Sparmetropolen Wo viel übrig bleibt - und wo nicht

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Oans, zwoa, gsuffa: Ob diese Herren in einem Münchener Biergarten große Sparer sind, ist nicht bekannt. Konsum wird in der bayerischen Hauptstadt jedenfalls groß geschrieben. Dank des hohen Einkommens ist beides möglich: Der Durchschnittsmünchner kann im Jahr 24.775 Euro ausgeben oder sparen. Mit einer Sparquote von 11,6 Prozent führt München die Liste der deutschen Großstädte deutlich an. Noch höher ist sie im Villenvorort Grünwald: 19,4 Prozent.

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Luxusmeile: Ginge es nur nach verfügbarem Einkommen, wäre Düsseldorf auf Platz drei aller deutschen Großstädte. Das hohe Alter des durchschnittlichen Haushaltsvorstands spricht aber für eine niedrigere Sparneigung - sichtbar an den Konsumtempeln auf der östlichen Seite der 'Kö'. Nach Alterseffekt sinkt die Stadt auf den achten Platz. Sparquote: 10,2 Prozent.

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Im Schatten des Doms: Weder die Kirche mit ihrer Kritik am Mammon noch der Karneval mit seiner Verschwendungssucht halten die Kölner vom tüchtigen Sparen ab. Ihr Einkommen ist hoch, außerdem hat Köln die günstigste Altersstruktur der 15 größten deutschen Städte. Sparquote: 10,0 Prozent.

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Schaffe, schaffe, Häusle baue: Die Sparsamkeit der Schwaben ist legendär. Dennoch hat auch Stuttgart einigen Luxus vorzuweisen, hier das Schloss. Vor allem das hohe Einkommen in der Heimat von Daimler, Porsche und Bosch sorgt für einen guten Platz auf der Rangliste der Sparmetropolen. Sparquote: 9,9 Prozent.

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Mainhattan: In Frankfurt am Main werden die meisten Ersparnisse der Deutschen eingesammelt, verwaltet und vermehrt. Die Frankfurter selbst tragen einen beachtlichen, aber nicht rekordverdächtigen Teil zur Geldvermögensbildung bei. Sparquote: 9,7 Prozent.

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Tor zur Welt: Hamburg wird oft als reichste Stadt Deutschlands gerühmt. Das gilt aber nur für die Wirtschaftsleistung, die stark vom Hafen als Motor des Welthandels abhängt. Was an Kaufkraft in der Stadt bleibt, ist schon etwas bescheidener. Die gesamte Sparleistung fällt nach der Berechnung der Dekabank sogar geringer aus als im kleineren München. Sparquote: 9,7 Prozent.

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Arm aber sexy: Berlin ist nur dank seiner schieren Größe eine Sparermetropole. Mehr als 5,2 Milliarden Euro können die Berliner jährlich auf die hohe Kante legen, schätzt die Dekabank. Mit der absoluten Zahl stellt die Hauptstadt sogar München in den Schatten. Auf die Einwohnerzahl umgerechnet, ist die Summer weniger beeindruckend - aber keine Katastrophe, wie manche Berichte über die Lage der Stadt vermuten ließen. Sparquote: 9,0 Prozent.

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Fränkisches Idyll: Nürnberg fällt im deutschen Wirtschaftsleben vor allem auf, weil hier die Bundesagentur für Arbeit sitzt. Ansonsten ist die Stadt eine Hochburg der mittelständischen Industrie. Mittelständisch fällt, vor allem wegen eines hohen Altersschnitts, auch die Sparquote aus: 8,9 Prozent.

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Sturmfest und erdverwachsen: Hannover ist grundsolide. Hier spricht man das klarste Hochdeutsch, alljährlich zur Industriemesse ist Niedersachsens Hauptstadt das Mekka der deutschen Wertarbeit. Das Einkommen der Hannoveraner ist solide mittelmäßig, ihr Altersdurchschnitt auch. Sparquote: 8,9 Prozent.

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Reviermetropole: In Essen spielen Kohle- und Stahlindustrie längst keine Rolle mehr, es sei denn als Kulisse für Kulturprojekte. Bedeutung hat die Stadt als Verwaltungssitz mehrerer Energie- und Handelskonzerne. Die Kaufkraft der Essener ist überdurchschnittlich, ihr Alter aber auch. Sparquote: 8,6 Prozent.

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Stolze Hansestadt: Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist Bremen noch immer eine Wirtschaftsmacht. Die Diskrepanz zwischen Wirtschaftsleistung und Kaufkraft ist in Deutschlands zweitwichtigster Hafenstadt jedoch noch größer als in Hamburg. Bremen ist Deutschlands Schuldnerhauptstadt. Die Stadt stellt regelmäßig traurige Rekorde in der Zahl der Privatinsolvenzen auf. Sparquote: 8,4 Prozent.

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Glanzlos: Dortmund darf sich größte Stadt Westfalens nennen und auf Deutschlands größtes Fußballstadion verweisen, aber sonst? Die Skyline der Ruhrgebietsstadt vermag die wirtschaftliche Flaute nicht zu verdecken. Sparquote: 8,4 Prozent.

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Old Economy: Duisburg ist bis heute geprägt vom Binnenhafen und der Montanindustrie, hier das Stahlwerk von ThyssenKrupp. Im globalen Stahlboom ist das ein einträgliches Geschäft für die Anteilseigner - die wohnen aber zumeist woanders. Die Duisburger Sparquote liegt mit 8,1 Prozent unter Bundesdurchschnitt.

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Barocker Glanz: Dresden gehört zu den Städten, die in früherer Zeit mehr Ruhm und Bedeutung hatten. Trotz 'Silicon Saxony' kann sich die sächsische Hauptstadt nicht von den negativen Werten der meisten ostdeutschen Städte abheben. Das Einkommen liegt unter Bundesdurchschnitt, außerdem gibt es weniger junge Haushaltsvorstände als anderswo. Sparquote: 7,1 Prozent.

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Schlusslicht: Von den 15 größten deutschen Städten weist Leipzig das niedrigste Einkommen und den höchsten Altersschnitt auf. Dabei gilt die Messestadt mit erfolgreichen Investitionen wie Autowerken und dem Frachtflughafen noch als Leuchtturm in der Region. Die Dynamik kann sich sehen lassen, dennoch taxiert die Dekabank die Sparquote auf magere 6,5 Prozent.

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