Südafrika Sechs goldene Regeln für den Erfolg

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Regel 1 - Verlässliche Partner, gute Kontakte: Eigene Leute vor Ort oder zumindest verlässliche Partner in Südafrika zu haben, empfiehlt sich auf jeden Fall, insbesondere wenn eine Beteiligung an staatlichen Projekten angestrebt wird. Ohne eine Verbindung zum lokalen Markt ist es aussichtslos, erfolgreiche Geschäftskontakte knüpfen zu wollen. Da bildet Südafrika keine Ausnahme. Es zählen vor allem Kontakte, Kontakte, Kontakte.

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Regel 2 - Viel Zeit mitbringen: Wer auf schnelle Erfolge in Südafrika aus ist, sollte sich lieber einen anderen Markt aussuchen. In Südafrika ist Zeit ein wesentlicher Faktor. Als Unternehmer sollte vor allem Zeit in den Aufbau von persönlichen Verbindungen investiert werden. Die Südafrikaner schätzen den direkten Gedankenaustausch, mindestens per Telefon, besser aber noch durch persönliche Zusammentreffen.

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Regel 3 - Telefon bevorzugt: Geschäfte werden in Südafrika nicht per E-Mail abgeschlossen. Diese Form der Kommunikation nutzen die Südafrikaner zwar auch, aber es werden eher Mobilfunknummern ausgetauscht als eine E-Mail-Adresse. Und wenn Ihnen ein hoher Regierungsbeamter die Handynummer auf seine Visitenkarte schreibt und Ihnen überreicht, ist das bereits ein recht gutes Zeichen.

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Regel 4 - Auf Ausschreibungen achten: Staatliche Energieprojekte wie auch alle übrigen öffentlichen Aufträge werden in Südafrika über Ausschreibungen vergeben. Zeitungen und die Websites der Staatsbetriebe informieren über aktuelle Vergabeprozesse. Zudem bieten Dienstleister Ausschreibungsrecherchen an. Auf der Internetseite von Eskom werden unter dem Tender Bulletin aktuelle Ausschreibungen und die Bedingungen zur Teilnahme veröffentlicht. Zudem werden die erforderlichen Formblätter zur Registrierung und weitere Erläuterungen sowie Kontaktadressen bereitgestellt. Außerdem sehr wichtig: Die Tender Briefings, eine spezielle Informationsveranstaltung zu der die Eskom kurz nach Ausschreibungsveröffentlichung in den Megawatt Park in Johannesburg einlädt, um weitere Informationen bereitzustellen. Dabei können interessierte Unternehmen offene Fragen direkt ansprechen und sich einen ersten Eindruck über ihre Konkurrenten verschaffen.

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Regel 5 - Punkte sammeln: Die Vergabeverfahren für öffentliche Aufträge sind im "Preferential Procurement Policy Framework Act 2000" verankert. Durch ein Punktevergabeverfahren wird festgelegt, welcher Bieter bevorzugt zu berücksichtigen ist. Zudem sind ausländische Unternehmen gut beraten, sich mit den Vorgaben des Black Economic Empowerments (BEE) auseinanderzusetzen. Die BEE-Regeln in ihrer jüngsten Fassung von 2007 wurden erlassen, um den Anteil von schwarzen Südafrikanern in der Wirtschaft zu stärken. Insbesondere bei Auftragsvergabe der öffentlichen Hand werden Unternehmen, die die BEE-Anforderungen erfüllen, bevorzugt. Diese Regelungen stellen keine Markteintrittsbarrieren per se dar. Wenn die Vorgaben entsprechend berücksichtigt werden, können sogar Wettbewerbsvorteile entstehen. Deutsche Unternehmen in Südafrika sind bei der Umsetzung der BEE-Regeln gegenüber ausländischen Wettbewerbern führend.

Foto: DDP
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Regel 6 - Grundstein legen: Entgegen aller Unkenrufe ist Südafrika ein Land mit Perspektive, die Möglichkeiten sind vielfältig. Wer jetzt für eine Marktbearbeitung in Südafrika den Grundstein legt und sich dabei mit den lokalen Gegebenheiten auseinandersetzt, wird langfristig von dem Wachstum in der Region profitieren können.

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