Grafiken So verändert sich der Energieverbrauch in Deutschland

Die Deutschen fahren andere Autos, bauen andere Heizungen ein und investieren in Wind- und Solarkraftwerke. Das alles senkt den Energieverbrauch - das milde Wetter tut ein Übriges.
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Drastischer Rückgang beim Energieverbrauch: Vor allem die Verwendung von Erdgas ist im ersten Halbjahr kräftig gesunken. Auch Steinkohle, Braunkohle und Öl wurden weniger benötigt - zu großen Teil, weil weniger geheizt wurde. Lediglich die erneuerbaren Energien legten zu - vor allem durch Zuwächse bei der Stromerzeugung.

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Die Anteile beim Primärenergieverbrauch haben sich deshalb verschoben. Praktisch alle Energieträger gewinnen - relativ betrachtet -auf Kosten von Gas.

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Die erneuerbaren Energien übernahmen in der Stromerzeugung erstmals die Spitzenposition von der Braunkohle. Wind, Sonne und Co. haben Vorrang am Strommarkt. Der Ausbau hat deshalb den Verbrauch fossiler Brennstoffe zurückgedrängt. Dies reduziert auch den Energieverbrauch: Für die Stromerzeugung mit fossilen Brennstoffen wird wegen der geringen Kraftwerks-Wirkungsgrade deutlich mehr Primärenergie benötigt als für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

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Am deutlichsten wird der Rückgang beim Gas im Bereich der Stromerzeugung. Immer öfter stehen Kraftwerke still, weil reichlich verfügbarer Wind- und Solarstrom sie aus dem Markt drängen.

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Zudem verlieren Gasheizungen an Bedeutung. Bei Neubauten erhalten sie nicht einmal mehr in jedes zweite Haus Einzug. Im Bestand liegt die Gasheizungsquote bei knapp 50 Prozent. Das milde Wetter drückte den Gasbezug im Wärmesektor besonders stark.

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Das Erdgasaufkommen sank nicht ganz so stark wie der Erdgasverbrauch - der Brennstoff wanderte zu größeren Teilen in die Speicher. Die heimische Erzeugung brach aber erneut deutlich ein. Dass weniger Gas aus Russland kam, hat laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft nichts mit der Ukraine-Krise zu tun.

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Auch beim Ölverbrauch zeigt der langfristige Trend nach unten. Hier machte sich der warme Winter besonders stark bemerkbar.

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Doch auch Verschiebungen und Innovationen bei den Antrieben senken den Ölverbrauch. Sparsame Dieselmotoren sind auf dem Vormarsch, ganz langsam wächst auch der Anteil alternativer Antriebe wie Elektro- oder Gasautos.

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Der geringere Energieverbrauch in Deutschland macht sich auch in der Strom-Außenhandelsbilanz bemerkbar. Unter dem Strich exportiert Deutschland noch etwas mehr Elektrizität in die Nachbarländer als im vergangenen Jahr.

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