Siemens-Chaos Peter Löschers Pannenserie

Peter Löscher hat sich an zahlreichen Fronten verkalkuliert. Hinzu kommen gravierende technische Probleme in einzelnen Sparten. manager magazin online dokumentiert die Pannen-Serie des scheidenden Konzernlenkers.
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Peter Löscher hat sich an zahlreichen Fronten verkalkuliert. Hinzu kommen gravierende technische Probleme in einzelnen Sparten. manager magazin online dokumentiert die Pannen-Serie des scheidenden Konzernlenkers.

Foto: A3216 Peter Kneffel/ dpa
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Offshore-Windenergie: Die Stromerzeugung auf hoher See ist zu einer Domaine des Siemens-Konzerns geworden. So groß wie die Fortschritte auf dem Gebiet waren aber auch die Probleme unter Löschers Ägide. Verzögerungen bei der Erstellung von Offshore-Umspannplattformen haben dem Unternehmen zwischenzeitlich Verluste von einer halben Milliarde Euro eingebrockt. Löscher machte keinen Hehl daraus, dass das Unternehmen die Herausforderung unterschätzt habe. Zuletzt mangelte es an Folgeaufträgen für die Stahlkolosse.

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Solarsparte: Nicht zum Erfolg führen konnte Peter Löscher zudem die Solarsparte. Angesichts des rapiden Preisverfalls bei der Fotovoltaik brach der Markt für die von Siemens produzierten solarthermischen Kraftwerke ein. Der Konzern versucht die Sparte zu verkaufen, doch einen üppigen Erlös wird es wohl nicht geben. Verlust: etwa eine Milliarde Euro.

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Onshore-Windturbinen: Mehr Glück hatte Siemens bisher mit dem Bau von Windrädern. Jedoch brach im Mai der Flügel einer Anlage in Kalifornien ab - Siemens musste alle baugleichen Anlagen überprüfen. Laut Spiegel Online entstanden Kosten in Höhe von etwa 100 Millionen Euro.

Foto: Ocotillo Wind Turbine
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Gaskraftwerke: Trotz manchem Ärger mit den erneuerbaren Energien - vor allem in Europa boomt die Stromerzeugung mit Sonne, Wind und Co. Ärgerlich für Siemens: Das drückt den Strompreis und damit die Nachfrage nach effizienten Gaskraftwerken. Dabei könnten gerade diese den unsteten Stromfluss der regenerativen Quellen ausgleichen. Derzeit gibt es aus Europa aber praktisch keine Aufträge. Dabei hatte Löscher sehr auf die Technologie gehofft. Immerhin sind die Siemens-Turbinen in den USA gefragt.

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ICE-Produktion: Auch die Verkehrssparte macht Siemens Sorgen. Die 16 von der Deutschen Bahn bestellten ICE3-Züge kann der Konzern frühestens im April 2014 ausliefern. Dabei sind sie bereits seit fast zwei Jahren überfällig. Siemens sieht die Schuld bei den Genehmigungsbehörden - und hat doch den Schaden.

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