Lkws mit Elektroantrieb Gegen diese E-Trucks tritt Teslas Semi an

Tesla hat den lange angekündigten Prototypen seines Elektro-Lkw enthüllt und dabei auch noch einen superschnellen Roadster ins Rampenlicht gefahren. Doch im Truck-Markt ist Elon Musk mit seinem "Tesla Semi" nicht alleine auf weiter Flur: Eine ganze Riege an Lkw-Spezialisten arbeitet an Trucks, die elektrisch fahren. Was sie können sollen, wie weit die Pläne gediehen sind.
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Showdown: Tesla-Chef Elon Musk stellte in Los Angeles den Elektro-Truck "Semi" ...

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... sowie einen verbesserten "Roadster 2" vor, der eine Reichweite von 1000 Kilometer haben soll und in unter 2 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt.

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Der Truck, von Musk bei der Präsentation selbst gesteuert, bringt es auf eine Reichweite von 800 Kilometern. Tesla tritt damit in der Schwer-Lkw-Klasse ab 18 Tonnen Gesamtgewicht an, ab 2019 ist das "Biest", wie es Elon Musk selbst bezeichnete, erhältlich. Deutlich früher auf dem Markt kommt ein Schwergewicht aus der Schweiz ...

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... Der Schweizer Lkw-Umbauer Eforce hat bereits mehrere Iveco 18-Tonner auf Batterieantrieb umgerüstet. Nun präsentierten sie einen 40-Tonner mit E-Antrieb auf einer Schweizer Nutzfahrzeugmesse. Der E-Truck soll bereits ab Dezember Kunden beliefern. Im Stadtverkehr hat dessen 310 kWh-Batterie eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern.

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BYD stellt nicht nur Elektro-Pkw her, bei Elektrobussen ist der chinesische Fahrzeug- und Batteriehersteller eine große Nummer. Auch mehrere Elektro-Laster hat BYD bereits im Programm: Der größte ist der T9, der auch in den USA produziert wird und in der selben Größenklasse wie Teslas Truck antritt. Bloß die Reichweite ist bei BYDs Sattelschlepper mit 92 Meilen deutlich geringer. In Kanada baut BYD gerade eine Fabrik für Elektro-Lkw auf.

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Auch Daimler gibt nun bei Elektro-Antrieben im Nutzfahrzeugbereich Gas. Die Daimler-Tochter Fuso fertigt bereits den eCanter in Serie, ein 7,5-Tonnen-Lkw mit Elektroantrieb und bis zu 120 Kilometern Reichweite. Das geht auch größer, vor kurzem hat Daimler die Studie ...

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... E-Fuso Vision One vorgestellt. Dieser Lkw hat eine Batterie mit 300 kWh Kapazität zwischen den Achsen - das soll für 350 Kilometer Reichweite sorgen. Zulässiges Gesamtgewicht des Fahrzeugs sind 23 Tonnen, davon 11 Tonnen Nutzlast. Eine Markteinführung sei innerhalb der nächsten vier Jahre möglich, heißt es bei Daimler - entsprechendes Kundeninteresse vorausgesetzt.

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Auch die Volkswagens Nutzfahrzeugsparte plant mit ihren Marken erste Elektro-Trucks. Die VW-Tochter MAN erprobt ab Anfang 2021 die ersten Elektro-Trucks mit 12 bis 26 Tonnen Gesamtgewicht. Ab 2021 sollen die E-Lkws dann in Serie gehen - gedacht sind sie mit rund 200 Kilometern Reichweite aber für den städtischen Lieferverkehr. Die Konzernschwester ...

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... Scania hingegen setzt für den Fernverkehr mit Elektro-Trucks auf ein anderes, vom Bahnverkehr bekanntes Konzept: Auf Oberleitungen. In Schweden hat Scania eine erste Autobahn-Teststrecke dafür eröffnet und eine Handvoll Trucks mit Stromabnehmern am Dach ausgestattet. Ob und wann solche Trucks in Serie gehen, ist noch unklar.

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Der amerikanische Lkw-Hersteller Navistar (Im Bild ein Navistar-Truck mit Dieselmotor), an dem der Volkswagen-Konzern mit 16,6 Prozent beteiligt ist, bringt sich ebenfalls gegen Tesla in Stellung: Gemeinsam mit VW entwickelt Navistar einen mittelschweren Elektro-Lkw, der spätestens Anfang 2020 erhältlich sein soll. Gedacht ist dieser vor allem für kürzere Entfernungen, hieß es kürzlich in einer Mitteilung.

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Das US-Unternehmen Cummins, bislang für Lkw-Dieselmotoren bekannt, hat vor einigen Wochen den Aeos (im Bild) vorgestellt. Dieser E-Sattelschlepper soll bereits ab 2019 verkauft werden. Mit seiner 140 kWh-Batterie kommt er auf 100 Meilen Maximalreichweite - und ist drum eher für kürzere Zulieferwege gedacht. Cummins will den Aeos aber auch mit einem Dieselmotor-Range-Extender anbieten, der die Reichweite dann auf 300 Meilen streckt.

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Eines der spannendsten Startups im Elektro-Lkw-Bereich setzt auch auf einen Reichweitenverlängerer - mit anderer Technologie: Das US-Startup Nikola Motor Company will einen Truck mit Elektroantrieb und Wasserstoff-Brennstoffzelle anbieten. Große Teile der Technik stammen von Bosch, die Reichweite soll dann bei 1900 Kilometern liegen, wenn Akku und Wasserstofftank voll befüllt sind.

Foto: Nikola Motor Company
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Ab 2020 soll der Sattelschlepper ausgeliefert werden, angeblich gibt es tausende Vorbestellungen. Bloß Wasserstofftankstellen gibt es auch in den USA noch nicht allzu viele. Bei Design und Verkaufsmasche sind Anleihen an Tesla Motors nicht zu übersehen - auch beim Firmennamen. Denn Nikola war der Vorname jenes serbischen Erfinders, Physikers und Elektroingenieurs, der auch Tesla Motors als Namensgeber diente.

Foto: Nikola Motor Company
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