Prominentengräber Von Konrad Adenauer bis Fritz Walter

Wer zu Lebzeiten ein Star war, liebt seine letzte Ruhestätte stilvoll und bescheiden. Wer dagegen nur ein Sternchen war, zeigt gern üppig Prunk und Pomp: Ein herbstlicher Friedhofsspaziergang zu den schönsten, prunkvollsten, bizarrsten Gräbern der Prominenten.
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Konrad Adenauer: Das Grab des ersten Kanzlers der Bundesrepublik Deutschland finden Besucher auf dem Rhöndorfer Waldfriedhof, der auf dem Gebiet der Stadt Bad-Honnef liegt - in Sichtweite der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn. Adenauer wohnte unter anderem in der Zeit seiner Kanzlerschaft in Rhöndorf.

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Johannes Rau: Der Altbundespräsident und langjährige Ministerpräsident des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ist auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin beigesetzt worden. Rau starb im vergangenen Jahr nach langer Krankheit.

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Max Schmeling: Das Grab des Box-Champions liegt auf einem kleinen Friedhof in Hollenstedt bei Hamburg. Schmeling war in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Weltmeister geworden, in seinem berühmtesten Kampf am 19.6.1936 besiegte er in New York den Amerikaner Joe Louis in der 12. Runde. Schmeling gilt bis heute als einer der populärsten deutschen Sportler überhaupt.

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Heinz Rühmann: Das Grab des Schauspielers liegt in Aufkirchen am Starnberger See. Filme wie "Die Drei von der Tankstelle", "Die Feuerzangenbowle" und "Der Hauptmann von Koepenick" machten Rühmann unvergessen.

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Helmut Newton: Der im Januar 2004 verstorbene Star-Fotograf wurde auf einem städtischen Friedhof in Berlin-Friedenau beerdigt.

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Walter Sedlmayer: Das schmiedeeiserne Kreuz auf dem Grab des Schauspielers in Bogenhausen wirkt eher zierlich. Es gehört zu den meist besuchten Gräbern der Stadt, immer wieder werden Grablichter darauf aufgestellt. Der Münchner Oberbürgermeister hatte entschieden, dass der Volksschauspieler auf dem kleinen, aber prominenten Friedhof im Herzen der Stadt beigesetzt werden soll.

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Marlene Dietrich: Ein Grab, ganz anders als man es von einer Diva erwartet - der Grabstein trägt nur ihren Vornamen Marlene. Darüber steht: "Hier stehe ich an den Marken meiner Tage". Wenige Gräber davon entfernt wurde Helmut Newton beerdigt.

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Ulrike Marie Meinhof: Eine düstere Platte, eingelassen in den Erdboden, erinnert an die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof. Sie wurde auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof in Berlin-Tempelhof begraben, nachdem sie sich am 9. Mai 1976 in ihrer Zelle im Gefängnis Stuttgart-Stammheim erhängt hatte.

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Rudolph Moshammer: Kaum ein Tag vergeht ohne frische Blumen oder Kerzen vor dem Mausoleum der Moshammers auf dem Münchner Ostfriedhof. Neugierige suchen immer wieder die Ruhestätte von Rudolph Moshammer und seiner Mutter Else. Die Trauerfeier von "Mosi" war die meist zelebrierte in München nach der von Franz Joseph Strauß.

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Hans und Sophie Scholl: Die beiden jungen Leute bezahlten ihren Widerstand gegen die Nazi-Diktatur mit dem Leben. Auf ihrem Grab in München Perlach sorgen Besucher stets für frische Blumen. Sophie und Hans waren hingerichtet worden, weil sie und ihre Mitstreiter der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" unter anderem sechs Flugblätter verfassten, druckten und verteilten, in denen sie zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufriefen. Zu ihrer Widerstandsgruppe gehörten ihre Mitstudenten Willi Graf, Christoph Probst und Alexander Schmorell sowie Universitätsprofessor Kurt Huber.

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Herrschergrab: Wer würde vermuten, dass hier eine Kaiserin ruht? Unter dem dunkelroten Marmorstein auf dem Münchner Westfriedhof liegt Soraya Esfandiary Bakhtiari, die von 1951 bis 1958 als Kaiserin von Persien herrschte.

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Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht: Mehrere tausend Menschen erinnern Jahr für Jahr in Berlin-Friedrichsfelde an die vor 88 Jahren ermordeten Arbeiterführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Die Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands waren am 15. Januar 1919 von Freikorpsoffizieren umgebracht worden.

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Erich Kästner: Eines der meist besuchten Gräber in München ist das Grab des Schriftstellers Kästner, das auf dem Bogenhausener Friedhof liegt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam der gebürtige Dresdner in die bayerische Landeshauptstadt, wo er 1974 im Alter von 75 Jahren begraben wurde.

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Harald Juhnke: Auffallend ist der Grabstein des Entertainers, ein schwarz-grüner "Lausitzer Granit". Er thront über einem großflächigen Familiengrab auf dem Waldfriedhof in Berlin-Dahlem. Die Rückseite des Steines ziert ein Zitat des Theaterregisseurs Max Reinhardt: "Der wahre Schauspieler ist von der unbändigen Lust getrieben, sich unaufhörlich in andere Menschen zu verwandeln, um in den anderen am Ende sich selbst zu entdecken."

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Fritz Walter: Der Ehrenspielführer der deutschen Fussball-Nationalmannschaft starb im Juni 2002. Damals wurde er im engsten Familienkreis neben seiner Frau Italia auf dem Waldfriedhof in Kaiserslautern bestattet.

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