Exodus der Frauen Kurze Karrieren von Vorstandsfrauen

Das Wort "Vorständinnen" hat es mittlerweile in den Duden geschafft. Doch schaut man sich die Realität in den Unternehmen an, sind Frauen in Vorstandsjobs schon wieder auf dem Rückzug. Ein Überblick.
1 / 5

Angela Titzrath: 2012 war die ehemalige Daimler-Managerin in den Vorstand der Deutschen Post eingerückt. Nach etwas mehr als zwei Jahren warf Titzrath nun den Job als Personalvorstand hin. Laut offizieller Lesart waren "persönliche Gründe" für den Abgang ausschlaggebend. Innerhalb des Vorstands soll es Kritik an dem jüngsten Tarifabschluss gegeben haben.

Foto: DPA
2 / 5

Angelika Dammann: Die ehemalige Unilever-Managerin rückte im Juli 2010 in den Vorstand des Softwarekonzerns SAP auf. Allerdings währte ihre Karriere als Personalvorstand und Arbeitsdirektorin bei den Walldorfern nicht lange. Nur ein Jahr später trat sie den Rückzug "aus persönlichen Gründen" an, nachdem vertraglich zugesicherte Heimatflüge für Wirbel gesorgt hatten. Ihren alten Job hat kürzlich SAP-Chef Bill McDermott mit übernommen.

Foto: DPA
3 / 5

Brigitte Ederer: Die frühere SPÖ-Staatsekretärin rückte 2010 in den Vorstand des Siemens-Konzerns auf. Mit dem Abschied ihres Landsmannes Peter Löscher musste dann auch Ederer zum September 2013 gehen. Allerdings nicht mit leeren Händen. Weil ihr Vertrag eigentlich noch bis Juni 2015 gelaufen wäre, soll Ederer österreichischen Medienberichten zufolge 6,5 Millionen Euro Abfindung kassiert haben.

Foto: ? Herwig Prammer / Reuters/ REUTERS
4 / 5

Marion Schick: Die ehemalige baden-württembergische Kultusministerin rückte im Mai 2012 als Verantwortliche für das Personalressort in den Vorstand der Deutschen Telekom auf. Mit ihr kam fast gleichzeitig Europa-Chefin Claudia Nemat - was den Frauenanteil im Telekom-Vorstand auf mehr als 30 Prozent katapultierte - eine Sensation heute wie damals. Wirklich Fuß zu fassen, gelang Schick allerdings nicht. Knapp zwei jahre später im April 2014 nahm sie schon wieder ihren Abschied.

Foto: Jörg Carstensen/ picture alliance / dpa
5 / 5

Regine Stachelhaus: Die ehemalige Unicef-Chefin rückte 2010 als erste Frau in den Eon-Vorstand auf. Rund drei Jahre später verließ sie ihn wieder. Ihre vorzeitige Vertragsauflösung begründete die ehemalige HP-Managerin mit einer Erkrankung ihres Ehemanns.

Foto: A9999 Hewlett Packard/ dpa