Vom Faxgerät bis MP3 Ungenutzte Geistesblitze

Zahlreiche Innovationen wurden in Deutschland geboren. Doch eine Idee allein macht noch kein erfolgreiches Produkt - richtiges Geld mit deutschen Tüfteleien verdienen oft ausländische Unternehmen.
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Hybridmotor: Mit dem "Prius" beherrscht der japanische Autohersteller Toyota den Markt für Hybridtechnologie. Deutsche Autobauer versuchen jetzt nachzuziehen - dabei hatten Ingenieure der Technischen Hochschule Aachen bereits 1973 einen kombinierten Elektro- und Benzinantrieb in einen VW-Bus eingebaut. Sie waren damit genauso abgeblitzt wie ...

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... das deutsche Erfindergenie Rudolf Hell, der 1956 das Faxgerät KF 108 mit Röhrentechnik entwickelte. Bei Siemens erkannte man jedoch das Potenzial der Erfindung nicht - seinen weltweiten Siegeszug startete das Faxgerät von Japan aus. Knapp 20 Jahre später machte der Aachener Tüftler Andreas Pavel ähnliche Erfahrungen ...

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... denn der "Stereobelt", den Pavel 1977 als "körpergebundene Kleinanlage für die hochwertige Wiedergabe von Hörereignissen" zum Patent anmeldete, machte erst in Gestalt des "Sony Walkman" ab 1979 weltweit Karriere. Als Pavel und Sony sich viele Jahre später außergerichtlich einigen, ist längst ein anderes Audioformat Standard ...

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... genannt MP3. Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen hat maßgeblich zur Entwicklung des MP3-Verfahrens, mit dem sich Audiodaten komprimieren lassen, beigetragen. 1992 wurde das Format weltweiter Standard und bringt den Forschern immerhin Lizenzgebühren ein. Doch erst Firmen wie Apple brachten mit tragbaren MP3-Playern wie dem iPod das Geschäft richtig zum Brummen. Eine weitere US-Erfolgsgeschichte ...

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... ist das Telefon. Erfunden wurde es 1859 vom Frankfurter Physiker Philip Reis, doch erst 1876 meldet es der Amerikaner Graham Bell zum Patent an. Der Erfolg war so überwältigend, dass Bell wenige Jahre später die American Telephone and Telegraph Company (AT&T) ausgründete. Ein Weckruf für deutsche Unternehmen war das nicht, denn ...

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... auch das Fernsehgerät machte erst verspätet in den USA Karriere. 1931 entwickelten Siegmund Loewe und Manfred von Ardenne die erste Fernsehübertragung, doch zum Massenmedium stieg das TV-Gerät erst nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA auf. Der Farbfernsehstandard PAL ist ebenso von deutschem Erfindergeist getrieben wie ...

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... die LCD-Technik, die eine hochauflösende Darstellung auf Flachbildschirmen ermöglicht. Die Darmstädter Firma Merck hat sich zahlreiche Patente auf Anwendungen der Flüssigkristalltechnologie gesichert. Die größten Nutznießer der Flachbildschirmtechnologie kommen heute jedoch aus Asien und heißen Samsung, LG oder Sharp. Deutschen Tüftlern bleibt zwar viel Ehre ...

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... aber wenig Marktanteil, wie die schöpferische Biografie des genialen Erfinders Rudolf Hell beweist. Außer dem Faxgerät und einer Bildzerlegerröhre für das Fernsehen erfand Hell auch den Scanner und meldete insgesamt 131 Patente an. Die Hoffnungen der deutschen Industrie stützen sich heute dagegen auf wenige Neuerungen ...

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... wie den Transrapid, der bislang erst auf einer kurzen Strecke im chinesischen Shanghai kommerziell zum Einsatz kommt. Die Chinesen scheinen zumindest von der Idee angetan - und entwickeln derweil eine eigene Magnetschwebebahn.

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