Britische Privatschulen Investition fürs Leben

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Trimester (Term): Spätestens seit Pisa wissen wir, dass im deutschen Bildungswesen etwas schiefläuft. Immer mehr Eltern sind deshalb bereit, nicht nur Liebe, sondern auch Geld in ihre Kinder zu investieren. Für ein britisches Internat zum Beispiel. Die Lehrer an den Boarding Schools sind engagiert, die Klassen klein - das hat natürlich seinen Preis: Schüler der letzten beiden Klassen (Sixth Form) zahlen durchschnittlich 7100 Pfund pro Trimester, die teuersten Schulen verlangen bis zu 8500 Pfund. Für Unterricht und Unterbringung.

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Reisekosten: Ein großer Posten sind die Flüge. Wer die Ferien zwischen den drei Terms und die Half-Term-Ferien zu Hause sein möchte, muss mit sechs Flügen im Jahr rechnen. Hinzu kommen die Fahrten mit Zug oder Taxi zum Flughafen und - kaum zu vermeiden - die Gebühren fürs Übergepack. Die Lufthansa ist da sehr genau, British Airways angenehm großzügig. Auch die Exeats - das sind ein oder zwei Wochenenden in jedem Term, an denen die Schüler das Internat verlassen müssen - gehen ins Geld. Es sei denn, man wird von englischen Mitschülern nach Hause eingeladen.

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Guardian: Jeder Oversea Student, so will es das Gesetz, muss einen Guardian haben - für Notfälle, falls die Eltern nicht zu erreichen sind. Das können Bekannte in Großbritannien sein, das kann eine professionelle Guardian-Agentur sein (Grundgebühr: etwa 150 Pfund pro Term).

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Aktivitäten und Freizeit: Die meisten Aktivitäten an den Schulen sind inklusive. Wenn die Tochter reitet oder der Sohn separaten Klavierunterricht haben möchte, geht das extra. Außerdem brauchen die Schüler natürlich ein Taschengeld. Für den zweijährigen IB-Kurs muss man also mit etwa 75.000 Euro rechnen. Viel Geld, aber eine unbezahlbare Erfahrung, neuerdings ist sie sogar von der Steuer absetzbar.

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Was man lernt und wissen muss

IB Diploma: 2008 wird das International Baccalaureate 40. Von Midlife-Crisis keine Spur, im Gegenteil: Das IB Diploma wird immer beliebter, auch in Deutschland: 29 Schulen bieten es mittlerweile als Äquivalent zum Abitur an. Die meisten IB-Schulen gibt es jedoch in angelsächsischen Ländern. An den Unis dort ist das IB meist angesehener als die nationalen Abschlüsse, etwa die britischen A-Levels oder das American High School Diploma. Der Grund: das IB-Hexagon. Es zeigt die Bausteine des zweijährigen Programms.

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Fächergruppen: Aus sechs Fächergruppen - erste Sprache, zweite Sprache, Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Mathematik, Musisches - wählen die Schüler je ein Fach. Drei als Higher, drei als Standard Level. Jeder IB-Schüler schreibt eine Facharbeit (Extended Essay), hinzu kommt "ToK" (Theory of Knowledge), hier lernt man, das Gelernte zu reflektieren. "CAS" (Creativity, Action, Service) hingegen soll verhindern, dass das Programm zu kopflastig ist: Etwa drei Stunden pro Woche soll man zum Beispiel singen, Hockey spielen und sich um alte Menschen kümmern. Denn das Ziel des IB ist: "to educate the whole person". Ein anspruchsvolles, abgerundetes Programm.

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Abschlüsse: Attraktiv für die verbliebenen G-9-Gymnasiasten: Wer nach der 10. Klasse geht, spart ein Schuljahr. Doch Vorsicht: Nur mit der richtigen Fächerkombination wird das IB in Deutschland als "Allgemeine Hochschulreife" anerkannt. Man sollte sich also vorher mit der Zeugnisanerkennungsstelle seines Bundeslandes abstimmen. Dort lässt man sich auch die Punkte des IB-Zeugnisses in eine deutsche Abiturnote umrechnen. Wer mehr wissen möchte: www.ibo.org 

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Gruppenbild mit Lehrern: Die Schuliniformen dokumentieren das gemeinsame Ziel - jeden Schüler zu fördern

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Britische Internate: Die emotional unterkühlten Zeiten von Sir Peter Ustinov sind Vergangenheit

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Großes Angebot: Die Internatsschüler werden auch in der Freizeit gefordert.

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Bilaterale Beziehungen: Englische Jungs hegen häufig großes Interesse an deutschen Mädchen

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