Elektroauto-Infrastruktur Wie Tesla mit Schnellladern die Welt vernetzt

Als einziger Autohersteller baut der Elektroautopionier Tesla selbst ein Netz von Schnellladestationen auf. In den USA können Besitzer von Teslas Model S in Kürze von Küste zu Küste stromern - nun sind auch die ersten "Supercharger" in Deutschland eröffnet. Was die Ladestationen können - und was Tesla damit vorhat.
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Nein, unauffällig sahen die ersten Schnellladestationen des Elektroautopioniers Tesla nicht gerade aus. 2012 gab der kalifornische Autohersteller bekannt, dass er künftig eigene Stromtankstellennetze für sein Elektroauto Model S errichten will.

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Damals luden Tesla-Fahrer ihr Fahrzeug vor allem in der eigenen Garage. Doch es dauert mitunter einige Stunden, bis die Batterie wieder voll ist.

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Schnelllader an Autobahnen müssen schneller sein. Tesla-Chef Elon Musk stellte den Plan in einer Pressekonferenz vor - und beeindruckte nicht nur die Fachwelt. Denn mit den Supercharger genannten Ladesäulen lassen sich die Akkus des Luxus-Elektroautos Model S in nur 30 Minuten zu 80 Prozent aufladen. Damit kommt ein Tesla-Elektroauto dann 320 Kilometer weit. Herkömmliche Schnelladesäulen schaufeln in 30 Minuten nur Strom für 130 Kilometer in die Akkus.

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Besitzer des in Deutschland ab 71.000 Euro erhältlichen Model S (im Bild) können sich doppelt freuen. Denn sie tanken an den Superchargern kostenlos Ökostrom - auf Lebenszeit. Mit Hilfe der Ladesäulen lassen sich mit vergleichsweise kurzen Ladestopps auch mehrere hundert Kilometer lange Strecken zurücklegen - wenn man sich an das Netzwerk hält.

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Gestartet ist das Supercharger-Netz zuerst in den USA. Ende September 2012 eröffnete Tesla die ersten sechs Stationen in Kalifornien, Nevada und Arizona, danach folgten Supercharger-Stationen an der Ostküste. Mittlerweile sind 41 Stationen in den USA eröffnet. Viele der US-Supercharger erzeugen den Strom aus eigenen Solarpanelen.

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In Europa ging der Supercharger-Bau erst 2013 los, Ende August starteten die ersten Stationen in Norwegen. Nun wurden auch die ersten Supercharger in Deutschland und den Niederlanden in Betrieb genommen - die manager magazin online derzeit exklusiv testet. Anders als in den USA erzeugen die Schnellader nicht per Solarzellen selbst Strom - sondern ziehen Ökostrom aus dem Kabel.

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Mit den Tesla-Schnelladern soll es möglich sein, fast wie mit einem herkömmlichen Verbrenner die Strecke zwischen München und Amsterdam in weniger als 10 Stunden zu befahren - dank vier Schnelladestationen auf der Strecke. Ob das klappt, können Sie in unserem Live-Ticker verfolgen.

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Tesla legt seine ersten fünf Ladestationen in Deutschland auf Raststätten an der A8, A3 und A45 an, dazu kommen zwei Ladestationen in Holland und je eine in der Schweiz und Österreich. Damit sollen Model-S-Besitzer zunächst von Genf via München bis nach Amsterdam fahren können. Bis Ende März 2014 will Tesla laut eigenen Angaben 50 Prozent der wichtigsten deutschen Autobahnenrouten mit seinen Schnelladestationen abdecken, bis Ende 2014 sollen es 100 Prozent sein.

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