Top Ten, Flop Ten Die besten und die schlimmsten Länders fürs Arbeiten im Ausland

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Wo lebt und arbeitet es sich am besten im Ausland? Das untersucht das jährliche Ranking des Expatriate-Netzwerks InterNations, das zu Xing gehört.

Rang 10: Tschechien

Beim Punkt Arbeiten im Ausland liegt Tschechien auf dem zweiten Platz hinter Vietnam. Die Jobs gelten als sicher, die Karrierechancen gut. Vier von fünf Expats in Tschechien bewerten die Wirtschaftslage positiv; das Land gilt auch als sehr familienfreundlich. Gut 95 Prozent der Befragten sind mit Transport- und Reisemöglichkeiten zufrieden. Die Lebenshaltungskosten und die medizinische Versorgung sind vergleichsweise günstig, lediglich die Eingewöhnung fällt vielen Expats schwer: Mehr als drei Viertel haben Probleme, die Sprache zu lernen. (Unser Bild zeigt eine Demonstration in Prag.)

Foto: Michal Cizek/ AFP
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Rang 9: Malaysia

Das gute Leben ist hier besonders günstig: In puncto Lebenshaltungskosten liegt das Land auf Platz 7 von 64 Ländern. In Malaysia im fällt es Expats auch besonders leicht, sich einzuleben: Hier liegt das Land hinter Mexiko und Bahrain auf Rang 3. Beim Arbeiten im Ausland ist Malaysia jedoch nur Durchschnitt, und nur gut die Hälfte der Expats ist mit ihren Karrierechancen zufrieden, das ist weniger als der weltweite Durchschnitt.(Unser Bild zeigt den Kek-Lok-Si-Tempel in Penang.)

Foto: REUTERS
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Rang 8: Ecuador

Glücksfaktor: Fast neun von zehn Expats sind mit ihrem Leben im Allgemeinen zufrieden. Das ist Weltspitze. Neue Freunde finden ist hier offenbar besonders leicht, und das Leben ist preiswert (85 Prozent der befragten Internations-Mitglieder sind mit den Lebenshaltungskosten zufrieden). Medizinische Versorgung ist günstig, allerdings lässt die digitale Infrastruktur zu wünschen übrig. Im Index zum Arbeiten im Ausland ist Ecuador um 34 Plätze abgestürzt (Rang 11 in der 2018er Studie). Knapp ein Drittel der Befragten ist unzufrieden mit den Karriereaussichten. (Foto: Der Chimborazo, mit 6268 Metern der höchste Berg Ecuadors.)

Foto: REUTERS
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Rang 7: Bahrain

Bahrain, da raus: In beiden Vorjahren lag der Golfstaat noch auf Rang 1 des Gesamtrankings. Das Absinken ist vor allem der Kategorie Arbeit geschuldet. Arbeitszeiten und Jobsicherheit wurden als schlechter wahrgenommen als in den Vorjahren. Mit Kindern kann man gut in Bahrain leben, auch werden die Einheimischen als freundlich wahrgenommen. Das Einleben fällt leicht, unter anderem deshalb, weil man auch ohne Kenntnis der Landessprache gut zurechtkommt (das gaben 94 Prozent der Befragten an). (Foto: Sandsturm über den Ölfeldern von Sakhir.)

Foto: Hasan Jamali/AP
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Rang 6: Singapur

Die Lebensqualität in Singapur gilt als exzellent, in diesem Teilbereich schafft der Stadtstaat es sogar auf Platz 4. Besonders löblich: Das schnelle und aus Expat-Sicht weltbeste Internet (für den Notfall gibt es sogar Bücher aus Automaten, wie das Foto dieser Buchhandlung zeigt). 98 Prozent loben das Transportwesen, 96 Prozent die Reisemöglichkeiten. 100 Prozent gaben an, sich hier sicher zu fühlen (das ist dann Rang 1 in diesem Wertungsbereich). Mit Englisch kommt man überall gut durch, aber die Lebenshaltung ist nicht billig, da findet sich Singapur sowohl bei den Kosten, Kinderbetreuung, Schule und Alltag auf unteren Plätzen.

Foto: Christoph Sator / DPA
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Rang 5: Spanien

Rein in puncto Lebensqualität schafft es Spanien (im Bild die Skyline von Barcelona) sogar auf Platz 2 der Liste. Klima, Wetter, Freizeitoptionen, aber auch die medizinische Versorgung werden als erfreulich wahrgenommen. Bei Familien mit Kindern ist das Land ebenfalls sehr beliebt, unter anderem, weil die Spanierinnen und Spanier so kinderfreundlich sind. Mehr als neun von zehn Expat-Eltern sagen das. Karrierechancen und Wirtschaftslage gelten dagegen als nicht so prickelnd.

Foto: REUTERS
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Rang 4: Mexiko

Top-Bewertungen gibt es für das einfache Einleben im Gastland. Hier finden Expats leicht Freunde und persönliche Kontakte; die Freizeitgestaltung ist ebenfalls erfreulich, sagen 84 Prozent der Befragten. 78 Prozent sind mit ihrer finanziellen Lage zufrieden; aber in der Kategorie Sicherheit liegt Mexiko nur auf Platz 54 von 64. Das ist vor allem für Expats ein Problem, die ihre Kinder dabei haben. Kinderbetreuung und Schulbildung allerdings bekommen Top-Noten. (Unser Bild zeigt das neue BMW-Werk in San Luis Potosi.)

Foto: BMW/ dpa
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Rang 3: Portugal

Exzellente Lebensqualität wird dem Land bescheinigt; in diesem Bereich liegt es sogar auf Platz 1. Besonders die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung (das Foto zeigt nur eine Option: Ein Kliffspringerwettbewerb in Sao Miguel auf den Azoren) gelten als großartig, ebenso wie Wetter und Klima. Die hiesige Eingewöhnung fällt den Expats leicht, 91 Prozent beschreiben die Einheimischen als freundlich. Lediglich im Job läuft es hier nicht ganz so gut: Die Hälfte der Befragten sehen keine guten Karrierechancen und halten ihren Arbeitsplatz nicht für sicher.

Foto: Romina Amato/ Red Bull/ Getty Images
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Rang 2: Vietnam

kam vom 14. Platz aus weit nach oben. Karrierechancen und Beruf sind wichtige Faktoren für diese Zufriedenheit. Vietnam führt das Ranking in zwei Teilbereichen an: Beim Arbeiten im Ausland und bei den persönlichen Finanzen, vor allem wegen der günstigen Lebenshaltungskosten. Bei der digitalen Infrastruktur rangiert Vietnam allerdings nur auf Platz 51, und auch die Umweltqualität lässt zu wünschen übrig. (Foto: Neujahrsfeier in Hanoi.)

Foto: epa Dai Kurokawa/ picture-alliance/ dpa
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Rang 1: Taiwan

Besonders die hohe Lebensqualität zeichnet in den Augen der Expats das Land aus. Neun von zehn freuen sich über die günstige und gute medizinische Versorgung, 96 Prozent sind mit ihrer persönlichen Sicherheit zufrieden. Es sei einfach, sich hier einzugewöhnen, finden 78 Prozent, und die Bevölkerung gilt als besonders freundlich. Arbeitsleben und Karrierechancen bekommen ebenfalls gute Noten. Lediglich die Sprache ist schwer zu lernen, damit kämpft die Hälfte der Expats im Land.(Das Bild zeigt das jährliche Wasserlilien-Sit-in in Taipei.)

Foto: TYRONE SIU/ REUTERS
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Rang 33: Deutschland

Im Vergleich zum Vorjahr hat Deutschland immerhin drei Plätze gutgemacht. Am besten bewertet haben hier tätige Expatriates die Arbeitssituation: Da reicht es sogar für Rang 4 (hinter Vietnam, Tschechien und Luxemburg). In der Kategorie Wirtschaftslage und sichere Arbeitsplätze wird Deutschland sogar nur von Luxemburg übertroffen. Punkten kann es auch mit guter Verkehrsinfrastruktur. Digital hinkt Deutschland allerdings sehr hinterher und zählt zu den zehn Ländern mit den schlechtesten Bewertungen: Langsames Internet und schlechter Handyempfang sind besonders störend. Und auch beim Thema "Eingewöhnung im Gastland" liegt die Bundesrepublik ganz hinten (Platz 60 von 64). (Foto: Strandkörbe in Cuxhaven.)

Foto: DPA
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Rang 55: Südkorea

Noch das beste Land unter den Worst Ten des Rankings: In Südkorea gilt die Eingewöhnung für Expats als besonders schwierig, 37 Prozent haben zudem Probleme, sich an die Kultur zu gewöhnen. In der Kategorie Arbeit und Freizeit belegt das Land sogar den letzten Platz. Mehr als ein Drittel der Expats bewerten ihre Work-Life-Balance negativ. Auch die Umweltqualität lässt wohl vor allem wegen der starken Luftverschmutzung zu wünschen übrig. Die persönliche Sicherheit, medizinische Versorgung und das Transportwesen bekommen aber gute Noten, und auch das Internet ist schnell. (Das Bild zeigt Azaleen in einem Park in Gunpo.)

Foto: YNA/ DPA
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Rang 56: Russland

Die Lebensqualität leidet unter dem Wetter, mit dem mehr als die Hälfte der befragten Expats unzufrieden ist. Der eingeschränkte Internet-Zugang wird ebenfalls als ärgerlich empfunden. 75 Prozent der Befragten finden Russisch schwer erlernbar, noch mehr finden es schwierig, ohne Russisch zurechtzukommen. Da fällt dann auch das Einleben schwerer als in anderen Ländern. Ein bisschen besser sind die Werte für das Arbeitsleben geworden: Nur noch ein Viertel der Expats bewertet 2019 die Karrierechancen negativ, verglichen mit knapp einem Drittel im Vorjahr. Work-Life-Balance und Wirtschaftlage lassen aber weiterhin zu wünschen übrig. (Foto: Kirche in Kasan an der Wolga.)

Foto: Christian Thiele/ DPA
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Rang 57: Griechenland

Das Problem hier ist das Geld. 39 Prozent der Expats machen sich Sorgen über ihre finanzielle Lage, und 42 Prozent geben an, dass ihr Haushaltseinkommen nicht ausreicht, um alle Kosten zu decken. Im Index zum Arbeiten im Ausland rangiert Griechenland auf dem vorletzten Platz und erzielt bei allen Faktoren nur negative Ergebnisse. Karrierechancen und Jobsicherheit werden schlecht bewertet, die Wirtschaftslage auch. Die Lebensqualität liegt immerhin im Durchschnitt; positiv wahrgenommen werden eher geografische Faktoren wie das Mittelmeerklima und Freizeitmöglichkeiten. Zwei Drittel der Befragten fällt es leicht, Freunde zu finden, fast drei Viertel fühlen sich in Griechenland wie zu Hause. (Foto: Ein Athener Straßenverkäufer bietet Salep an, ein Getränk aus den pulverisierten Knollen der Erdorchidee.)

Foto: LOUISA GOULIAMAKI / AFP
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Rang 58: Großbritannien

Der Brexit führt dazu, dass das Land beim Faktor politische Stabilität weitere 14 Plätze auf Platz 57 abgerutscht ist. Außerdem erzielt Großbritannien sein bisher schlechtestes Ergebnis in allen Kategorien des Index zum Arbeiten im Ausland. In der Kategorie Wirtschaftslage und sichere Arbeitsplätze landet es auf Rang 45, 29 Plätze weiter unten als im Ranking 2016, das noch vor dem Brexit-Referendum durchgeführt wurde. Wirtschaftslage und Karrierechancen geben Anlass zu Unmut, ein knappes Drittel findet die Einheimischen unfreundlich.(Das Bild zeigt die Londoner Skyline.)

Foto: HANNAH MCKAY/ REUTERS
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Rang 59: Indien

Bei der Lebensqualität im Ausland liegt Indien sogar nur auf Platz 62 von 64. Die digitale Infrastruktur ist schlecht, die Sicherheit auch; 44 Prozent der Umfrageteilnehmer beschreiben das Land als "nicht friedlich", 27 Prozent fühlen sich unsicher. Auch die Umweltverschmutzung ist ein Problem, ebenso besonders lange Arbeitszeiten (47,7 Wochenstunden sind es im Schnitt). Immerhin gelten die Lebenshaltungskosten als niedrig. (Foto: Eine Grammofonrepaturwerkstatt in Neu Delhi.)

Foto: SAJJAD HUSSAIN/ AFP
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Rang 60: Türkei

Besonders unbeliebt ist die Türkei bei Expats mit Kindern; hier wird vor allem das Bildungsangebot kritisch gesehen. In der Kategorie Arbeiten sieht es auch schlecht aus. Fast ein Drittel der Befragten ist im Berufsleben unzufrieden. Die Sicherheitslage und die politische Stabilität werden ebenfalls kritisch wahrgenommen. (Das Bild zeigt die Skyline von Istanbul.)

Foto: AFP
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Rang 61: Brasilien

Das Hauptproblem hier ist die Sicherheit. 41 Prozent der befragten der Expats halten das Land nicht für friedlich, 61 Prozent fühlen sich nicht sicher, und 53 finden es politisch instabil. Mehr als die Hälfte der Eltern macht sich Sorgen um die Sicherheit ihrer Kinder, das Bildungswesen gilt als schlecht, auch die Arbeitswelt nicht als erfreulich. Immerhin finden mehr als vier von fünf Expats die Brasilianer freundlich, wenngleich drei Viertel der Befragten glauben, dass man ohne Kenntnis der Landessprache nicht gut klarkommt. (Foto: Der "Cristo Redentor" über Rio de Janeiro.)

Foto: Helmut Reuter/ dpa
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Rang 62: Nigeria

Das Land liegt auf dem allerletzten Platz, wenn es um den Punkt Lebensqualität geht. Medizinische Versorgung gilt als teuer und schlecht, Reisen ist schwierig, die Umweltqualität mau. In der Kategorie Sicherheit (62.) schneidet Nigeria ebenfalls schlecht ab: Mehr als die Hälfte der Expats fühlt sich nicht sicher und macht sich Sorgen um die politische Stabilität. (Foto: Selfie beim Fest Eid al-Adha in Lagos.)

Foto: Sunday Alamba/ AP
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Rang 63: Italien

Beim Punkt "Arbeiten im Ausland" rangiert das Land abgeschlagen auf dem letzten Platz. Nur knapp einer von sechs Expats bewertet die Wirtschaftslage positiv, 39 Prozent machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz, die Hälfte ist mit den Karrierechancen unzufrieden, ein Drittel generell unglücklich im Job. 85 Prozent schätzen zwar das südliche Klima, aber viele sind unzufrieden mit der digitalen Infrastruktur und der politischen Lage. Die Eingewöhnung fällt mehr als der Hälfte schwer, wohl auch, weil es schwierig ist, ohne italienische Sprachkenntnisse zurecht zu kommen. (Foto: Statue vor dem Quirinalspalast in Rom.)

Foto: Tiziana Fabi / AFP
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Rang 64: Kuwait

Das Land lag mit einer Ausnahme seit Erhebung des Rankings immer auf dem letzten Platz (nur 2017 auf dem vorletzten). Mehr als die Hälfte der Befragten fühlt sich in der Kultur nicht zu Hause, knapp zwei Drittel findet es schwierig, Freundschaften zu schließen; die Hälfte beschreiben die Kuwaiter sogar als unfreundlich. Die Lebensqualität gilt als schlecht, die Freizeitangebote sind nicht toll, und auch der Job bietet wenig Trost; schlechte Karrierechancen und eine schlechte Work-Life-Balance machen das Leben hier schwer. (Das Bild zeigt Kamele nach einem Rennen in Kabad, südwestlich von Kuwait City.)

Foto: AFP/ Yasser Al-Zayyat