Ölprofiteure Die neuen sieben Schwestern

Staatliche Ölgesellschaften profitieren immer stärker vom steigenden Ölpreis - die Nationalisierung der Branche schreitet voran.
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Saudi Aramco: Die staatliche Ölgesellschaft Saudi Arabiens fördert täglich 10 Millionen Barrel und damit viermal so viel wie Konkurrent Exxon. Mit geschätzten 800 Milliarden Dollar Firmenwert ist Saudi Aramco laut McKinsey das wertvollste Unternehmen der Welt - und Beispiel dafür, dass Staatsunternehmen im Energiegeschäft die Kontrolle übernommen haben. Dass es dabei wenig zimperlich zugeht, zeigt ...

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Gazprom: Der weltweit wachsende Einfluss des russischen Monopolisten wurde nicht nur auf dem Plakat während der Hannover Messe deutlich. Gazprom rang Royal Dutch Shell die Mehrheit am weltgrößten Gasförderprojekt Sachalin II ab - mit tatkräftiger Hilfe des Kreml. Der jährliche Streit über Gaslieferungen nach Westeuropa gehört da schon zu den verhaltenen Tönen eines expandierenden, selbstbewussten Staatskonzerns. Ähnlich ehrgeizig ist Gazproms Ölpendant Lukoil ...

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Lukoil: Der staatlich kontrollierte Ölkonzern um den Oligarchen Wagit Alekperow (hier Firmenzentrale in Moskau) ist nach Reserven bereits der größte börsennotierte Ölförderer. Lukoil will bis 2016 rund 100 Milliarden Dollar in Fördertechnologie investieren und besitzt bereits mehr als 5000 Tankstellen im Ausland, darunter zahlreiche Jet-Tankstellen in Europa. Ebenfalls zu den neuen "sieben Schwestern" der Ölindustrie gehört ein Vertreter aus China ...

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CNPC: Chinas staatliche Ölgesellschaft hält 88 Prozent an der börsennotierten Petrochina, die derzeit viele Milliarden Dollar für Förderrechte in Afrika, etwa im Sudan, investiert. Die boomende Volkswirtschaft ist darauf angewiesen, sich möglichst viele Förderrechte im Ausland zu sichern - das Fahrrad dürfte nicht auf ewig Hauptverkehrsmittel bleiben.

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NIOC: Die iranische Ölgesellschaft gewinnt an Bedeutung, je länger die Krise im Ölland Irak dauert. Die Führung in Teheran kontert politischen Druck des Weltsicherheitsrates gerne mit der Drohung, die Ölexporte zu drosseln. Knapp 90 Prozent der weltweiten Reserven sind inzwischen in der Hand staatlicher Unternehmen der Förderländer, darunter sind auch politisch unsichere Kantonisten wie Iran, Nigeria oder Venezuela.

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PDVSA: Der Ölkonzern "Petroleos de Venezuela" (hier Förderanlage in Maracaibo)versorgt Präsident Hugo Chavez mit Geld - so reichlich, dass Chavez sogar bedürftige Bürger in London sponsern kann. Daheim gibt sich Chavez etwas ruppiger. 32 private Ölförderer aus dem Ausland wurden in Joint Ventures gezwungen, in denen PDVSA das Sagen hat.

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Petrobras: Die staatlich kontrollierte, börsennotierte Ölgesellschaft aus Brasilien verfügt über große Expertise für die Ölförderung aus großer Tiefe. Vor der Küste von Rio de Janeiro (Foto) holen rund 40 Förderplattformen Öl unter schwierigen Bedingungen aus dem Meeresgrund - auch im Golf von Mexiko liefert sich Petrobras einen Förderwettstreit mit der privaten Konkurrenz BP und Exxon.

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ExxonMobil: Der US-Konzern gilt als Primus unter den privaten börsennotierten Energiekonzernen - und muss doch hinnehmen, dass staatliche Konzerne wie Saudi Aramco, Lukoil oder Gazprom vorbeiziehen.

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Chevron: Der Konzern ist nach Chevron wichtigster Ölkonzern in den USA, seit die beiden Unternehmen Texaco, Mobil Oil und Gulf integriert haben. Die ehemals zu "Big Oil" gehörenden Konzerne haben nur noch zwei Konkurrenten in Europa, die ebenfalls den Druck der aufstrebenden Gesellschaften aus den Förderländern zu spüren bekommen. Dazu gehört ...

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Royal Dutch Shell: Der britisch-niederländische Konzern (hier Ölraffinerie in Rotterdam) musste seine Beteiligung am Gasfeld Sachalin II von 55 auf 27,5 Prozent senken. Moskau bestand darauf, dass in dem Gemeinschaftsprojekt die russische Gazprom das Sagen hat.

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British Petroleum: Der britische Energiekonzern investiert steigende Beträge in die Förderung alternativer Energien. Dies ist auch eine Reaktion darauf, dass die die verbliebenen Ölreserven inzwischen zu 88 Prozent in staatlicher Hand sind und der Einfluss der privaten Ölmultis schwindet.

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