Satellitenbilder Natur als Kunstwerk

Falschfarbenfotos von Satelliten zeigen die Erde als psychedelisches Kunstwerk. Die Bilder vereinen Infrarotmessungen mit Aufnahmen sichtbaren Lichts - und machen die teils fürs Auge nicht erkennbare Strahlung sichtbar. Das Ergebnis ist eine abstrakte Bildästhetik, die durchaus umstritten ist.
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Himalaja-Gebirge: Die Bergkämme sind mit Schnee bedeckt, die tiefer gelegenen Hänge rot dargestellt. Die Aufnahme stammt vom 27. Februar 2002 (Messung mit dem Instrument Advanced Spaceborne Thermal Emission and Reflection Radiometer, kurz: Aster) an Bord des Nasa-Satelliten "Terra", gemessen wurden Infrarot, Rot und Grün).

Foto: NASA / USGS
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Flussdelta des Ganges: Der Satellit "Landsat 7" fotografierte am 28. Februar 2000 die Region, in der mehr als hundert Millionen Menschen leben - stets bedroht von Überschwemmungen. Das Falschfarbenbild stellt die Wellenlängen Grün, Blau und Infrarot dar.

Foto: NASA / USGS
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Mississippi-Delta: Wenn der mächtige Fluss den Golf von Mexiko erreicht, verliert er an Geschwindigkeit. Folge: Die auf seinem Weg zum Meer eingesammelten Sedimente setzen sich ab. So wächst das Delta immer weiter ins den Golf von Mexiko hinaus (Aufnahme vom 24. Mai 2001 vom Satelliten "Terra").

Foto: NASA / GSFC / ASTER
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Farbenspiel in Westaustralien: Der Lake Carnegie füllt sich nur nach starken Regenfällen mit Wasser. In trockenen Jahren besteht er nur aus Schlamm (Daten vom Instrument Enhanced Thematic Mapper des Satelliten "Landsat 7", kurzwelliges Infrarot, Infrarot und Rot). Die Aufnahme gehört zur Landsat-Reihe "Our Earth as Art" - Unsere Erde als Kunst.

Foto: NASA / USGS
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Island: Die weit in die Täler reichenden blauen Eisstreifen erscheinen wie Finger. Sie gehören zum Vatnajökull-Gletscher im isländischen Skaftafell National Park (Foto aus dem Jahr 1999 von "Landsat 7").

Foto: NASA / USGS
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Blick auf die Westfjorde: Der Satellit "Landsat 7" lichtete am 6. Juni 2000 die zerfurchte Halbinsel im Nordwesten Islands ab. Das Bild ist ebenfalls Teil der Serie "Our Earth as Art".

Foto: NASA / USGS
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Reservoir: Der Lake Poyang in der südostchinesischen Provinz Jiangxi ist der größte Süßwassersee des Landes. Das Bild kombiniert mehrere Aufnahmen zwischen dem 29. Januar und dem 21. August 2005 und zeigt die saisonalen Wasserstandsschwankungen. Dunkelblau steht für permanent vorhandenes Wasser, hellere Blautöne zeigen überflutete Gebiete. Vegetation erscheint rot (Messung mit dem Instrument Advanced Synthetic Aperture Radar an Bord des Esa-Satelliten "Envisat").

Foto: ESA / SERTIT
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Amazonas-Region: Bei diesem Falschfarbenbild haben die Forscher dem Infrarot-Kanal, der Vegetation besonders gut misst, die Farbe Grün zugeordnet - in erster Linie, um den Regenwald in etwa so zu zeigen, wie wir ihn uns vorstellen. Normalerweise wird Infrarot in Falschfarben rot gezeigt (Satellit "Landsat 7").

Foto: DLR
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Guinea-Bissau: Das kleine Land in Westafrika erscheint als farbenprächtiger, rotbrauner Flecken. Die "Landsat"-Aufnahme aus dem Jahr 2000 illustriert, wie Flüsse Lehm in das Meer transportieren ("Landsat 7").

Foto: NASA / USGS
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Mäander: Tal heißt auf Arabisch Wadi - und Dutzende solcher Wadis durchziehen die Landschaft Jordaniens, die der Satellit "Terra" abgelichtet hat (17. Mai 2001).

Foto: NASA / USGS
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Schmelzender Eisgigant: Der Gletscher Malaspina in Alaska wird immer dünner - offenbar eine Folge des beginnenden Klimawandels. Schnee ist in dem Falschfarbenbild des Satelliten "Terra" hellblau dargestellt, dichte Vegetation gelb-orange und grün, weniger bewachsene, sandige Flächen erscheinen orange.

Foto: NASA / GSFC / ASTER
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College Fjord in Alaska: Die Messung in verschiedenen Wellenlängen hilft Wissenschaftlern, Auswirkungen der Erderwärmung frühzeitig zu erkennen.

Foto: NASA / GSFC / ASTER
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Wasserspiele: Sogenannte interne Wellen breiten sich an der Grenze zwischen zwei Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Dichte aus, etwa weil sie verschieden warm sind. Der "Terra"-Satellit hat solche Wellen bei der japanischen Insel Tsushima (im Bild rot) in der Straße von Korea aufgespürt - sie bewegen sich Richtung Norden (Aufnahme vom 4. Juli 2000).

Foto: NASA / GSFC / ASTER
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Abstrakte Kunst? Nein, zu sehen sind Sand und Seetang auf den Bahamas, die von Gezeiten und den Meeresströmungen geformt wurden. Aufgenommen mit dem Instrument Enhanced Thematic Mapper plus (ETM+) von "Landsat 7" (29. Oktober 2000)

Foto: NASA / USGS
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Kunterbunt: In der Falschfarbendarstellung erscheinen die Anden an der chilenisch-bolivianischen Grenze wie ein unter LSD-Einfluss entstandenes Gemälde (Satellit "Terra" am 7. April 2000).

Foto: NASA / GSFC / ASTER