Hauptstadt als Wirtschaftsfaktor Deutschland wäre ohne Berlin reicher

Hauptstädte verströmen Glanz und Pracht. Doch manchmal eben nur auf dem Papier. Denn so manches Land wäre unter dem Strich ohne seine Kapitale besser dran, ergibt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.
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Washington ist Macht, klar. Aber Wirtschaft? Offenbar mehr als gedacht. Denn ohne die US-Hauptstadt läge die Wirtschaftsmacht der Vereinigten Staaten um etwas mehr als 1 Prozent niedriger, errechneten die Forscher des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln mit Blick auf die G7-Länder.

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Rom - die ewige Stadt, Kostgänger oder Kraftwerk? Kraftwerk, wenn auch kein besonders vibrierendes. Denn um nur 2,8 Prozent wäre Italiens Wirtschaft ohne seine Hauptstadt schwächer.

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Tokio? Das ist Einkaufen auf der Ginza, sind Großkonzerne wie Toshiba & Co.. Mit anderen Worten - eine ganze Menge Wirtschaftskraft. Fiele Tokio aus, büßte die Ökonomie des Landes daher über 6 Prozent ein.

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London ist Großbritannien, heißt es immer wieder. Zumindest in Sachen Wirtschaft. Zum Ärger von Liverpool oder Manchester. Die Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft geben dem Volksmund nun Recht. Rechnet man die Hauptstadt aus dem Bruttoinlandsprodukt heraus, läge die Wirtschaftsleistung fast 13 Prozent niedriger.

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Paris: Die französische Hauptstadt gehört zu den Leistungsträgern des Landes - sogar im noch größeren Maße, als es in Großbritannien der Fall ist. Denn um über 17 Prozent geringer notierte das französische Bruttoinlandsprodukt ohne seine Hauptstadt.

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Athen: Selbst im krisengebeutelten Griechenland (zweifelsohne nicht Mitglied der G7) ist die Hauptstadt ein Wirtschaftsfaktor. Ohne sie ginge es dem Land 19 Prozent schlechter. Oder besser, läge die Wirtschaftslistung entsprechend niedriger.

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Berlin - arm, aber sexy, barmte einst ein Oberbürgermeister eben jener Stadt. Recht hat er, zeigt die Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Kön. Ohne Berlin wäre Deutschland fast 0,5 Prozent reicher. Oder genauer, die Wirtschaftsleistung läge entsprechend höher.

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Zugrunde gelegt wurde jeweils die Metropolregion, die Außenbezirke also eingerechnet. Für Berlin hat es dennoch nicht gereicht. Das "war ein bisschen eine Überraschung", sagt auch Henry Goecke vom Institut. "Wirtschaftlich gesehen, ist Berlin mehr oder weniger unwichtig, um es so direkt zu sagen." Immerhin, nicht nur Berlin.

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Ottawa: Ähnlich wie Berlin, ist auch die kanadische Hauptstadt eher eine Art Kostgänger der Wirtschaft. Um 0,2 Prozent wäre die Wirtschaftsleistung des Landes höher, gäbe es Ottawa nicht. Die Dame im Bild ist übrigens die Sängerin Carly Rae Jepsen.

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