Stadler ist nicht allein Top-Manager hinter Gittern

Audi-Chef Rupert Stadler sitzt seit Mitte Juni hinter Gittern. Die Übersicht zeigt, welche prominenten Top-Manager bereits Knasterfahrung haben.
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Verhaftet
Wer neben Topshot wie Audi-Chef Rupert Stadler auch noch hinter Gittern landete, erfahren Sie in dieser Fotostrecke.
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Foto: [M] Wolf Heider-Sawall / Laif
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Rupert Stadler
Der beurlaubte Audi-CEO sitzt seit 18. Juni in der Justizvollzugsanstalt Augsburg-Gablingen in Untersuchungshaft. Eine Haftbeschwerde durch Stadlers Anwalt verwarf das Landgericht München Mitte August mit der Begründung, es bestehe weiter „dringender Tatverdacht“. Stadler habe „trotz Kenntnis der Manipulationen oder in bewusstem Verschließen vor den Manipulationen zugelassen, dass die betroffenen Motoren weiter (…) in den Verkauf gelangen würden“. Auch der Haftgrund Verdunkelungsgefahr bestehe weiterhin. Eine Anklage gilt als wahrscheinlich.

Foto: DPA
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Wolfgang Hatz
Der ehemalige Porsche-Vorstand kam Ende Juni nach neun Monaten in U-Haft in der JVA München-Stadelheim frei. Hierfür hinterlegte er drei Millionen Euro als Kaution und akzeptierte ein weitreichendes Kontaktverbot. Geständig war Hatz wohl nicht. Der Manager leitete von 2001 bis 2007 die Motorenentwicklung bei Audi, später bei Volkswagen. Von 2011 bis zu seiner Beurlaubung im September 2015 verantwortete er im Porsche-Vorstand Forschung und Entwicklung.

Foto: Kai Pfaffenbach/ REUTERS
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Thomas Ganswindt
Kurz nach dem Auffliegen des Siemens-Schmiergeld-Skandals im November 2006 musste der frühere Siemens-Vorstand für zehn Tage in die JVA Landsberg in U-Haft. Ganswindt war damals grade an die Spitze des in der Hand von Finanzinvestoren befindlichen Ablesekonzerns Elster gewechselt und trat von diesem Job sofort zurück. In einer monatelangen Hauptverhandlung focht er 2011 eine Einstellung gegen eine Geldauflage von 175.000 Euro aus. Seit 2010 leitet er als geschäftsführender Inhaber die Softwarefirma NeLeSo in Gröbenzell bei München.

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Thomas Middelhoff
Der Ex-Arcandor-Chef wurde im November 2014 wegen Untreue in 27 Fällen sowie Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Middelhoff das Unternehmen um mehr als 500.000 Euro geschädigt hat. Middelhoff, der die Vorwürfe stets bestritt, wurde wegen Fluchtgefahr noch im Gerichtssaal verhaftet und kam nach fünf Monaten gegen Zahlung einer Kaution zunächst wieder auf freien Fuß. Als im Februar 2016 der Bundesgerichtshof Middelhoffs Revision verwarf, musste er zurück in den Knast. In einem Buch beklagte er die Haftbedingungen.

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Gerhard Gribkowsky
Der frühere Risiko-Vorstand der Bayerischen Landesbank kam im Januar 2011 in U-Haft, da er sich beim Verkauf einer Bankbeteiligung an der Formel 1 angeblich bestechen ließ. Während der Hauptverhandlung im Juni 2012 gestand Gribkowsky, Schmiergeld kassiert zu haben, und wurde wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Er verbüßte knapp zwei Drittel seiner Strafe.

Foto: Sven Hoppe/ picture alliance / dpa
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Uli Hoeneß
Der FC-Bayern-Präsident wurde im März 2013 vorläufig festgenommen. Der mit Fluchtgefahr begründete Haftbefehl wurde jedoch gegen fünf Millionen Euro Kaution außer Vollzug gesetzt, so dass Hoeneß nie in U-Haft musste. Bereits ein Jahr später wurde er in einem blitzartigen Prozess mit nur vier Verhandlungstagen schuldig gesprochen, mindestens 28,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben, und zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er kam nach Verbüßung der halben Haftzeit im Februar 2016 frei und wurde im November 2016 wieder zum FC-Bayern-Präsident gewählt.
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Foto: SVEN HOPPE/ AFP
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