Wenn ein Euro einen Dollar kostet Alles, was Sie über die Euro-Dollar-Parität wissen müssen

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Als der Euro zur Jahrtausendwende eingeführt wurde, geriet er zunächst gegenüber dem Dollar unter Druck. Seit Ende 2002/Anfang2003 jedoch ist ein Euro immer mehr wert gewesen als ein Dollar - bis jetzt.

Viele Experten erwarten, dass sich das Verhältnis bald umdrehen wird, denn der Euro verliert seit Monaten an Wert. "Das kann relativ schnell gehen", sagt beispielsweise Ulrich Stephan, der bei der Deutschen Bank die Investmententscheidungen im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden verantwortet.

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Inzwischen kostet ein Euro nur noch 1,05 Dollar, Tendenz weiter fallend. Grund für die möglicherweise bevorstehende Parität zwischen beiden Währungen ist die unterschiedliche Geldpolitik der Notenbanken. Während die Europäische Zentralbank mit Präsident Mario Draghi an ihrer Niedrigzinspolitik festhält und die Geldschleusen sogar noch weiter öffnen will, ...

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... wird die US-Notenbank Fed mit Chefin Janet Yellen wohl in Kürze erstmals seit langem die Zinsen erhöhen. Die Folge ist, dass der Dollar-Raum für Geldanlagen attraktiver wird - entsprechende Kapitalflüsse von Europa nach Nordamerika spiegeln sich in der Wechselkursentwicklung wider.

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Ein schwacher Euro - das klingt zunächst negativ. Ein Großteil der Wirtschaft hat aber durchaus Vorteile durch die Talfahrt der Gemeinschaftswährung. Exportierende Unternehmen wie etwa Autohersteller ...

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... oder viele Maschinenbauer können ihre Produkte im Ausland vergleichsweise günstiger anbieten. Das fördert den Absatz.

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Leidtragende des schwachen Euros sind dagegen alle, die mit der europäischen Währung im Ausland bezahlen müssen - wie zum Beispiel Touristen. Für sie wird der Spaß seit Monaten sukzessive teurer.

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Einziger Trost: Im asiatischen Raum steht der Euro zumindest zum Teil noch besser da. Gegenüber dem chinesischen Yuan befindet sich Europas Währung zwar ebenfalls seit einigen Jahren auf Talfahrt. Der japanische Yen hat jedoch in den vergangenen Jahren noch stärker abgewertet als der Euro - denn die japanische Geldpolitik war unter Regierungschef Shinzo Abe noch deutlich großzügiger als die hiesige (Stichwort: "Abenomics").

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