Das digitale Berlin So sieht die deutsche Start-up-Welt aus

Der Fotograf Andreas Lukoschek porträtiert deutsche Start-ups auf seiner Seite officedropin.com - ein Einblick in den Zeitgeist der Gründerszene.
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Der Motivationsspruch in Leuchtschrift hat Symbolkraft. "Wir halten den Zeitgeist innovativer Unternehmen und der Menschen dahinter fest", beschreibt der Fotograf Andreas Lukoschek den Anspruch seiner Seite Officedropin.com . Für die Rubrik "Hausbesuche" von Deutsche-Startups.de  hat Lukoschek hunderte Innenansichten junger Firmen gesammelt.

Foto: Andreas Lukoschek/officedropin.com
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Der Schriftzug stammt aus den Büros von Hello Fresh. Der Abo-Dienst für frische Lebensmittel und Kochrezepte verkörpert die Wünsche der Investoren, die in diesem Jahr einen großen Börsengang erwarten. Ende 2016 wurde die Firma mit zwei Milliarden Euro bewertet - und das war schon eine "Downround" gegenüber früheren Finanzierungsrunden mit höherer Bewertung.

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Das Maß der Dinge im digitalen Berlin ist Zalando, 2014 an die Börse gegangen, inzwischen profitabel und mit einer Marktkapitalisierung von rund zehn Milliarden Euro ausgestattet.

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Die mehr als 5500 Beschäftigten allein in Berlin, die mit dem Versand vor allem von Schuhen und Kleidung dem Handelsriesen Amazon Konkurrenz machen, verteilen sich auf drei Locations zwischen Mitte und Friedrichshain. Dort ist auch Platz für Fotoshootings der Versandware. Ein neuer Campus an der Spree soll 2018 fertig werden.

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Im Altbezirk Prenzlauer Berg, wo Zalando früher residierte, fanden neue Firmen ein Zuhause. Der Amerikaner Gary Lin zog mit der Zentrale seines Mobilvermarkters Glispa 2008 ins hippe Berlin. Nach dem Verkauf an die britische Market Tech Holdings plant er groß.

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700 bis 800 Beschäftigte will Glispa in dem alten Umspannwerk unterbringen. Der Old-Economy-Charme der alten Schaltzentrale unterstreicht den Anspruch der Gründer. In Berlin entsteht die digitale Zukunft aus Ruinen.

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Besonders leicht wirkt die Atmosphäre in den 1400 Quadratmetern von Amorelie. Gründerin Lea Sophie Cramer fand eine Marktlücke im Versand von Sexspielzeugen ohne den Ruch der Schmuddelecke.

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Dieser begrünte Konferenzraum heißt "Eden". Der Medienkonzern ProSiebenSat1 hat drei Viertel der verbotenen Frucht Amorelie probiert.

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Das Schlagwort "Fintech" hat in den vergangenen Jahren vor allem Banken aufgeschreckt. Firmen, die mit neuen Techniken die Finanzbranche aufmischen, docken inzwischen meist bei den etablierten Konzernen an. Doch es gibt auch Angreifer wie die Solarisbank.

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Mit eigener Banklizenz bietet das Start-up aus dem Haus Finleap Dienste für andere Fintech-Firmen an. Typische Start-up-Utensilien wie Tischtennisplatte oder Tretroller füllen das Büro mit Blick auf die Berliner Museumsinsel - und das Selbstbewusstsein.

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An Selbstbewusstsein mangelt es auch nicht Vincent Stalf, der N26 als "führende mobile Bank in Europa" gegründet hat. Prominente Investoren wie Peter Thiel oder Li Ka-Shing und der Springer-Verlag pushen das rasante Wachstum der Firma aus der Rocket-Internet-Schule.

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Ende 2016 meldete N26 300.000 Kunden - auch wenn es zwischenzeitlich Aufregung um serienweise Kündigungen gab. Der Code auf dem Fußboden stellt vermutlich keine Sicherheitslücke dar.

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Berlin führt mit weitem Abstand, aber auch andere deutsche Städte haben beachtliche Start-up-Substanz. Von München aus steuert Scout24 mit mehr als 1000 Beschäftigten eine der großen Traffic- und Umsatz-Maschinen im deutschsprachigen Netz.

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Die Online-Marktplätze, beispielsweise für Autos oder Immobilien, erfassen Deutschland bis ins Detail. Scout 24 gehörte zeitweise der Deutschen Telekom und ging über den Finanzinvestor Hellman & Friedman 2015 an die Börse.

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In Düsseldorf haben drei Studienkollegen mit der Hotel-Metasuchmaschine Trivago eine Firma gegründet, die seit Ende 2016 an der New Yorker Nasdaq-Börse notiert ist und die niederländische Expedia-Gruppe als Ankeraktionärin hat - eine Macht in der Touristikbranche.

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Trotz der globalen Reichweite konzentriert sich Trivago auf den Standort Düsseldorf. Am Medienhafen entsteht ein neuer Campus für 3000 Mitarbeiter. Die bisherigen Büros haben bereits internationales Flair (im Bild von 2014 ein brasilianisches Team).

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Präsent ist die Welt auch im Besprechungsraum von DeliveryHero. Der Schwede Niklas Östberg hat Berlin zur Schaltzentrale für Essensbringdienste gemacht. Am 30 Juni ging Delivery Hero zum Ausgabepreis von 25,50 Euro an die Börse. Das Unternehmen erlöste damit rund 1 Milliarde Euro und wurde auf Basis des Ausgabepreises mit 4,4 Milliarden Euro bewertet. Es ist der größte Tech-IPO seit Rocket Internet und Zalando im Herbst 2014. Zum Bösendebüt schwankten die Aktien von Delivery Hero jedoch stark und fielen zeitweise unter den Ausgabepreis.

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Das Unternehmen, an dem auch Rocket Internet beteiligt ist, strebt in diesem Jahr an die Börse - mit einer Bewertung um die drei Milliarden Euro. "Tiefstapeln und dann die Erwartungen übertreffen", sagte Östberg dem manager magazin.

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Wer kleiner anfängt, geht erst zu Risikokapitalgebern. Mit Venture-Capital-Größen des Silicon Valley kann Berlin nicht mithalten, aber auch im Büro von B to V tritt der Börsenbulle auf.

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Zudem zeigen sich die Geldgeber in etwas gediegenerem Retro-Ambiente. Mal etwas anderes als ein Industrieloft.

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Experimentell geht es in den Start-ups selbst zu, und Whiteboards wie die von Babbel zeigen das auch.

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Die bereits 2007 gegründete Sprachlernplattform ist bis heute im Wesentlichen von den Gründern kontrolliert. Babbel beschäftigt inzwischen mehr als 400 Mitarbeiter und expandiert von Berlin aus beispielsweise in die USA.

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Selbstgemachtes wird auf Dawanda nicht nur verkauft, sondern schmückt auch das Berliner Büro.

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Auch die Dawanda-Macher steuern das Wachstum auf einige Millionen Nutzer von Berlin aus. Die GmbH gehört inzwischen mehrheitlich den US-Investoren Insight Venture.

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Komplett verkauft ist hingegen Plista: an den Werbekonzern WPP. Das kunterbunte Büro bleibt natürlich in Berlin. Weltweit beschäftigt Plista mehr als 200 Menschen.

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Plista sieht sich als Pionier des Native Advertisings, das Werbung in Online-Medien weniger störend wirken lassen und so erfolgreicher machen soll.

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Zur Start-up-Welt gehören auch Räume für Gründer, die sich noch keine eigenen Büros leisten können. Mindspace aus Israel gehört zu den großen Anbietern von Coworking-Spaces.

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Auf dekorativ an der Wand hängende Fahrräder und Plüschsessel müssen die Gründer nicht verzichten. Eine Garage wäre im digitalen Berlin ein eher untypischer Ort.

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Eine opulente Küche zur Selbstbedienung ist elementarer Bestandteil der Start-up-Kultur - so wie bei Wooga, einem Entwickler von Spielen für mobile Geräte.

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Wooga zog als Vorzeige-Start-up auch schon den Besuch der Bundeskanzlerin an. Sie kam wohl nicht nur wegen des Blicks von der Dachterrasse. Mehr Bilder finden Sie unter Officedropin.com .

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