Kursrutsch an der Börse Wie die deutschen Silicon-Valley-Rivalen dastehen

Der Kursrutsch an der Börse zerstört auch manche hochfliegenden Träume der Tech-Branche. Aber nicht alle. Die Performance bekannter deutscher IT-Aktien im Überblick.
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Das Symbol der Rakete sollte eigentlich auch dem Kursverlauf den Weg weisen. Doch die Aktie von Rocket Internet ist nicht einmal mehr halb so viel wert wie zum Börsengang 2014. In diesem Jahr ging es für Oliver Samwers Startup-Inkubator um 36,5 Prozent abwärts (Stand Donnerstag, 11. Februar, Xetra-Schluss). Das ist eine noch schlechtere Performance als die von Amazon. Rocket hat aber auch keine Gewinne in Sicht.

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Der Online-Händler Zalando dagegen, ebenfalls aus dem Hause Samwer, notiert weiterhin über dem Ausgabekurs. Viel fehlt allerdings nicht mehr, seit die Aktie 2016 um 27 Prozent abrutschte.

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Vergleichsweise unaufgeregt läuft das Geschäft für Reinhard Ploss' Halbleiterhersteller Infineon - einen Veteranen früheren IT-Börsenüberschwangs. Die einstige Siemens-Abspaltung wäre einmal fast pleite gegangen und schaffte dann mit der Konzentration auf Chips für die Autoindustrie ein sensationelles Comeback, im vergangenen Jahr zählte die Aktie zu den stärksten im Dax. Dieses Jahr jedoch fiel sie um bisher 22 Prozent.

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United Internet ist nicht nur vom Neuen Markt übriggeblieben, sondern einer der stillen Stars, die mit Diensten rund ums Netz tatsächlich solide Geld verdienen. Das E-Mail-Imperium aus dem Westerwald ist heute weit mehr wert als zu Nemax-Zeiten, aber schon wieder 19 Prozent weniger als zu Jahresbeginn - etwa im Gleichschritt mit dem TecDax.

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Während der direkte US-Rivale LinkedIn aufgrund schlechterer Geschäftsaussichten regelrecht abschmiert, steht das auf berufliche Kontakte ausgerichtete soziale Netzwerk Xing sogar ganz passabel da: Die Aktie verlor seit Neujahr 18 Prozent.

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Den Status der Deutschen Telekom als Tech-Konzern wird nicht jeder unterschreiben. Aber nach Jahren als langweiliger Versorger (auch der Aktionäre hinsichtlich der Dividende) ist mit Investitionen in die Netzinfrastruktur wieder Wachstumsfantasie drin. Nach zwischenzeitlichem Höhenflug notiert die T-Aktie allerdings wieder unter dem Ausgabekurs von 1996. Immerhin ist sie mit einem Minus von 14,5 Prozent auf Jahressicht stärker als die Silicon-Valley-Schwergewichte Apple und Alphabet (Ex-Google).

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SAP-Chef Bill McDermott ist gefragt, wie hier zum Selfie auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Der Walldorfer Konzern für Unternehmenssoftware findet allmählich einen Weg, sein hochprofitables Geschäftsmodell auch in die Cloud zu verlegen. Die Tage als wertvollste Aktie im Dax sind zwar gezählt, aber mit minus 11,5 Prozent im laufenden Jahr kann SAP sich mit den besseren Silicon-Valley-Aktien wie Facebook messen.

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Um moderate 8 Prozent ging es für Kuka abwärts. Zu Neue-Markt-Zeiten hätte man den Augsburger Roboterbauer, der im MDax gelistet ist, wohl noch unter dem Label Maschinenbau zur Old Economy gezählt. Heute aber regt gerade diese solide Technik Innovationsfantasien an. Und während Alphabet und Co. erst in neue Robotik-Hoffnungen investieren, zählt Kuka längst zu den Größen der Industrie.

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Ähnlich wie SAP residiert die Software AG in nüchternen Zweckbauten in der Rheinebene und zieht auskömmliche Margen aus dem Verkauf von Software an Unternehmen. Die Aktie der Darmstädter hielt sich 2016 bisher gegen den Trend: Sie verzeichnet 13 Prozent plus.

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