Premiere von Daimlers E-SUV Das ist der Elektro-Hoffnungsjäger Mercedes EQC

Daimler hat in Stockholm den ersten Vertreter seiner Elektroauto-Familie EQ präsentiert: Der Elektro-SUV EQC soll ab Mitte 2019 in den Handel kommen. Wie der Wagen aussieht - und wo sich die Schwaben vorne sehen.
1 / 14

In Stockholm präsentierte Daimler-Chef Dieter Zetsche den ersten Vertreter seiner Elektroautofamilie EQ, das 4,7 Meter lange Strom-SUV EQC. Der EQC soll auch auf dem US-Markt als Tesla-Fighter fungieren ...

Foto: SOREN ANDERSSON/ AFP
2 / 14

Merklich entschlackt haben die Mercedes-Designer das Äußere. So weist etwa die Motorhaube nur einen dezenten Falz auf. Statt Sportlichkeit suggerierende Kanten setzen die Mercedes-Designer eher auf Rundungen. Da ging „um weniger Komplexität und weniger Mätzchen“, erklärte es Daimler-Chef Dieter Zetsche. Der schwarze Kühlergrill soll "ein neuer Look für eine neue Ära" sein.

Foto: Daimler
3 / 14

Innen setzt Mercedes passend zum Elektroantrieb auf deutlich mehr Nachhaltigkeit als bei seinen Verbrenner-Modellen. Der Stoff der Standard-Sitzbezüge wird etwa aus wiederverwerteten PET-Plastikflaschen hergestellt: 23 Flaschen werden da pro Sitz benötigt, hieß es bei Mercedes. Mehrere Dutzend nicht sichtbare Innenraumteile bestehen aus nachwachsenden und recycleten Rohstoffen, heißt es bei den Schwaben.

Foto: SOREN ANDERSSON/EPA-EFE/REX/Shutterstock
4 / 14

Und was soll der EQC anders machen als die Elektro-SUV-Konkurrenz? Er wird das „beste Gesamtpaket“ aus Design, Funktionalität, Sicherheit und Komfort am bieten, beschrieb es Zetsche etwas wolkig. Ein paar Beispiele für den Mercedes-Anspruch gab er immerhin: So haben seine Ingenieure für den Motorraum einen Stahlrohrrahmen entworfen, der dem EQC eine genauso sicherer Knautschzone verschafft wie einem herkömmlichen Mercedes-Modell mit Verbrennungsmotor. Im Innenraum des EQC, versprach Zetsche, werde eine „S-Klasse-würdige“ Ruhe herrschen. Und Komfort soll es nicht nur bei Federung und Sitzen, sondern auch bei Dienstleistungen rund um das Auot geben. So sollen EQC-Käufer im Auto Ladesäulen suchen, freischalten und den Ladestrom bezahlen können – mit einem einzigen Login.

Foto: REUTERS
5 / 14

Gefertigt wird der EQC zuerst in Bremen – die Serienproduktion soll Anfang 2019 anlaufen, Mitte des kommenden Jahres startet die Auslieferung. Auch in China soll der EQC hergestellt werden, die EQC-Fertigung startet im Reich der Mitte aber Ende 2019, erklärte Entwicklungschef Ola Källenius. In den Verkauf kommt der EQC in China Ende 2019 oder Anfang 2020 – genau festlegen wollte sich Källenius dabei nicht.

Foto: AFP
6 / 14

Der EQC ist der erste Abkömmling von Daimlers neuer Elektro-Submarke EQ – für die künftigen Modelle entwickelt Daimler auch einen eigenen Elektro-Modulbaukasten. Bis 2022 will der Konzern 10 neue Elektro-Modelle vorstellen, insgesamt investieren die Schwaben 10 Milliarden Euro in die Modelle und 1 Milliarde Euro in die Batteriefertigung. Seit 2010 habe sich das Gesamtbudget für Forschung und Entwicklung verdoppelt, sagte Zetsche in kleiner Runde.

Foto: Daimler
7 / 14

Der Tesla-Fighter soll vorne an einem durchgehenden Leuchtenband erkennbar sein: Abgeleitet ist der Wagen vom Verbrenner-SUV GLC - die Mercedes-Leute betonen aber, dass 80 Prozent der Teile für den Wagen neu sind.

Foto: SOREN ANDERSSON/ AFP
8 / 14

Auch hinten weist der Elektro-SUV ein durchgehendes Leuchtenband auf - ein Designmerkmal, an dem sämtliche Vertreter der Mercedes-Elektroautomarke EQ erkennbar sein werden, heißt es in Stockholm.

Foto: Daimler
9 / 14

Innen will Mercedes mit einem schnörkellosen, modernen Design punkten. An Bord ist auch das neue Infotainmentsystem MBUX, das sich gut auch per Sprache bedienen lässt - und auf sehr große Touchscreen-Flächen setzt. Und ein bisschen Nachhaltigkeit zieht auch in den Innenraum ein: Die Stoffbezüge werden aus recycleten Plastikflaschen gefertigt.

Foto: Daimler
10 / 14

Was sitzt nun unter der Haube: Erstmal eine 80 kWh große Batterie, die sich mit maximal 110 kWh betanken lässt. Damit sollen nach NEFZ-Zyklus 450 Kilometer Reichweite möglich sein, verspricht Mercedes - real werden es wohl auch bei sparsamer Fahrweise kaum mehr als 400 Kilometer sein. In 40 Minuten, heißt es in Stockholm, soll sich die Batterie zu 80 Prozent laden lassen ...

Foto: Daimler
11 / 14

... Spitzenwerte erzielt der EQC also bei Reichweite und Schnellbetankung nicht. Die künftigen EQ-Modelle, kündigen Mercedes-Leute an, werden da aber mehr können. Dafür bringt der EQC über 400 PS auf die Straße. Der vordere Elektromotor ist auf Effizienz ausgelegt, der Elektromotor an der Hinterachse soll für die Performance sorgen, erklärten die Schwaben bei der Premiere.

Foto: Daimler
12 / 14

Besonderes Augenmerk hat Mercedes auf die Sicherheit gelegt. Das Fahrzeug erkennt im Crash-Fall, ob der Crash schwer oder leicht war - bei einem leichten Crash liefert die Batterie weiterhin Strom und der Wagen kann weiterfahren.

Foto: Daimler
13 / 14

Und auch die Batterien im Unterboden hat Daimler mit einem dicken Crash-Puffer geschützt.

Foto: Daimler
14 / 14

So sieht der Antrieb aus: Ein Elektromotor an jeder Achse und dazwischen wie bei einem Skateboard der Akku.

Foto: Daimler