Großkonzerne Gewinne in Milliarden, Jobabbau zu Tausenden

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BMW: Der Autohersteller streicht in diesem Jahr 8100 Stellen, fast alle in Deutschland. Darunter sind 5000 Zeitarbeiter. Das ist Teil eines Sparprogramms, mit dem die Umsatzrendite auf branchenübliche 8 bis 10 Prozent erhöht werden soll. In absoluten Zahlen erwartet BMW für das noch nicht bilanzierte Geschäftsjahr 2007 einen Rekordgewinn: mindestens 3,75 Milliarden Euro.

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Siemens: Einen Tag vor BMW verkündete der größte Münchener Konzern, dass er sich von 6800 Beschäftigten in der Kommunikationssparte SEN trennt. SEN soll für einen geplanten Verkauf schlanker werden. Auch in anderen Siemens-Sparten, wie hier bei Nokia Siemens Networks, sind in den vergangenen Monaten Tausende Arbeitsplätze verlorengegangen. Die Kosten für Vertrieb und Verwaltung sollen um 10 bis 20 Prozent sinken. Allein im letzten Vierteljahr 2007 hat Siemens nach Steuern 6,5 Milliarden Euro verdient. Dafür sorgte vor allem der Verkauf des Autozulieferers VDO an ...

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Continental: Der Hannoveraner Konzern will dort 2000 Stellen streichen, das Werk in Wetzlar wird geschlossen. Unabhängig davon wurden bei Continental bis Ende Januar schon 1800 Arbeitsplätze abgebaut. Der Konzern erreichte 2007, noch ohne VDO, Rekorde bei Umsatz und Gewinn. Das Betriebsergebnis betrug 1,84 Milliarden Euro.

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Henkel: In dem Konsumgüterkonzern sollen bis 2011 weltweit rund 3000 Stellen wegfallen, um steigende Rohstoffkosten auszugleichen. 2007 erreichte der Hersteller von Persil und Pattex einen Rekordgewinn nach Minderheitsanteilen von 921 Millionen Euro. Der im April aus dem Amt scheidende Henkel-Chef Ulrich Lehner kontrolliert in Zukunft die ...

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Deutsche Telekom: Der Konzern trennt sich still und heimlich von mehreren Callcentern mit Tausenden Beschäftigten. Offiziell will der Konzern in diesem Jahr 32.000 Stellen streichen. Im vergangenen Jahr wurden schon 50.000 Mitarbeiter in Servicegesellschaften ausgegliedert, was zu einem harten Arbeitskampf mit der Gewerkschaft Verdi führte. Im Jahr 2007 verdiente der Konzern operativ 19,3 Milliarden Euro, unterm Strich wegen des teuren Konzernumbaus aber nur 569 Millionen.

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Nokia: Für große Aufregung sorgte im Januar der Beschluss des finnischen Mobiltelefonherstellers, das letzte verbliebene deutsche Handywerk in Bochum mit 2300 Beschäftigten bis zur Jahresmitte zu schließen. Kurz darauf nahm ein neues Werk im rumänischen Cluj die Produktion auf. 2007 hat Nokia den Rekordgewinn von 7,2 Milliarden Euro erwirtschaftet und seinen weltweiten Marktanteil auf 40 Prozent gesteigert.

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Allianz: Der Versicherungskonzern will bei der Investmentbank Dresdner Kleinwort 450 Stellen abbauen. Konzernchef Michael Diekmann bekennt sich nur noch halbherzig zur verlustreichen Konzerntochter Dresdner Bank, über deren Verkauf spekuliert wird. Der Gesamtkonzern verbuchte 2007 trotz des schwachen Bankgeschäfts einen Rekordgewinn von acht Milliarden Euro. Ein gegen Proteste durchgesetzter Konzernumbau kostete in den vergangenen beiden Jahren 5700 Stellen bei der Versicherung und 2500 Jobs bei der Dresdner Bank.

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