Vive la différence Die Luxuskonzerne LVMH und PPR

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Die Geschichte: Es war eine der spannendsten und längsten Übernahmeschlachten in Europa, die sich Ende der 90er Jahre in Paris abspielte. Es traten gegeneinander an: die beiden französischen Konzerne Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH) und Pinault-Printemps-Redoute (PPR).

Sie beide buhlten um eine italienische Braut namens Gucci, die nach einem Fastbankrott Anfang der 90er Jahre unter Firmenchef Domenico De Sole und Designerstar Tom Ford (im Bild) wieder zur alten Blüte gelangt war. PPR unter dem damaligen Firmenchef François Pinault machte schließlich das Rennen um Gucci gegen seinen Rivalen Bernard Arnault (59).

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Die Unternehmen: Noch ist LVMH das führende Unternehmen im weltweit boomenden Geschäft mit Luxusartikeln aller Art. Rund 17 Milliarden Euro Umsatz machen die Franzosen mit Champagner (Moët & Chandon, Veuve Clicquot), Handtaschen (Louis Vuitton), Mode (Marc Jacobs, Donna Karan) und den Duty-Free-Shops DFS. PPR - weltweit die Nummer drei hinter LVMH und dem Genfer Konzern Richemont (Cartier, Montblanc) - macht dagegen nur rund vier Milliarden Euro Umsatz in seiner Luxussparte und ist bei Weitem nicht so breit aufgestellt wie LVMH.(Im Bild: Cecile Bonnefond, Geschäftfsführerin von Veuve Clicquot, mit Kellermeister Jacques Peters.)

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Die Führungsstile: LVMH-Chef Arnault (im Bild) ist ein typischer Franzose. Er regiert seine Unternehmen zentralistisch, trifft sich wöchentlich mit seinen führenden Managern. Er ist detailverliebt und mischt sich in viele Dinge ein. Die Manager im LVMH-Konzern sind meist zwischen Mitte bis Ende 50.

Ganz anders der Führungsstil im Hause PPR in der Avenue Hoche unweit des Arc de Triomphe. Gründersohn François-Henri Pinault zeigt sich lässig und gibt seinen Managern viel Spielraum. Pinault, der fast nie Krawatten trägt, bekennt: "Wir sind ein sehr liberales Unternehmen."

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