Decathlon greift an Die 10 größten Sportartikelhändler der Welt

Der Sportartikelmarkt boomt. Decathlon aus Frankreich greift an und hat die Zahl seiner Filialen in Deutschland binnen 5 Jahren verdoppelt. Ein Überblick.
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Der Sportartikelmarkt war noch vergleichsweise übersichtlich, als Adidas mit Tennisstar Anna Kournikova um Aufmerksamkeit warb. Inzwischen hat die Konkurrenz aufgerüstet - und die Frage lautet: Wer bringt weltweit die meisten Sneaker, Shirts und Ski unters Volk? Die Boston Consulting Group hat für manager magazin Daten gewälzt und die globale Top-10 der Sportartikelhändler zusammengestellt (nach Nettoumsatz 2015 und mit Wachstum zu 2014 in Prozent, währungsbereinigt).

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10. Sports Direct: 3,4 Mrd. Euro (+4%)

In die Top10 geschafft hat es Sports Direct. Gegründet 1982, verfügt Großbritanniens Marktführer heute weltweit über fast 700 Geschäfte. Um die Regale zu füllen, kaufte der Konzern immer wieder notleidende Sportmarken wie Slazenger, Dunlop, Everlast und Lonsdale auf. 2007 brachte Gründer Mike Ashley Sports Direct an die Börse. Zuletzt geriet die Kette mehrfach wegen ihrer Arbeitsbedingungen ins Gerede. Eine ganz andere Definition von Sport finden Kunden beim Neuntplazierten, ...

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9. Bass Pro Shops: 4,0 Mrd. Euro (+5%)

... der US-Kette Bass Pro Shops. Der Barsch in ihrem Logo verrät: Hier gibt es alles rund ums Jagen, Fischen und Campen. Die 1971 von John Morris in Springfield, Missouri, gegründete Kette kontrolliert mit ihren Mega-Stores den Outdoor-Markt in Teilen den USA. Im Oktober 2016 übernahm Morris den langjährigen Kontrahenten Cabela's für 5,5 Milliarden Dollar. Das dürfte seine Kette, sobald der Deal abgeschlossen ist, in die Top3 der umsatzstärksten Sporthändler der Welt hieven, und damit auch vorbei an ...

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8. Academy Sports +Outdoors: 4,2 Mrd. Euro (+15%)

... der US-Kette Academy. Die Ursprünge des Handelsriesen aus Houston, Texas, reichen bis ins Jahr 1938 zurück. Richtig groß wurde das Unternehmen aber erst ab den 1990er Jahren, als die Gründerfamilie Gochman vor allem in Texas immer größere Discount-Läden eröffnete. Zeitweilig verkaufte kein US-Händler mehr Cowboyhüte als Academy. Heute betreibt das Unternehmen, das seit 2011 vom Finanzinvestor KKR kontrolliert wird, 225 Geschäfte im Süden und Mittleren Westen der USA. Eine wahrhaft globale Marke rangiert dagegen auf Platz 7, und zwar ...

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7. Adidas: 4,2 Mrd. Euro (+10%)

... Adidas. Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach bei Nürnberg hat seit fast zwei Jahren einen wahren Lauf: Produkte mit den drei Streifen wie etwa der Retro-Schuh "Stan Smith" sind angesagt wie nie. Sogar in den USA bläst die Marke zur Aufholjagd gegen Platzhirsch Nike. Immer mehr seiner Shirts und Sneakers verkauft der Konzern selbst – ob online oder in eigenen Geschäften. Das führt zu einigem Verdruss bei den langjährigen Handelspartnern, die sich aber angesichts der Marktmacht von Adidas kaum wehren können. Groß ist der Ärger über die Retailoffensive von Adidas etwa bei ...

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6. Sport 2000: 5,5 Mrd. Euro (+5%)

... Sport 2000. Fast 4000 Fachhändler in 25 Ländern von Spanien über Norwegen bis in die Türkei haben sich in der Einkaufsgemeinschaft zusammengeschlossen, um in den Verhandlungen mit den großen Herstellern mehr rausholen zu können. Seine Größe ist die Stärke des Verbundes, die mangelnde zentrale Steuerung allerdings auch ein Nachteil. Zudem sind die Mitgliedshändler bunt gemischt: Neben Generalisten gibt es Experten für Outdoor, Running, Teamsport oder Golf. Das erschwert einen einheitlichen Auftritt der Marke. Diese Sorge kennt der Fünfplatzierte nicht ...

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5. Dick’s Sporting Goods: 6,6 Mrd. (+7%)

... Dick’s Sporting Goods. Mit gut 600 Geschäften ist die Handelskette in fast jedem der 50 US-Bundesstaaten vertreten. In ihrer Heimatregion an der Ostküste ist die Firma sogar Marktführer. DSK ist zwar längst börsennotiert, wird aber seit mehr als 30 Jahren von Edward Stack geführt, einem Sohn von Gründer Richard Stack. Dessen Spitznamen lautete einst wie? Richtig: "Dick". Während die Stacks ihrer Heimat geschäftlich treu blieben, hat eine andere US-Kette die Welt erobert ...

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4. Foot Locker: 6,7 Mrd. Euro (+4%)

... Foot Locker. Einst unter anderem Namen eine Filiale der untergegangenen Warenhauskette Woolworth, betreibt der börsennotierte Konzern heute fast 4000 Läden in 20 Ländern. Anders als Dick’s, Academy oder Bass Pro konzentriert sich Foot Locker auf relativ kleine Geschäfte in Top-Citylagen. Hierzulande ist Foot Locker gleich doppelt vertreten, seit die Kette 2013 den deutschen Konkurrenten Runners Point übernahm. In den Regalen von Foot Locker finden sich auch häufig Schuhe von ...

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3. Nike: 7,1 Mrd. Euro (+18%)

... Nike. Der größte Sportartikelhersteller weltweit ist mittlerweile auch der drittgrößte Händler in seiner Branche. Ebenso wie Adidas setzt Nike-Boss Mark Parker mehr und mehr auf den Eigenhandel. Die Ware wird immer selektiver verteilt: Besonders angesagte Sneaker gibt es oft nur direkt bei Nike; die anderen Händler haben das Nachsehen. Wenig ärgern dürfte das allerdings den zweitgrößten Händler der Welt ...

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2. Decathlon: 9,1 Mrd. Euro (+11%)

... Decathlon. Denn die französische Discount-Kette setzt vor allem auf Eigenmarken wie Quechua. Nur 20 bis 30 Prozent ihres Sortiments stammt von Brands wie Nike, Adidas oder Puma. Dafür deckt ein Decathlon-Geschäft fast jede denkbare Form der Leibesertüchtigung ab: vom Angeln übers Kicken und Campen bis hin zu Bogenschießen und – Ehrensache bei einer französischen Firma – Boule. Decathlon gibt es in gut 30 Ländern, in vielen ist die Kette Marktführer oder auf dem Weg dahin. Als einziger der reinen Händler reüssiert sie auch in China. Und sie expandiert so stark, dass sie wohl spätestens in diesem Jahr den langjährigen Weltmarktführer im Sporthandel von Tabellenplatz 1 verdrängen dürfte ...

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1. Intersport: 9,2 Mrd. Euro (+5%)

... Intersport. Die Fachhändler-Genossenschaft schließt fast 6000 Geschäfte in 65 Ländern zusammen. In Europa beträgt ihr Marktanteil rund 20 Prozent., in Deutschland ist er sogar noch größer. Aber wie Sport 2000 kämpft auch Intersport um einen gemeinsamen Markenauftritt seiner mehreren Tausend unabhängigen Fachhändler. Vor allem im Onlinegeschäft ist das ein Nachteil.

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