Lobbygruppen Die einflussreichsten Einflüsterer

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BDI und BDA: Großen Einfluss auf die Regierungsarbeit besitzen der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Ihr gemeinsamer Stützpunkt ist das Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin. Der BDI war beispielsweise an der Gestaltung der Unternehmensteuerreform beteiligt, die BDA gilt als mächtige Stimme bei Arbeitsmarktreformen.

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ZDH: Der Zentralverband des Deutschen Handwerks und sein Präsident Otto Kentzler (Bild) warnen unter anderem "vor undifferenzierter Öffnung des Arbeitsmarkts" in Richtung Osteuropa. Der ZDH zählt neben BDI und BDA zu den mächtigsten Wirtschaftsverbänden - wie auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

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VDA: Seit Anfang Juni steht der ehemalige Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann (CDU) an der Spitze des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Am Beispiel Wissmanns wird die enge Verflechtung zwischen Wirtschaft und Politik besonders deutlich: Ehemalige Minister sollen mit Hilfe ihres Kontaktnetzes als Türöffner dienen.

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VDMA: Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau beklagt einen gravierenden Fachkräftemangel - und zeigt sich ernüchtert: "Ich traue dieser Regierung nicht mehr zu, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass wir in schlechten Zeiten gerüstet sind", sagte der scheidende Verbandspräsident Dieter Brucklacher in einem Interview mit der "Welt". Anfang Oktober wird er von Manfred Wittenstein abgelöst.

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VFA: Von einem wichtigen "Signal zur Stärkung des Pharmastandorts Deutschland" spricht der Verband Forschender Arzneimittelhersteller - und unterstützt die "Pharma-Initiative" des Berliner Forschungsministeriums. Diese Initiative sieht beispielsweise ein Förderprogramm für Medizinentwicklung vor.

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DBV: Der Deutsche Bauernverband kämpft derzeit für eine Abschaffung der Milchquote in der EU - und hat dadurch den Ärger zahlreicher Milchbauern erregt.

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VCI: An der Spitze des Verbands der Chemischen Industrie steht Bayer-Chef Werner Wenning.

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Die Energieriesen: Unter den Konzernchefs gelten die Lenker der Energiekonzerne als besonders einflussreich. Beim Energiegipfel im Juli trafen EnBW-CEO Utz Claassen, Eon-Lenker Wulf Bernotat und RWE-Vormann Harry Roels auf Bundeskanzlerin Angela Merkel. Immerhin durfte auch ein branchenfremder Manager mit aufs Bild: DaimlerChrysler-Vormann Dieter Zetsche.

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Deutsche Telekom: Ehemalige Staatsmonopolisten wie die Telekom aus Bonn sind mit der Politik traditionell gut verdrahtet. Davon profitiert auch CEO René Obermann. Das Bundeswirtschaftsministerium will bislang keine Regulierung für das Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL - zur Freude der Telekom.

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Deutsche Bahn: Für eine enge Verknüpfung zwischen dem Bahn-Konzern und der Politik sorgt Vorstandsmitglied Otto Wiesheu, CSU-Mitglied und ehemaliger bayerischer Verkehrsminister.

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DSGV: Für seine guten Kontakte zur Politik ist auch der Deutsche Sparkassen- und Giroverband bekannt, an dessen Spitze Präsident Heinrich Haasis steht. Seit Juni hält der DSGV rund 92 Prozent an der Landesbank Berlin - und setzt sich nun für eine weitere Konsolidierung der Landesbanken ein.

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Wohlfahrtsverbände: Vereinigungen wie die Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Paritätische Wohlfahrtsverband (DPWV) oder das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gelten ebenfalls als durchsetzungsstark. Wohlfahrtsverbände haben sich zuletzt besonders gegen eine Marktöffnung im Pflegebereich zur Wehr gesetzt.

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Public-Interest-Gruppen: Sie genießen ein hohes Ansehen, weil ihnen der Ruf vorauseilt, sich für eine gute Sache einzusetzen. Der Einfluss von Vereinigungen wie Transparency International oder Amnesty International hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Das Bild zeigt die Proteste von Greenpeace während des G8-Gipfels in Heiligendamm.

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Verbraucherzentrale Bundesverband: Ob vergammeltes Fleisch oder gefährliches Spielzeug aus China - Kunden sind wachgerüttelt und achten auf Gefahren beim Konsum. Verbraucherschutz gewinnt an Bedeutung, entsprechend steigt der Einfluss der Lobby.

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