozent ein.

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James Dimon, J. P. Morgan Chase

Geboren 1956 in New York, gewann die Karriere des Harvard-Absolventen bei American Express an Fahrt. Mit dem damaligen Chef, Sandy Weill, baute er schließlich die Citigroup zum gößten Finanzkonzern der Welt aus. Nach einem Streit mit Weill und einem Intermezzo bei BankOne gelangte er 2004 zu J. P. Morgan, der Bank, die er seit 2006 führt.

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