Empörtes Afrika Wachsender Widerstand gegen Chinas Einmarsch

Überall zwischen Kairo und Kapstadt sind Chinas Gesandte präsent. Systematisch sichern sie sich Rohstoffe, Absatzmärkte und Einfluss. Vor Ort wächst der Widerstand - ein Überblick.
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Symbol für Chinas Vormarsch: Der Turm ist in dem flachen Häusermeer der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba nicht zu übersehen. 100 Meter ragt er aus der Masse der Hütten und einfachen Häuser hervor. Das 20-stöckige Gebäude, das höchste in Addis Abeba, ist der Sitz der Afrikanischen Union. Rund 200 Millionen Dollar hat der Prachtbau gekostet. Bezahlt hat den Koloss aus braunem Marmor und Glas - die Volksrepublik China. Gebaut hat ihn die China State Construction Engineering Corporation,

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Den Rang abgelaufen: Längst ist die asiatische Supermacht der wichtigste Wirtschaftsfaktor auf dem ehemals von europäischen Kolonialmächten dominierten Kontinent. Vor Kurzem hat China die USA und die EU als Afrikas größte Handelspartner abgelöst

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Zwischen Kairo und Kapstadt: Mehr als 1600 chinesische Firmen treiben ihre Geschäfte. In vielen Hauptstädten entstehen Konfuzius-Institute. Von Nairobi aus sendet Chinas Staatsfernsehen CCTV für den ganzen Kontinent, ab 2015 rund um die Uhr.

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Langsame Abkehr: Es sieht aus wie eine schleichende Landnahme, vor der sich viele Afrikaner inzwischen fürchten. Proteste, gelegentlich auch Aufstände und wüste Streiks, sind ein verbreitetes Phänomen. Auch Afrikas Eliten - eigentlich westlicher Belehrungen über Korruption, gute Regierungsführung und Menschenrechte überdrüssig - sehen die chinesische Dominanz mit zunehmender Skepsis.

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Klares Ziel: Das Kalkül der Führung in Peking mag ein imperiales sein - die Sicherung von Rohstoffen und Absatzmärkten -, die Rhetorik jedoch kommt anders daher.

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Wir sind wie Ihr: In Afrika geriert sich China als Erstes unter den Entwicklungsländern - als selbst ernannter Wortführer der Dritten Welt.

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Bares für alle: Man übt sich im Schulterschluss der Unterdrückten dieser Erde und lässt Großzügigkeit walten: 32 afrikanische Staaten kamen 2009 in den Genuss eines Schuldenerlasses. Jedes afrikanische Land, mit dem China diplomatische Beziehungen pflegt (derzeit sind es 49), erhält Hilfe, egal ob es Rohstoffe hat oder nicht.

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Handfeste Wirtschaftsinteressen: Die zweitgrößte Industrienation der Welt braucht Rohstoffe aller Art und davon so viel wie irgend möglich. Afrika hat sie - vor allem Diamanten, Mangan, Kobalt und Bauxit.

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Schwarzes Gold: Rigoros gehen die Chinesen bei der Ölsuche vor. Überall wo es sprudelt oder demnächst sprudeln könnte, sind sie präsent, scheuen weder politische noch militärische Risiken. So war es im Sudan und später im Südsudan. So war es in Angola, Pekings wichtigstem afrikanischem Öllieferanten.

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Klares Geschäftsmodell: Der Deal ist immer der gleiche: Rohstoffe gegen Infrastruktur. Chinesische Anbieter holen sich dazu nahezu jeden Auftrag, dank billiger Lohnkosten und günstiger Kredite ihrer Staatsbanken. Die Qualität der Produkte allerdings ist oft frustrierend dürftig. Jetzt regt sich Widerstand

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