Deutscher Aufschwung Die Stützen der Erholung

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Wachstum: Die Wirtschaft der Bundesrepublik bleibt vorerst in Fahrt. Trotz der leichten Delle durch die Mehrwertsteuererhöhung rechnen Deutschlands Wirtschaftsforschungsinstitute mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von bis zu 2,8 Prozent in diesem Jahr. Das wäre sogar noch etwas mehr als im Aufbruchjahr 2006.

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Konsum: Die Deutschen sind wieder bereit, mehr Geld auszugeben. 2008 wird der private Verbrauch zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 eine tragende Rolle für das Wirtschaftswachstum spielen, prognostizieren die Konjunkturexperten des HWWI und Allianz Dresdner Economic Research. Behalten sie recht, werden die Bundesbürger ihren privaten Verbrauch dann um 1,5 bis 2,0 Prozent steigern.

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Export: Deutschlands Unternehmen haben allein im Februar 10,9 Prozent mehr Waren verkauft als im entsprechenden Vorjahresmonat. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wurden im zweiten Monat des Jahres Waren im Wert von 77,6 Milliarden Euro ausgeführt. Ökonomen sind optimistisch, dass die Rekordjagd noch einige Monate anhalten wird. Denn die bisher befürchtete Abkühlung der Weltwirtschaft und damit auch die Nachfrage nach deutschen Produkten im Ausland, ist bisher ausgeblieben.

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Maschinenbau: Deutschlands Maschinen- und Anlagenbaufirmen haben im vergangenen Jahr Rekorde eingefahren. Der Auftragseingang stieg verglichen mit dem Vorjahr um 9 Prozent auf 26,3 Milliarden Euro. Damit verbuchten die Firmen so hohe Orders, wie seit 1969 nicht mehr. Getragen wurde die Entwicklung zwar vor allem von der Auslandsnachfrage, doch auch die Aufträge heimischer Firmen stiegen spürbar. Und in diesem Jahr soll der Aufschwung weitergehen.

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Arbeitslosigkeit: Die Bundesregierung rechnet damit, dass sich der Wirtschaftsaufschwung in diesem Jahr kräftiger fortsetzt als zunächst angenommen und so mehr Menschen einen Job finden werden. "Hält die gute Entwicklung an, kann es durchaus sein, dass die Zahl der Arbeitslosen bereits im Herbst unter 3,5 Millionen sinkt", sagte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos vor wenigen Tagen. Im vergangenen März war die Arbeitslosenzahl um 114.000 auf 4,1 Millionen zurückgegangen.

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Steueraufkommen: Der Aufschwung, der milde Winter und die Mehrwertsteuererhöhung haben den Finanzämtern im März erneut Rekordeinnahmen beschert. Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern stiegen zum Vorjahr um 16,4 Prozent auf 38,38 Milliarden Euro.

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Konjunktur: Die Wirtschaft in Deutschland ist nach Einschätzung von Finanzexperten weiter auf Erholungskurs. Das Stimmungsbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) kletterte im April im Vergleich zum Vormonat deutlich um 10,7 Punkte und liegt nun bei 16,5 Punkten, wie das ZEW mitteilte.

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Sozialversicheung: Dank guter Konjunktur und abnehmender Arbeitslosigkeit meldeten die Sozialkassen einen Überschuss von 20,5 Milliarden Euro für 2006. Seit 1990 war das Finanzpolster nicht mehr so groß. Allerdings verzerrt die veränderte Fälligkeit der Beiträge die Statistik. Zum Überschuss 2006 steuerte allein die Bundesagentur für Arbeit - die erstmals seit 1985 wieder schwarze Zahlen schrieb - 11,2 Milliarden Euro bei.

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Industrie: Die deutsche Industrie ist noch immer eine Stütze der heimischen Wirtschaft. Ihre Bruttowertschöpfung betrug 2006 rund 490 Milliarden Euro, errechnete das Statistische Bundesamt jetzt. Damit betrug der Anteil der Industrie an der gesamtwirtschaftlichen Leistung 24 Prozent. 1970 waren es allerdings noch 37 Prozent. Deutschlands bedeutendste Branche ist mittlerweile die Dienstleistungsbranche. Beide tragen derzeit entscheidend zur wirtschaftlichen Erholung der Bundesrepublik bei.

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