Die Fed-Flüsterer Wer will die Zinserhöhung, wer warnt?

Die Fed könnte die Zinsen anheben - und eine Reihe Wirtschaftsgrößen halten mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg. Wer peitscht ein, wer mahnt? Eine Übersicht.
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Einer der prominenten Befürworter einer raschen Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed ist der Janus-Fondsmanager und ehemalige "Anleihekönig" Bill Gross. Nie um eine pointierte Formulierung verlegen, notierte des Janus-Fondsmanager: "Die Fed beginnt zu erkennen, dass Zinsen von 0 Prozent zunehmend negative Konsequenzen haben, ebenso wie positive." Das billige Geld führe dazu, "Zombie-Unternehmen" am Leben zu erhalten. Die größte Gefahr: Derzeit stehen die Zentralbanken in USA und Europa mit dem Rücken zur Wand und können im Fall ernsthafter Turbulenzen nicht mehr mit Zinssenkungen gegensteuern. Wer im Notfall Zinsen senken will, muss sie erst einmal erhöhen.

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Rick Rieder springt Bill Gross bei. Rieder ist einer der Anlagevordenker des Investment-Giganten Blackrock. "Das ist nicht das richtige Zinsniveau, wenn man auf das Wachstum der Wirtschaft schaut und worauf wir uns zubewegen", sagt Rieder.

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Her mit der Zinserhöhung, fordert auch Richard Fisher, freilich in wohlgesetzteren Worten. Er war Präsident der Fed von Dallas. "Ich sehe keinen Grund, warum irgendjemand sich eine Verschiebung über den September hinaus wünschen könnte", sagt Fisher. Die Gegner sehen dagegen viele Gründe ...

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Zu ihnen und damit zu den Mahnern zählt Larry Summers. "Das ist nicht die Zeit, sich zu bewegen", sagte der ehemalige Finanzstaatssekretär. "Aus China kommen echte Probleme auf uns zu."

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Zu den Mahnern zählt auch Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IMF). Bis 2016 solle Yellen mit diesem Schritt warten, riet sie. Die US-Wirtschaft sei einfach noch nicht ausreichend gesund.

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Auch Joseph Stiglitz ist skeptisch. Der Nobelpreisgewinner murrt: "Das ist nicht die Zeit, die Kreditvergabe zu erschweren und die Wirtschaft zu verlangsamen." Stiglitz lehnt sich noch weiter aus dem Fenster - es sei also ein "no brainer", also selbstverständlich, dass die Fed die Leitzinsen unverändert lasse.

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Eine Kernfrage ist also - wie robust steht die US-Wirtschaft da? Auf Hochglanz poliert, wie auf dem Bild die Häuserschluchten Manhattans suggerieren und die Freunde der Zinsanhebung annehmen. Oder ...

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... liegt noch zu vieles im Argen, wie das Bild eines verlassenen Hauses in Detroit nahe legt? Skeptiker bevorzugen diese Lesart.

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Sie muss sich entscheiden - Fed-Chefin Janet Yellen wird in der kommenden Woche die Schlagzeilen der Wirtschaftswelt bestimmen.

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