Coba und Dresdner Bank Die Köpfe hinter dem Deal

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Martin Blessing: Der gebürtige Bremer ist echter deutscher Bankeradel. Der Großvater des Commerzbank-Chefs war Präsident der Bundesbank, sein Vater Deutsche-Bank-Vorstand. Seine Frau Dorothee, Tochter des ehemaligen BfG-Lenkers Paul Wiandt, ist Partnerin bei Goldman Sachs, seine beiden Schwager haben Führungspositionen bei der Deutschen Bank beziehungsweise McKinsey inne. Dort brachte es Blessing ebenfalls zum Partner, bevor er über Stationen bei der Dresdner und der Advance Bank 2001 in den Vorstand der Commerzbank berufen wurde. Dort löste der 45-Jährige am 16. Mai dieses Jahres Klaus-Peter Müller als Sprecher ab. Mit der Übernahme seines einstigen Arbeitgebers beginnt er seine Amtszeit gleich mit einem Paukenschlag.

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Michael Diekmann: Seit nun knapp zwei Jahren hat sich der Allianz-Chef an dem Erbe seines Vorgängers Henning Schulte-Noelle abgearbeitet. Auf der diesjährigen Hauptversammlung des Versicherungsriesen legte der 53-Jährige dann aber endgültig den Hebel um, und versprach das Problem Dresdner Bank zu lösen. Der nun besiegelte Verkauf dürfte vor allem den Aktienkurs der Allianz beflügeln, der damit die unter Diekmann erzielten Rekordgewinne endlich widerspiegeln würde.

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Herbert Walter: Der 55-jährige Bayer geht als letzter Chef in die nun endende Geschichte der Dresdner Bank ein. Der einstige Referent von Deutsche-Bank-Legende Ulrich Cartellieri steht seit 2003 an der Spitze der Allianz-Tochter. Obwohl als Perfektionist bekannt wie gefürchtet, gelang es Walter nicht, die Dresdner Bank auf die Erfolgsspur zurückzuführen.

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Paul Achleitner: Der 51-jährige Finanzvorstand der Allianz fädelte die Übernahme der Dresdner Bank vor gut sieben Jahren mit ein. Nun dürfte der ehemalige Goldman-Sachs-Banker froh sein, den Verlustbringer wieder los zu sein.

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Henning Schulte-Noelle: Als die Dresdner Bank im März 2000 eigentlich schon mit der Deutschen Bank fusioniert war, ließ sich der damalige Allianz-Vormann verfrüht als Konsolidierer der deutschen Finanzbranche feiern. Ein Jahr später kaufte er die Dresdner Bank im Zuge einer Entflechtung der "Deutschland AG" für rund 24 Milliarden Euro dann selbst. Codename damals: Umbrella. Nach über elf Jahren an der Spitze der Allianz übergab Schulte-Noelle 2003 das Ruder an Michael Diekmann. Fünf Jahre später muss die Dresdner Bank nun unter einem neuen Regenschirm Unterschlupf suchen.

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Klaus-Peter Müller: Sieben Jahre lang verfolgte der heutige Chefaufseher der Commerzbank als Vorstandssprecher vor allem ein Ziel: Die Bewahrung der Eigenständigkeit. Der Kauf der Dresdner Bank dürfte dieser Operation des Oberleutnants der Reserve nicht undienlich sein. Seine exellenten Kontakte in die Politik - nicht zuletzt als Bankenpräsident - dürften beim Griff der Gelben nach den Grünen sicherlich hilfreich gewesen sein.

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