Porsche Die wichtigsten Köpfe der Autodynastie

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Der Urvater: Ferdinand Porsche (1875-1951) wurde zum "Autoingenieur des Jahrhunderts" gewählt. Erfand den Vierradantrieb, baute für Hitler den Volkswagen, entwickelte die Rennwagen der Auto-Union.

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Die Aufbaugeneration: Ferry Porsche (1909-1998): Ferdinand Porsches Sohn Ferry (r.) setzte die Ingenieurskunst seines Vaters in geschäftliche Erfolge um und machte die Sportwagenfirma in Stuttgart groß. Ferrys Schwester, die resolute Louise Piëch (1904-1999), baute das Autohandelshaus in Österreich auf. Dort wird sie noch heute als "die Chefin" verehrt.

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Der Clanchef: Wolfgang Porsche (l., im Gespräch mit Porsche-Chef Wendelin Wiedeking) ist nicht nur Sprecher des Familienstamms Porsche. Als Aufsichtsratschef der Porsche SE, Aufsichtsrat bei VW und Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der Porsche Holding kommt dem 65-Jährigen nun die Aufgabe zu, den Machtkampf im neuen Konzerngebilde Porsche/Volkswagen zu einem guten Ende zu führen.

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Der Gegenpol: Hans Michel Piëch (Bild, geb. 1938) ist Sprecher des Piëch-Familienstamms. Gemeinsam mit seinem Bruder Ferdinand Piëch sitzt der Rechtsanwalt im Aufsichtsrat der Porsche SE. Die beiden Brüder halten mit ihren Beteiligungsgesellschaften jeweils 13,6 Prozent der Stammaktien an der Porsche SE und verfügen auf diese Weise über eine Sperrminorität.

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Die Reizfigur: Ferdinand Piëch (geb. 1937) war Entwicklungschef bei Porsche, bis er im Streit ausschied. Sanierte Audi, stand zehn Jahre an der Spitze von VW; schon sein Vater Anton hatte im Krieg die Volkswagenfabrik geleitet. Ist heute Aufsichtsratsvorsitzender bei Volkswagen und Mitglied im Kontrollgrmium der Porsche SE. Hat zwölf Kinder mit vier Frauen.

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Der Kreative: Ferdinand Alexander Porsche (geb. 1935), genannt "Butzi" oder einfach F.A., entwarf den 911er und half auch beim Design des Cayenne. Hat sich aus gesundheitlichen Gründen aus allen Leitungsgremien zurückgezogen.

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Der Aufsichtsrat: Oliver Porsche (geb. 1961) stellt als Mitglied im Aufsichtsrat der Porsche SE die zahlenmäßige Überlegenheit der Porsche-Familie gegenüber dem Piëch-Zweig sicher. Auch im Aufsichtsrat der Tochter Dr. Ing. F. Porsche AG mischt der Sohn von Ferdinand Alexander ("Butzi") Porsche mit.

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Der Aufsichtsrat: Hans-Peter Porsche (geb. 1940) war ehemals Produktionschef bei Porsche in Stuttgart und schied nach Auseinandersetzungen mit dem damaligen Entwicklungsleiter Ferdinand Piëch frustriert aus. Gemeinsam mit Oliver und Wolfgang sitzt Hans-Peter Porsche nun im Aufsichtsrat der Porsche SE sowie im Aufsichtsrat der Porsche Holding, Salzburg.

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Die Machtmatrix: Der Einfluss von Wolfgang Porsche, Ferdinand Piëch und Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ist über die verschiedenen Gremien ausbalanciert.

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Stuttgarter Gruppenzwang: Bei Porsche kommt es selten zu Kammpfabstimmungen. Die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch diskutieren in der Regel so lange, bis sich die Vertreter der beiden Stämme einig geworden sind. Was aber passiert im Konfliktfall? Bei den raren Entscheidungen, die nur einfache Mehrheiten erfordern, sind die Porsches gut dran, sie verfügen über mehr als 50 Prozent der Stimmen, auch weil ihnen die Ferdinand Porsche Holding zuzurechnen ist. Anders liegt der Fall, wenn die Familienregeln eine Dreiviertelmehrheit erfordern. Dann können die Piëch-Brüder Ferdinand und Hans Michel sich querlegen: Die Anteile ihrer beiden Beteiligungsgesellschaften summieren sich auf eine Sperrminorität. Die übrigen Porsche-Aktionäre haben ohnehin nichts zu sagen: Frei handelbar sind nur Porsche-Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Auf diese Weise stellen Aktionäre zwar 50 Prozent des Kapitals für die Porsche SE, haben aber keinen Einfluss auf die Entscheidungen des Familienunternehmens.

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Aufbau eines Autoreichs: In der Porsche SE wird nicht nur über Volkswagen, sondern auch über das weitere Schicksal der Lkw-Hersteller MAN und Scania entschieden.

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