DFB-Pleite gegen Mexiko Der entzauberte Weltmeister

WM-Fehlstart für die deutsche Auswahl: Im ersten Gruppenspiel hat Titelverteidiger Deutschland gegen ein perfekt eingestelltes mexikanisches Team knapp verloren. Erst spät kam die DFB-Elf zu Chancen.
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Sieben Mal in Folge hatten deutsche Mannschaften ihre WM-Auftaktspiele gewonnen. Diese Serie ist am Sonntag im Moskauer Luschniki-Stadion gerissen: Das erste Gruppenspiel gegen Mexiko endete mit einem enttäuschenden 0:1 (0:1). Zu den schwächsten Spielern in einer schwachen deutschen Mannschaft gehörte erneut Mesut Özil.

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Die deutsche Innenverteidigung war unsortiert und überfordert: Jérôme Boateng und der ehemalige Leverkusener Javier Hernández ("Chicharito") im Kampf um den Ball.

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Der Matchplan der deutschen Mannschaft wurde früh offensichtlich: Ein Steilpass von Joshua Kimmich brachte Timo Werner in Schussposition, der Leipziger Angreifer verfehlte den langen Pfosten aus spitzem Winkel aber knapp (3. Minute). Fast alle Vorstöße der DFB-Elf liefen zunächst über die rechte Außenbahn.

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Die Kehrseite: Mexiko suchte nach Balleroberungen konsequent den Weg hinter den aufgerückten Kimmich. Manuel Neuer konnte nicht über Langeweile klagen. In der Startviertelstunde kam "El Tri" zu fünf Torabschlüssen.

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Mexiko war in der Anfangsphase der Partie etwas wacher. Raumaufteilung, Technik, Zug zum Tor - das Team aus Mittelamerika bereitete der deutschen Defensive zunächst große Probleme.

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Hirving Lozano und Jesús Gallardo bejubeln den mexikanischen Führungstreffer in der 35. Minute. Torschütze Lozano, der bei der PSV Eindhoven in den Niederlanden spielt, war nicht nur wegen seines Tores zum 1:0 einer der auffälligsten Akteure der ersten 45 Minuten: 93 Prozent Passquote in der gegnerischen Spielhälfte, dazu eine makellose Zweikampfbilanz.

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Sein Fuß war vor Turnierbeginn das große Thema gewesen, ursächlich für den schwachen Auftakt war er nicht: Manuel Neuer war beim Gegentor chancenlos.

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Auch nach der der Pause lief die deutsche Offensive vor allem über die rechte Seite. Der Unterschied: Das DFB-Team kam nun zu deutlich mehr Abschlüssen. (Torschussbilanz in der zweiten Hälfte: 18:3)

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Kimmich verpasste nach 65 Minuten in Folge einer Hereingabe von Boateng den Ausgleich artistisch per Fallrückzieher. Die Co-Produktion der beiden Bayern-Profis landete auf dem Tornetz. Wirklich zwingende Torchancen sprangen aber auch nach der Pause lange kaum heraus. Erst in den letzten Spielminuten gelang es der deutschen Mannschaft, den Druck noch einmal zu erhöhen.

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Auch Thomas Müller erwischte neben Özil einen rabenschwarzen Tag, an ihm lief das Spiel komplett vorbei. Der Ausgleich gelang aber trotz guter Chancen durch die eingewechselten Mario Gomez und Julian Brandt nicht mehr. Mexiko vergab sogar mehrfach die Gelegenheit, das Spiel per Konter vorzeitig zu entscheiden. Ein 2:0 oder 3:0 wäre gegen die überforderte Elf von Jogi Löw verdient gewesen.

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Und nun? Das erste DFB-Gruppenspiel lässt viele Fragen offen. "Wir haben keine Lösungen gefunden", sagte Toni Kroos nach dem Spiel. Am Samstag gegen Schweden wird sich das Löw-Team deutlich steigern müssen, um sich eine Chance auf das Weiterkommen zu bewahren.

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1986 war ein deutsches Team zuletzt nicht mit einem Sieg ins Turnier gestartet (damals 1:1 gegen Uruguay). Ein Trost: Die Mannschaft von Teamchef Franz Beckenbauer schaffte es in der Folge trotzdem bis ins Finale.

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"Ätsch!" Mexiko startet als Tabellenführer in die Gruppenphase. Schweden und Südkorea können am Montag im direkten Duell nachlegen.

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