Kreditkrise Die gestürzten Chefs der Großbanken

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Sie wurde schon als Nachfolgerin von Morgan-Stanley-Chef John Mack gehandelt: Die Co-Präsidentin der Bank, Zoe Cruz, war 2006 bestbezahlte Managerin Amerikas. Ende November 2007 trat Cruz, die wegen ihres harten Auftretens auch "Cruz Missile" genannt wurde, zurück.

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8 bis 11 Milliarden Dollar Abschreibungen
Der Chef der Citigroup, Charles Prince, erklärte Anfang November 2007 seinen Rücktritt. Angesichts des Ausmaßes der Schäden, die unter seiner Führung entstanden sind, sei dies der "einzige ehrenhafte Weg", so Prince. Ehrenhaftigkeit, die die Bank etwas kostet: 105 Millionen Dollar Abfindung.

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8 Milliarden Dollar Wertberichtigungen
Dass Stan O'Neill als Chef der Investmentbank Merrill Lynch Ende Oktober 2007 zurücktrat, überraschte angesichts der Mängel im Risikomanagement der Bank niemanden. Das Ausmaß seines Abfindungspakets allerdings schon: Laut "Wall Street Journal" rund 200 Millionen Dollar.

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460 Millionen Franken in den Sand gesetzt
Als Peter Wuffli Anfang Juli 2007 vom Vorstandsposten der Schweizer UBS zurücktrat, wurde noch gemutmaßt. Er hatte zwei schwache Quartale hingelegt - sollte das der Grund sein? Die erste Quartalsbilanz seines Nachfolgers Marcel Rohner war aufschlussreicher: Die Hedgefonds-Tochter Dillon Read Capital Management (DRCM) hatte überwiegend in Hypotheken minderer Qualität investiert. Der Handelsverlust wie die Schließung des Fonds beliefen sich auf je 230 Millionen Franken nach Steuern. Im folgenden Quartal musste die UBS gar zehn Milliarden Dollar abschreiben. Von einem goldenen Handschlag für Wuffli ist nichts bekannt.

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Verdacht auf Untreue
Stefan Ortseifen wiegelte stets ab: Die Kreditkrise treffe seine Bank kaum, betonte er, die IKB und ihre Töchter seien nur mit einem "einstelligen Millionenbetrag" betroffen. Als im Juli 2007 dann eine von der Bank betreute Zweckgesellschaft so stark ins Schlingern geriet, dass auch die IKB selbst Schaden nahm, trat Ortseifen zurück.

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Sofortmaßnahme 250 Millionen Euro
Eine Viertelmilliarde musste die LBBW sofort zuschießen, um den Betrieb der soeben eingekauften SachsenLB aufrecht zu erahlten. Den maroden Zustand der sächsischen Landesbank hat Herbert Süß zu verantworten. Seinen Vorstandsposten gab er folgerichtig zum 15. September 2007 auf.

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Der Nächste
Bear-Stearns-Chef James Cayne blickt auf elf Milliarden Dollar Abschreibungen. Anfang Januar 2008 zog er Konsequenzen. Sein Nachfolger an der Spitze der kleinsten der fünf Topbanken an der Wall Street wird der bisherige Präsident Alan Schwartz.

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Trat Anfang Juni 2008 zurück: Ken Thompson, Chef der von der Finanzkrise schwer in Mitleidenschaft gezogene US-Bank Wachovia

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Im September 2008 ausgetauscht: Richard Syron, erfolgloser Chef der US-Hypothekenbank Freddie Mac

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