Die Konkurrenten Wer wird SAIC gefährlich?

1 / 4

Chery

Der Aufsteiger: Chery begann erst 1999 mit dem Autobau. Heute fertigt das Unternehmen rund 280.000 Fahrzeuge pro Jahr - anders als bei SAIC alles eigene, sehr günstige Modelle. Chery versucht sich schon im Export, ist deshalb bei der Regierung beliebt. Das Staatsunternehmen wurde groß mit einem Lizenznachbau des Seat Toledo. Chery verhandelt angeblich mit Chrysler über eine gemeinsame Produktion für die USA. Ein China-Kenner warnt jedoch: "Chery ist noch nicht reif für ein solches Projekt."

Foto: DPA
2 / 4

Geely

Der größte Private: Geely gilt vielen als Beispiel dafür, dass in China auch Privatunternehmen Erfolg haben können. Die von einem Bauernsohn aufgebaute Firma steckt jedoch in der Krise. Der Marktanteil stagniert in diesem Jahr. Zulieferer berichten, sie warteten bereits sechs Monate auf die Bezahlung fälliger Rechnungen. Geely hatte massiv in den Aufbau der Entwicklung investiert. In der Branche kursieren Gerüchte, das Unternehmen stehe vor der Übernahme - womöglich durch Chery.

Foto: DPA
3 / 4

FAW

Der Platzhirsch: FAW steht für "Erstes Automobilwerk". Der Konzern galt lange als Chinas führender Autohersteller. Als SAIC mit VW 1984 eine moderne Produktion aufbaute, fertigte FAW in Changchun bereits Hunderttausende Lkw. Aktuell habe SAIC dem Konkurrenten den Rang abgelaufen, sagen die meisten China-Experten. Das FAW-Joint-Venture mit VW läuft schlecht, eine komplette Fabrik steht still. Für die Zukunft dürfte der Konzern dank eines anderen Partners gerüstet sein: Toyota.

Foto: DPA
4 / 4

Brilliance

Der Mutige: Brilliance will 2007 als erster chinesischer Hersteller den deutschen Markt beliefern. Der BS 6 ist eine sehr globale Komposition. Die Motoren kommen von Mitsubishi, das Design aus Italien, Porsche-Ingenieure erledigten die Abstimmung. Was die Produktion angeht, hat Brilliance im Joint Venture mit BMW gelernt. In China ist die Firma nur leidlich erfolgreich. Lediglich 15.000 Autos verkaufte man 2005. Das ist viel zu wenig: Die Fabrik ist auf 70.000 Wagen pro Jahr ausgelegt.

Foto: DPA
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.