Bundespräsidenten "Frau gegen Rau" und andere Machtproben

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Bundespräsident Horst Köhler: Abgesehen vom Mindestalter von 40 Jahren ist das Amt des Bundespräsidenten an keine speziellen Voraussetzungen gebunden - doch fast immer steckt hartes politisches Kalkül hinter der Wahl. Köhler ist das neunte Staatsoberhaupt Deutschlands.

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Premiere im Amt: Der Liberale Theodor Heuss wird 1949 zum ersten Bundespräsidenten der BRD gewählt - schon damals wird deutlich, dass das Votum der Parteien die jeweils aktuellen Koalitionsüberlegungen spiegelt: in diesem Fall zwischen CDU/CSU und FDP.

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Heuss' Nachfolger Heinrich Lübke (von 1959 bis 1969 im Amt) auf einem SPIEGEL-Titel: Zunächst hatte Bundeskanzler Konrad Adenauer seine Kandidatur angekündigt - die er allerdings wieder zurückzieht. Nach langen Diskussionen schickt die CDU schließlich Ernährungsminister Lübke ins Rennen.

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Gustav Heinemann, von 1969-1974 im Amt, bei seiner Vereidigung: Die Wahl des SPD-Mannes wird als frühes Signal für die erste sozial-liberale Koalition Deutschlands gewertet. Die FDP stellt sich geschlossen hinter Heinemann - wenige Monate später regierte SPD-Kanzler Willy Brandt mit den Liberalen.

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1974 wählt die Bundesversammlung den Außenminister und FDP-Vorsitzenden Walter Scheel. Sein Gegenkandidat: Richard von Weizsäcker. Bereits Monate vor der Neuwahl entspinnt sich ein Parteienstreit um die Neubesetzung des Amtes - Scheel hält sich bis zur letzten Minute bedeckt und verzichtet schließlich.

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Mit dem Christdemokraten Karl Carstens wird erstmals ein Bundespräsident aus der Opposition heraus gewählt: Im Bundestag verfügt 1979 die sozial-liberale Koalition unter Helmut Schmidt zwar noch über eine Mehrheit, aber die Bundesversammlung wird von der Union dominiert. Die SPD stellt mit der früheren Bundestagspräsidentin Annemarie Renger erstmals eine Frau auf.

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Richard von Weizsäcker bekommt 1984 eine neue, erfolgreiche Chance: Der CDU-Politiker ist bislang der einzige Bundespräsident, der bei seiner Erstwahl von beiden großen Volksparteien unterstützt wird. Auch bei seiner Wiederwahl 1989 stellt die SPD keinen Gegenkandidaten auf.

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1994 setzt sich Roman Herzog (CDU) als Kandidat der CDU/CSU in einer Kampfabstimmung durch. Sein Gegenkandidat: Der SPD-Favorit und damalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Johannes Rau. Diesem ...

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... gelingt 1999 der Sprung an die Spitze. Die Unionskandidatin Dagmar Schipanski muss sich im Kampf "Frau gegen Rau" geschlagen geben.

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