Übersicht Prominente Übernahmen auf dem Prüfstand

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Chrysler: Die vom Käufer Cerberus beauftragten Investmentbanken mussten mehrfach die Platzierung einer Chrysler-Schuldverschreibung im Wert von zwölf Milliarden Dollar verschieben, da das Interesse am Markt gering war. Der Deal kam im August nur deshalb zustande, weil Daimler ein weiteres, zunächst nicht eingeplantes Kreditrisiko in Milliardenhöhe übernahm. Auch bei einem der größten Deals der PE-Branche in diesem Jahr wackelt die Finanzierung ...

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First Data: Der Finanzinvestor KKR hat den Anbieter elektronischer Bezahlsysteme im Frühjahr für rund 28 Milliarden Dollar übernommen. Mit der Ausgabe von Hochzinsanleihen im Wert von acht Milliarden Dollar soll First Data KKR sowie den kreditgebenden Banken die Finanzierung erleichtern - doch bislang finden sich keine Käufer. KKR muss nun Zugeständnisse machen, denn die Übernahme ist ebenso wenig abgeschlossen wie ...

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... die Übernahme des Mobilfunkanbieters Alltel. Die Investoren Texas Pacific und Goldman Sachs Capital Partners haben den 27-Milliarden-Deal, wie in der Private-Equity-Branche üblich, zum Großteil mit geliehenem Geld finanziert. Die Nervosität am Markt für spekulative Anleihen wird die Refinanzierung des Deals nun erschweren. Auch in der zweiten Reihe gibt es Probleme ...

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... denn die von Ahold an KKR veräußerte US Foodservice musste bereits im Juni die Ausgabe von Junk Bonds mangels Interesse am Markt absagen. Es war eines der ersten Signale in diesem Jahr, dass Buy-out-Finanzierungen zu haken beginnen. Inzwischen gibt es auch entsprechende Meldungen aus Europa ...

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Alliance Boots: Das britische Pharmaunternehmen musste einige nachrangige Bankdarlehen unter dem Nennwert ausgeben. Die beteiligten Investmentbanken verzichten also auf einen Teil ihrer Provision, um die aufgenommenen Kredite aus ihren Büchern zu bekommen. Da der Markt derzeit als "sehr nervös" eingeschätzt wird, werden weitere Platzierungen verschoben ...

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... so hat der Lebensmittelhersteller Cadbury Schweppes zum Beispiel den Verkauf seiner Getränkesparte verschoben, bis sich die Stimmung auf dem Markt verbessert hat. Nach Ansicht von Ratingexperten sind die am M&A-Geschäft beteiligten Investmentbanken darauf angewiesen, bis Jahresende ihre unterzeichneten Kredite an den Kapitalmarkt weiterzureichen. Anderenfalls droht der M&A-Branche ein herber Dämpfer.

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