98 Punkte vom IIF Der Rettungsplan der Banken

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Selbstkritik: Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann stellte den 98-Punkte-Plan des Bankenverbundes Institute of International Finance (IIF), an dessen Spitze Ackermann ebenfalls steht, am Mittwoch in Frankfurt vor. Mit dem Plan wollen die Banken ihre Probleme in den Griff bekommen. Verbesserungspotenzial sehen die Institute unter anderem im branchenüblichen Vergütungssystem, das den Blick der Manager eher auf kurzfristigen Erfolg lenkt. Dies sollte laut IIF so geändert werden, dass langfristigen Zielen höheres Gewicht zukommt.

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Black Box: Die Arbeit von Ratingagenturen ist von außen kaum nachvollziehbar. Das IIF schlägt daher vor, die Bewertungsverfahren künftig einer unabhängigen externen Kontrolle zu unterwerfen. Außerdem wird den Agenturen nahe gelegt, ihre Vergütung transparent zu gestalten, um mögliche Interessenkonflikte erkennbar zu machen.

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Dunkle Geschäfte: Insbesondere der Verbriefungsmarkt, auf dem Wertpapiere mitunter durch viele Hände gereicht und gleich mehrfach zu verschiedensten strukturierten Produkten verpackt werden, ist schwer zu durchblicken. Laut IIF sollen die Informationen über strukturierte Produkte künftig verbessert werden. Ziel ist es, klarer herauszustellen, wer zu welchem Zeitpunkt welche Risiken in den Büchern hat.

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Fehlende Liquidität: Um die Geldversorgung des Marktes zu verbessern, schlägt der Bankenverbund vor, dass die Zentralbanken - im Bild die US-amerikanische Fed - bei Refinanzierungsgeschäften künftig mehr Vermögenswerte als bisher als Sicherheiten akzeptieren.

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Verhängnisvoller Zahlenstrudel: Die derzeitigen Bilanzierungsvorschriften der Banken, nach denen Produkte stets zum aktuellen Marktwert in den Büchern geführt werden müssen, haben nach Meinung der Institute einen Großteil zur stetigen Verschärfung der Krise in den vergangenen Monaten beigetragen. Diese Bilanzierungsregeln sollten laut IIF gelockert werden.

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Bessere Branchenaufsicht: Das IIF schlägt die Gründung eines übergeordneten Expertengremiums vor. Diese aus zehn bis 20 Mitgliedern bestehende "Market Monitoring Group" soll das weltweite Geschehen laufend beobachten und bei regelmäßigen Treffen potenzielle Schwierigkeiten auf den Finanzmärkten diskutieren.

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Riskante Geschäfte: Ein Grund für die Probleme des Bankensektors ist ein vernachlässigtes Risikomanagement vieler Häuser. Um das zu ändern, soll laut IIF künftig bei allen Banken ein umfassendes Risiko- und Liquiditätsmanagement in die Geschäftsstrategie integriert und zu den Kernverantwortlichkeiten des Vorstandschefs gemacht werden. Dazu soll auf höchster Ebene ein Risikovorstand eingerichtet werden, der direkt an den Vorstandschef berichtet.

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