Von LA bis Miami Wo die Preise wieder steigen

Aktuelle Übersicht, wie sich die Häuserpreise in den wichtigsten Regionen der USA monatlich entwickeln. Maßgeblich ist der Case Shiller Index. Aktueller Stand: Entwicklung im August 2009, bekannt gegeben Ende Oktober 2009.
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Las Vegas: Die Spielermetropole in der Wüste von Nevada ist am heftigsten von der Immobilienkrise getroffen. Als einzige von 20 US-Metropolen im maßgeblichen Case-Shiller-Index hat sie seit knapp vier Jahren immer nur fallende Hauspreise erlebt: Hier war der Preisanstieg bis Mitte 2006 besonders stark - mittlerweile haben sich die Preise dort wieder mehr als halbiert.
Im Februar 2010 musste Las Vegas mit einem Preisrutsch von 14,6 Prozent erneut den schärfsten Preisrückgang auf Jahressicht hinnehmen: Die 20 Metropolregionen legten dagegen im Februar im Durchschnitt wieder minimal zu, und zwar um 0,6 Prozent. Der Case-Shiller-Index wurde letztmals Ende April 2010 mit Daten für Februar aktualisiert. Etwas freundlicher sieht es in einer anderen Wüstenstadt aus ...

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Phoenix: In der Hauptstadt Arizonas haben sich die durchschnittlichen Häuserpreise seit Mai 2009 leicht erholt - wie in fast allen Metropolen der USA. Häuslebauer und Investoren hoffen auf eine Trendwende: Landesweit sind die Häuserpreise im Februar im Jahresvergleich wieder um 0,6 Prozent gestiegen - was auch damit zu tun hat, dass Hauskäufer noch bis Ende April Steuervorteile kassieren. Mit einem Preisrückgang von 1,6 Prozent gegenüber Februar 2009 hinkt Phoenix jedoch hinter dem Trend zurück.

Foto: AP
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Miami: Die ehemalige Hauptstadt der "Condo Flippers", die auf der Welle steigender Preise von Apartment zu Apartment zogen, ist inzwischen zur Hochburg der Zwangsversteigerungen geworden. Die Summe der Schulden vieler Menschen übersteigt den aktuellen Wert ihrer Häuser. Gegenüber Februar 2009 sind die Hauspreise in Miami erneut um 4,4 Prozent zurück gegangen, was den Verkaufsdruck vieler Hausbesitzer erhöhen dürfte.

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Detroit: Die Hauptstadt der US-Autoindustrie erlitt bis September 2009 einen Preisverfall um 43,5 Prozent - und zwar schon seit Ende 2005. Anders als im "Sun Belt" von Las Vegas bis Miami gab es im "Rust Belt" zuvor keine Immobilienblase. Der Staat Michigan leidet schon lange unter den Massenentlassungen der Autohersteller, Detroit hat die Hälfte seiner Bevölkerung verloren. Nach Chrysler hat auch der Stolz der Stadt, General Motors (Zentrale im Foto), das Insolvenzverfahren wieder verlassen und hängt am Staatstropf. Die Häuserpreise in der Motown sind dennoch mit Abstand die niedrigsten der zwanzig im Case-Shiller-Index enthaltenen Metropolen. Wer vor zehn Jahren ein Haus kaufte, erlitt in Detroit mit 28 Prozent den größten Wertverlust. Auf Jahressicht rutschten die Preise im Februar erneut um 5,4 Prozent.

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Tampa: Der Case-Shiller-Index verzeichnet einen Preisrutsch von 42 Prozent in der Region an der Westküste Floridas. Die Subprime-Krise hat viele Hausbesitzer dort schwerer getroffen als mancher Wirbelsturm. Tampa gehört wie Las Vegas zu den US-Metropolen, die im Februar 2010 erneut einen Tiefpunkt erreichten. Eine deutliche Preissteigerung gab es dagegen schon wieder an der Westküste in ...

Foto: St. Petersburg/Clearwater Area/DDP
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San Francisco: Mit einer Preissteigerung von 15 Prozent seit März 2009 ist die Region rund um die Golden Gate Bridge die Metropole, die sich am deutlichsten erholt hat. Der Preisrutsch seit Krisenbeginn beträgt aber immer noch rund 35 Prozent. Das IT-Mekka Silicon Valley im Süden der Stadt ist darin eingerechnet, aber nicht das Central Valley in Mittelkalifornien, wohin viele San Franciscans im Boom zogen. Im Februar gab es wieder einen leichten monatlichen Rückgang um 0,7 Prozent, die Erholung fällt auf Jahressicht mit 11,9 Prozent jedoch am stärksten unter den 20 Metropolregionen aus.

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San Diego: Die Stadt in Südkalifornien, die als "America's Finest City" für sich wirbt, verzeichnet sowohl auf Monats- wie auch auf Jahressicht steigende Hauspreise. Seit Februar 2009 haben sich die Immobilienpreise in San Diego wieder um 7,6 Prozent erholt, im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise um 0,4 Prozent. Eine ähnliche Erholung verzeichnet nur noch die Nachbarstadt ...

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Los Angeles: Seit September 2006, als die "Stadt der Engel" so hip und teuer war wie nie zuvor, haben sich etliche Boomgebiete wie um Riverside/San Bernardino in Geisterstädte verwandelt. Erste Gemeinden haben begonnen, leer stehende Neubaugebiete wieder abzureißen. Mit einem Preisanstieg von 0,9 Prozent von Januar auf Febraur hat die Metropole den Spitzenplatz im Ranking, auf Jahressicht stiegen die Preise um 5,6 Prozent. Im Zehn-Jahres-Vergleich beträgt das Plus bereits wieder 75 Prozent.

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Washington: In der Bundeshauptstadt sind die Häuser 29,1 Prozent billiger als noch im Juni 2006 - etwas weniger als der Durchschnitt der 20 Großstädte im Case-Shiller-Index. Der Kongress hat seit Beginn der Krise mehrere Gesetze verabschiedet, um Banken zu retten, Hausbesitzern eine Umschuldung zu erleichtern und die Konjunktur in Gang zu halten. Das Zentralbankprogramm zum Aufkauf von Hypotheken - eine wichtige Stütze für den Immobilienmarkt - ist inzwischen ausgelaufen. Der Preisanstieg von 5 Prozent seit Februar 2009 könnte ein Zeichen sein, dass die massiven Staatseingriffe erste Früchte tragen.

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Minneapolis: Die Metropole des nördlichen Bundesstaats Minnesota geriet im August 2007 in die Schlagzeilen, als eine Brücke über den Mississippi einstürzte. Der schlechte Zustand der öffentlichen Infrastruktur gehört ebenfalls zu den drängenden Problemen Amerikas, die im Konjunkturprogramm der Obama-Regierung angegangen werden. Im Großraum der "Twin City" Minneapolis/St. Paul legten die Hauspreise seit Februar 2009 wieder um 3 Prozent zu. Der Preisrutsch seit dem August 2006 beträgt aber immer noch rund 25 Prozent.

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Chicago: Die Heimat des US-Präsidenten Barack Obama hat sich als Handelszentrum im Mittleren Westen von den Problemen der industriell geprägten Region teilweise abgekoppelt. Im Februar 2010 gingen die Preise jedoch im Monatsvergleich wieder um 1,7 Prozent zurück, im Jahresvergleich steht ein Minus von 3 Prozent zu Buche.

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Seattle: Auch in der Heimat von Boeing und Microsoft verloren Immobilien an Wert - laut dem Case-Shiller-Index um 5,6 Prozent seit Februar 2009. Seattle gehört zu den Städten, die den Tiefpunkt der Immobilienkrise noch nicht gefunden haben.

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Atlanta: Die Wirtschaftsmetropole des Südens ist für die Zentralen von Coca-Cola, CNN, Delta und den größten Flughafen der Welt bekannt - und ein Sinnbild für das Wuchern amerikanischer Städte ins Umland. Der Case-Shiller-Index zeigt seit Krisenbeginn aber nur einen moderaten Verfall der Hauspreise um rund 23 Prozent an. Damit schlägt sich Atlanta besser als der Durchschnitt. Auf Jahressicht haben die Preise im Februar jedoch wieder um 0,9 Prozent nachgegeben.

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Portland: Die Großstadt in Oregon liegt im Schatten des aktiven Vulkans Mount St. Helens. Ansonsten gilt Portland aber als eher ruhiges Pflaster. Gleichwohl erlebte die Musterstadt für Hausbaukontrollen im Februar mit 1,8 erneut einen deutlichen Preisverfall, seit Februar 2009 rutschten die Preise um 4,8 Prozent.

Foto: AFP/ USGS
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New York: Die Finanzmetropole an der Ostküste hat sich lange gegen die Immobilienkrise gestemmt - auch die einst großzügigen Boni der Wall-Street-Banker sorgten für eine Sonderkonjunktur. Auf Jahressicht gaben die Preise im Februar um 4,1 Prozent nach. Damit hat die Region New York, immer noch der teuerste Immobilienstandort der USA, im Vergleich zur durchschnittlichen leichten Erholung wieder eingebüßt.

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Cleveland: Die Stadt am Eriesee ist geprägt vom Niedergang der Schwerindustrie. Nicht nur bei Stromausfällen gehen hier die Lichter aus. Mit der Immobilienblase hat Cleveland ebenso wie Detroit nichts zu tun: Im Jahresvergleich stiegen hier die Preise um 3,2 Prozent.

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Boston: Die traditionsreiche Großstadt in Neuengland gehört zu den von der Krise bislang weniger getroffenen Zentren. Auf Jahressicht stiegen die Preise um 1,8 Prozent. Damit scheint die Region Boston noch ein Hort der Stabilität zu sein.

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Charlotte: Die Stadt in North Carolina ist Hauptsitz der Bank of America, der größten amerikanischen Publikumsbank. Die zweite große Nummer am Ort, Wachovia, wurde inzwischen von Wells Fargo übernommen. Der Case-Shiller-Index meldet einen Preisrückgang seit Februar 2009 um 2,5 Prozent. Im Februar wurde damit erneut der tiefste Stand seit Beginn der Krise erreicht.

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Denver: Auch die "Mile High City" am Rand der Rocky Mountains hat sich in den vergangenen Jahren stark ins Umland ausgebreitet. Die Hauspreise der Präriemetropole in Colorado gaben seit August 2006 lediglich um 10,5 Prozent nach. Hier zeigte sich schon im Februar 2009, früher als anderswo, ein erstes Zeichen der Stabilisierung. Die Hauspreise in Denver sind im Februar zwar leicht um 1,3 Prozent wieder gefallen - Denver hat dennoch mit plus 3,6 Prozent seit dem Tiefpunkt wieder Boden gutgemacht.

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Dallas: Die texanische Ölmetropole galt lange Zeit als unerschütterlich. Sie stürzte erst spät in die Immobilienkrise, und könnte als erste wieder positives Terrain erreichen. Mit einem Preisanstieg von 2,6 Prozent auf Jahressicht ist Dallas auf gutem Weg dahin.

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