Börse Wer abstürzt und wer sich wehrt

Rund 20 Prozent hat der Dax im ersten Halbjahr 2008 an Wert verloren. Viele Einzelaktien stürzten noch stärker ab, doch einige wenige Titel legten gegen den Trend zu. manager-magazin.de zeigt die Ausreißer.
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Volkswagen: Während die Märkte weltweit in die Knie gingen, hat die Aktie von VW seit Jahresbeginn rund 18 Prozent zugelegt. Die Gefahr von Gewinnmitnahmen ist groß, zumal die Autoindustrie wegen hoher Ölpreise, teurer Rohstoffe und flauer US-Konjunktur derzeit besonders unter Stress steht. Die Aktien von Daimler und BMW zum Beispiel sind seit Jahresbeginn jeweils mehr als 30 Prozent eingebrochen. Ein positiver Dax-Ausreißer ist auch ...

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ThyssenKrupp: Die Aktie des Stahlkochers hat seit Jahresbeginn minimal zugelegt und damit den Dax klar hinter sich gelassen. Die weiterhin hohe Nachfrage aus den Schwellenländern stützt die Stahlindustrie, einige Anleger spekulieren auf weitere Preissteigerungen. Defensiver ausgerichtet ist in turbulenten Börsenzeiten ...

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Merck: Die Aktie des Pharmaherstellers notiert seit Januar ebenfalls leicht im Plus. Die Pharmabranche gilt als defensiv, doch Dax-Konkurrent Bayer hat sich als weniger standhaft erwiesen und rutschte im Einklang mit dem Index um rund 20 Prozent ab. Noch stärker als den Gesamtindex erwischte es ...

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Daimler: Auch nach der Scheidung von Chrysler hält Daimler noch einen Anteil von 20 Prozent am krisengeschüttelten US-Autobauer. Zudem leidet die gesamte Branche unter hohen Ölpreisen, schwindendem Verbrauchervertrauen und teuren Rohstoffen. Ein Kurseinbruch von mehr als 40 Prozent seit Jahresbeginn war die Folge, die Daimler-Aktie hat seit November mehr als die Hälfte an Wert verloren. Der sparsame Smart, einst Sorgenfall des Konzern, soll Daimler in Zeiten von "Record Oil" wieder Perspektiven geben. Nach denen sucht auch ...

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BMW: Die guten alten Zeiten, in denen etwa der 1600-2er Mitte der 60er Jahre auf Deutschlands Straßen rollte, sind für die Münchener Autobauer vorbei. Rund ein Drittel seines Börsenwertes hat der Premiumhersteller seit Jahresbeginn verloren - obwohl der neue Chef Norbert Reithofer (im Bild) ein Sparprogramm durchzieht und Produktion noch stärker in den Dollarraum verlagert. Noch stärker als den Automobilsektor trifft es derzeit deutsche Finanzwerte wie ...

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Deutsche Bank: Von ihrer "Vision", in diesem Jahr ein Rekordergebnis einzufahren, ist die Deutsche Bank weiter entfernt denn je. Die Aktie hat seit Jahrebeginn rund 40 Prozent an Wert verloren. Die gesamte Finanzbranche droht nach den deftigen Abschreibungen der vergangenen Quartale nun von der zweiten Welle der Kreditkrise erfasst zu werden, die Gewinne der vergangenen Jahre, als Geld billig war, scheinen auf lange Sicht nicht mehr möglich. Ebenfalls schwer angeschlagen ist ...

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Allianz: Etwa ein Viertel seines Börsenwertes hat der Finanzkonzern im ersten Halbjahr 2008 eingebüßt. Die Probleme mit der Dresdner Bank wiegen schwer. Während der Konsolidierung im deutschen Bankenwesen wird auch die Allianz eine aktive Rolle spielen. Noch größeren Umbaubedarf hat ...

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Hypo Real Estate: Lange wiegte der HRE-Vorstand seine Aktionäre in falscher Sicherheit - dann setzte der Kurssturz ein. Selbst der Einstieg des Investors JC Flowers konnte die Aktie nicht nachhaltig stützen - Flowers wollte nur 25 Prozent der HRE kaufen, doch rund doppelt so viele Aktionäre wollten ihre Papiere zum angebotenen Preis an Flowers werden. Seit Jahresbeginn hat sich der Wert der HRE halbiert, fast ebenso schwach war ...

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Deutsche Börse: Die Börsenturbulenzen haben auch dem Börsenbetreiber selbst einen Kurseinbruch von rund 45 Prozent seit Jahresbeginn beschert. Allerdings gehörte die Deutsche Börse, die so stark von ausländischen Investoren und Hedgefonds beeinflusst wird wie kein anderer Dax-Konzern, noch im Jahr 2007 zu den größten Gewinnern. Doch die guten Zeiten scheinen erst einmal vorbei.

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