Elektro-SUV der chinesischen Marke Byton Riesen-Bildschirm statt Riesen-Beschleunigung

Er ist einer der vierrädrigen Stars auf der Elektronikmesse CES: In Las Vegas hat der chinesische Autohersteller Byton den ersten Prototypen seines Elektro-SUV vorgestellt, der Ende 2019 auf den Markt kommen soll. Zukunftsweisend sind dabei neue Bedienmöglichkeiten im Innenraum.
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Von außen sieht er durchaus konventionell aus: Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas hat die erst im Frühjahr 2016 gegründete chinesische Automarke Byton ihren ersten Prototypen präsentiert. In den vergangenen Jahren haben auf der CES mehrere Autobauer aufsehenerregende Konzeptautos präsentiert, die noch weit von der Serienreife entfernt waren ...

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... genau das soll bei Bytons gezeigtem Prototypen nicht der Fall sein. Der 4,85 Meter lange Elektro-SUV ist laut Byton voll fahrfähig und nahe dran am ersten Serienfahrzeug, das bereits Ende 2019 in den Verkauf gehen soll. Wohl auch deshalb geizte Byton-Chef Carsten Breitfeld (im Bild), ein ehemaliger BMW-Manager, nicht mit Details zu dem Auto ...

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... die 45.000 Dollar teure Basisversion kommt mit einer Akkuladung rund 400 Kilometer weit, eine stärkere Version mit 520 Kilometern Reichweite ist bereits geplant. Die Akkus lassen sich innerhalb von 30 Minuten zu 80 Prozent schnellladen. Ende 2019 startet der Verkauf in China, im Jahr 2020 in den USA und Europa.

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Unterscheiden will sich Byton aber von der Konkurrenz nicht unbedingt Spurtstärke oder Reichweite - sondern punkto fortschrittlicher Bedienung. Im Innenraum bietet der Wagen einen 1,25 Meter breiten und 25 Zentimeter hohen Bildschirm auf, der im Zusammenspiel mit viel High-Tech besonders benutzerfreundlich zu bedienen sein soll.

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So lässt sich das Auto ähnlich wie das neueste iPhone von außen per Gesichtserkennung entriegeln, Türgriffe gibt es nichts mehr. Die Gesichtserkennung identifiziert aber auch Beifahrer und kann so etwa Sitze in die jeweils bevorzugte Position fahren oder auf Wunsch die persönlichen Playlists jedes Insassen auf dem großen Display anzeigen und abspielen.

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Klassische Drückschalter gibt es in dem Auto kaum. Licht, Scheibenwischer oder Blinker aktiviert der Fahrer über ein acht Zoll großes Display in der Mitte des Lenkrads. Auch auf Außen- oder Innenspiegel verzichtet Byton. Sie werden durch Kameras ersetzt, deren Bilder im großen Display erscheinen. Steuern lässt sich das Riesendisplay durch Berührung, aber auch durch fünf verschiedene Gesten oder per Sprachbedienung.

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Das Auto werde "genauso intuitiv zu bedienen sein, wie jedes andere smarte Gerät", versprach Breitfeld. Sensoren im Auto überwachen sogar das Gewicht, den Herzschlag oder den Blutdruck der Insassen. Auch Videokonferenzen im Auto sind möglich, eine ¿lernende¿ Software gibt im Auto auf Wunsch maßgeschneiderte Freizeittipps.

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Bereits zu Marktstart soll das Auto teilautonom fahren können, der Fahrer muss aber noch ständig das Verkehrsgeschehen überwachen. Ab 2020 sollen die Autos dann über weitere Strecken vollautonom fahren können - die Sensoren sind jedenfalls für einen entsprechenden Austausch vorbereitet.

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Ab 2021 will Byton auch eine Elektro-Limousine mit gleicher Technik anbieten, ein Jahr später auch noch einen Siebensitzer. Gebaut werden die Byton-Fahrzeuge zunächst ausschließlich in China - in einer Fabrik in Nanjing, die Ende 2018 in Betrieb gehen soll.

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Byton zielt auf die Mittelklasse und den Massenmarkt - und will deshalb in kurzer Zeit mehr als 100.000 Fahrzeuge pro Jahr fertigen können, wie Marketingchef Henrik Wenders vor einigen Monaten im Interview mit manager-magazin.de erklärte.

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Finanziert wird Byton unter anderem von Chinas Internet-Riesen Tencent und dem iPhone-Auftragsfertiger Foxconn. Geführt wird Byton von mehreren Deutschen: Byton-Chef Breitfeld (rechts) arbeitete zwei Jahrzehnte lang bei BMW und war zuletzt Entwicklungsleiter des BMW i8. Auch Byton-Marketingchef Hendrik Wenders, Designchef Benoit Jacob und Byton-Präsident Daniel Kirchert (links) standen lange in Diensten der Münchner. An Bord geholt hat Byton zudem hochrangige Tesla-Mitarbeiter.

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