Doktorarbeiten von Prominenten Wie Merkel, Gysi, Ratzinger zum Dr. wurden

Hausfriedensbruch und Kletterpflanzen: Welche Politiker einen Doktortitel tragen, wissen einige Eingeweihte. Aber worüber haben Merkel, Gysi oder Hofreiter promoviert? Und versteht man das? Testen Sie Ihr Wissen im Promi-Promotions-Quiz.
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Dr. Angela Merkel: Die Bundeskanzlerin hat in Leipzig Physik studiert und im Anschluss in Berlin promoviert. "Das war harte Arbeit, aber auch eine schöne Zeit", sagt die CDU-Politikern im Nachhinein über diese Zeit. Ihre Dissertation über Zerfallsreaktionen verstehen allerdings nur Eingeweihte – sie strotzt vor physikalischen Begriffen und Fachsprache.

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Merkel, geboren 1954, im Jahr 1982 vor dem Veitsdom auf der Prager Burg mit anderen Wissenschaftlern. 1986 wurde die Physikerin promoviert. Titel ihrer Arbeit: "Untersuchung des Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten auf der Grundlage quantenchemischer und statistischer Methoden".

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Dr. Gregor Gysi: Der Linke-Bundestagsfraktionsvorsitzende, geboren 1948, hat erst eine Ausbildung zum Facharbeiter für Rinderzucht gemacht und dann Jura studiert. 1976 promovierte er in der ehemaligen DDR. Seine juristische Doktorarbeit trägt den Titel "Zur Vervollkommnung des sozialistischen Rechts im Rechtsverwirklichungsprozess". Die Arbeit strotzt vor sozialistischer Ideologie.

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Gysi am 21. Dezember 1989 mit dem damaligen französischen Staatspräsidenten François Mitterand. Gysi war gerade zum Vorsitzenden der PDS gewählt worden.

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Dr. Edmund Stoiber: Wer den CSU-Politiker schon einmal reden gehört hat, weiß, dass Sprache nicht so wirklich seins ist. Bevor Stoiber in der Politik Karriere machte und 14 Jahre lang - von 1993 bis 2007 - Ministerpräsident von Bayern war, studierte er Politikwissenschaft und Jura. Im Jahr 1971 wurde Stoiber nicht nur 30 Jahre alt, sondern auch promoviert. Titel der Doktorarbeit: "Der Hausfriedensbruch im Lichte aktueller Probleme".

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Stoiber, 1978: Immer wieder fiel der CDU-Politiker durch sprachliche Ungelenkigkeit auf. So rief er einmal bei einer Veranstaltung dem Publikum zu: "Wenn heute eine Familie ein Kind bekommt, eine Frau mit ihrem Mann oder umgekehrt..."

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Prof. Dr. Joseph Ratzinger: 2005 wurde der deutsche Kardinal zum Papst gewählt, 2013 trat er freiwillig von dem Amt zurück. Vor seiner Kirchen-Karriere hatte Ratzinger, geboren 1927, bereits eine beachtliche wissenschaftliche Laufbahn hinter sich.

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1951 wurden Joseph Ratzinger (r.), sein Bruder Georg und 42 andere junge Männer in Freising zu Priestern geweiht. Kurz darauf, im Jahr 1953, wurde Ratzinger mit der theologischen Arbeit "Volk und Haus Gottes in Augustins Lehre von der Kirche" promoviert. Wenige Jahre später, mit 31 Jahren, wurde er Professor - und viele Jahre später Papst.

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Dr. Peter Ramsauer: Der CSU-Politiker und ehemalige Verkehrsminister studierte BWL in München und machte zudem nach alter Familientradition eine Lehre zum Müller. Ramsauer, geboren 1954, promovierte 1985 zu dem Thema "Wirtschaftliche Ziele und Effekte der Gebietsreform in Bayern".

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Ramsauers Dissertation - hier der Politiker im Jahr 1998 - liest sich recht sperrig. Ein Zitat: "Konkurrierende, komplementäre und indifferente Zielbeziehungen können sich – vorbehaltlich der folgenden Überprüfung – prinzipiell innerhalb der wirtschaftlich relevanten einerseits und weiteren Zielen andererseits und innerhalb der weiteren Ziele ergeben." Aha.

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Dr. Anton Hofreiter:: Der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion war recht unbekannt, bevor er im Oktober 2013 das prominente Amt übernahm. Vor seiner politischen Karriere studierte "Toni" Biologie in München und schrieb eine Doktorarbeit über Pflanzen, genauer gesagt über ein krautiges Gewächs namens Bomarea, das in Lateinamerika zu Hause ist.

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In seiner Doktorarbeit geht es um klimmende Kletterpflanzen - für die Wissenschaft riskierte Anton Hofreiter sogar seine Gesundheit: Einst schleppte er sich eineinhalb Tage lang mit gebrochenem Knöchel und kaputtem Wadenbein durch den peruanischen Dschungel, nachdem er sich auf einer Forschungsreise verletzt hatte.

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