Handel, Währung, Finanzen Die Folgen eines Austritts Großbritanniens

Kommt es zu einem Austritt Großbritanniens aus der EU, wären die wirtschaftlichen Folgen nach Einschätzung vieler Experten für alle Beteiligten beträchtlich. Mögliche Konsequenzen.
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HANDEL: Die übrigen EU-Staaten haben für den Außenhandel des Vereinigten Königreichs eine große Bedeutung. Das trifft auch auf Deutschland zu, für die Bundesrepublik ist die Insel gemessen am gesamten Außenhandelsumsatz der fünftgrößte Handelspartner. Autos und Autoteile sind in beide Richtungen die wichtigsten Handelsgüter. Doch auch die britischen Cupcakes dürften auf dem Kontinent teurer werden, wenn England künftig Zölle auf seine Importe nach Europa zahlen muss.

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INVESTITIONEN: Viele Unternehmen vom "Kontinent" unterhalten eigene Produktionsstätten in Großbritannien und schaffen damit zahlreiche Arbeitsplätze - etwa Autobauer wie die BMW-Tochter Mini oder die VW-Tochter Bentley. Auch die Metallindustrie ist dort aktiv, ebenso Dienstleister aus Touristik, Verkehr und vielen anderen Branchen.

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Währung und Finanzen: Die Briten sind nicht Mitglied der Eurozone, aber der Kapitalverkehr und die Verflechtung der Banken mit anderen EU-Ländern sind eng. Ein Austritt aus der Union könnte - so die Befürchtung - daher zu einem Einbruch des Pfunds führen. Auch der Euro könnte an Außenwert verlieren, wenn der Brexit als Schwächung ganz Europas wahrgenommen wird und der Dollar im Gegenzug zulegt. Auf den weltweiten Finanzmärkten werden Turbulenzen nicht ausgeschlossen.

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ALLGEMEINE KONJUNKTUR: All diese Effekte könnten die Investitions- und Konsumbereitschaft schmälern, so dass Großbritannien in einen gesamtwirtschaftlichen Abschwung gerät. Die genauen Folgen für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sind aber kaum abschätzbar.

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STAATSFINANZEN: Tritt Großbritannien aus der EU aus, müsste das Land im eigenen Haushalt wohl viele Bereiche umschichten und die staatliche Finanzierung zum Beispiel im Verkehrssektor oder bei Geldern für Hochschulen und Forschung ausbauen. Laut Brexit-Befürworter Boris Johnson (rechts) alles kein Problem.

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