Groß frisst klein Immobilienfirmen im Übernahme-Check

Die Konsolidierung in der Immobilienbranche könnte nach den Wohnungsfirmen nun auch die Gewerbeimmobilienspezialisten erfassen. manager magazin online zeigt, die möglichen Käufer und Kaufobjekte.
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Alstria Office Reit (im Bild: Mundsburg-Center in Hamburg, aus dem Alstria-Bestand):

Marktsegment: Büroimmobilien in Deutschland
Vorstand: Olivier Elamine, Alexander Dexne
Bestand: 75 Gebäude im Gesamtwert von 1,6 Milliarden Euro
Aktionäre: 96 Prozent Streubesitz, 4 Prozent CNP Assurances
M&A-Status: Hat ein Übernahmeangebot für DO Deutsche Office abgegeben und befindet sich auf Wachstumskurs. Eher Käufer als Kaufobjekt.

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Fair Value Reit (im Bild: ein Objekt in Neumünster):

Marktsegment: Deutsche Gewerbeimmobilien
Vorstand: Frank Schaich
Bestand: 41 Immobilien in acht Bundesländern, Gesamtwert: rund 270 Millionen Euro
Aktionäre: 21,7 Prozent Obotritia Capital, 5,7 Prozent Ennismore Fund, 0,6 Prozent eigene Aktien, rund 72 Prozent Streubesitz
M&A-Status: Möglicherweise auf Akquisitions-Ausschau. Dafür spricht Marktbeobachtern beispielsweise der Einstieg des umtriebigen Immobilienmanager Rolf Elgeti als Aufsichtsratschef Anfang dieses Jahres.

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Patrizia (im Bild: Patrizia-Objekt "Pressestadt" in München):

Marktsegment: Wohn- und Gewerbeimmobilien in Europa
Vorstand: Wolfgang Egger, Arwed Fischer, Klaus Schmitt
Bestand: Europaweit 15,5 Milliarden Assets under Management
Aktionäre: 51,6 Prozent First Capital Partner (zu CEO Wolfgang Egger gehörig), 3 Prozent Union Investment, 3 Prozent WA Holdings, 32,9 Prozent institutionelle Investoren, 9,4 Prozent Privataktionäre
M&A-Status: Greift bei passender Gelegenheit zu und baut sein Portfolio stetig aus. Kann schon aufgrund der Aktionärsstruktur ungewollt kaum übernommen werden.

Foto: Patrizia
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Deutsche Immobilien Chancen (im Bild: neues Projekt Opera Offices NEO in Hamburg):

Marktsegment: Gewerbeimmobilien in Deutschland
Vorstand: Ulrich Höller, Sonja Wärntges, Rainer Pillmayer, Johannes von Mutius
Bestand: managt zurzeit rund 230 Objekte im Wert von 3,3 Milliarden Euro
Aktionäre: 33,2 Prozent Deutsche Immobilien Chancen-Gruppe, 66,8 Prozent Streubesitz (darin: 5,1 Prozent solvia, 4,8 Prozent RAG Stiftung, 3,1 Prozent Asset Value Investors)
M&A-Status: Auf Expansionskurs, eher Käufer als Kaufobjekt

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Deutsche Euroshop (im Bild: Allee-Center in Magdeburg):

Marktsegment: Shoppingcenter in Deutschland und Europa
Vorstand: Claus-Matthias Böge, Olaf Borkers, Wilhelm Wellner
Bestand: 19 Einkaufscenter in Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn, Gesamtwert: 3,9 Milliarden Euro.
Aktionäre: 16 Prozent Familie Otto, 4,1 Prozent Blackrock, 24,3 Prozent private Investoren, 52,6 Prozent Institutionelle Investoren, 3 Prozent Hertie Stiftung
M&A-Status: Muss sich im Wettbewerb mit Unibail Rodamco behaupten, dem Branchenriesen aus Frankreich. Könnte Experten zufolge weiter an Größe zulegen. Als Übernahmekandidat wohl aufgrund der Aktionärsstruktur eher uninteressant.

Foto: Deutsche EuroShop
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Hamborner (im Bild: ein Objekt in Bad Homburg):

Marktsegment: Gewerbeimmobilien in Deutschland
Vorstand: Rüdiger Mrotzek, Hans Richard Schmitz
Bestand: Das Immobilienportfolio besteht derzeit aus rund 70 Objekten und hat einen Verkehrswert von etwa 720 Millionen Euro Aktionäre: 78,4 Prozent Streubesitz, 9,1 Prozent RAG Stiftung, 4,6 Prozent Prof. Siegert (Düsseldorf), 4,8 Prozent Belfius Insurance, 3,1 Prozent BNP Paribas Investment
M&A-Status: Möglicher Übernahmekandidat, Beobachtern zufolge aber schwierig, weil das Management bislang so gute Arbeit leiste, dass das Unternehmen eigenständig attraktiver erscheine.

Foto: Hamborner Reit
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Bei den Wohnimmobilienunternehmen ist die Übernahmewelle bereits im vollen Gange. Besonders aktiv ist Marktführer Deutsche Annington, die erst vor wenigen Tagen den milliardenschweren Kauf der Südewo bekanntgab. Eine Übersicht der größten Wohnimmobilienfirmen in Deutschland - sprich: Vermieter - finden Sie hier.

Foto: Deutsche Annington
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