Detroit Auto Show Womit Audi, BMW, Mercedes punkten, wie Japaner und Amerikaner kontern

Zu Jahresbeginn trifft sich die Autobranche traditionell in Motown. Auf der Detroit Auto Show zeigen die Hersteller bis zum 25. Januar Neuheiten, die gerne etwas kräftiger ausfallen - bei den deutschen Marken ebenso wie bei der Konkurrenz aus den USA und Japan. Die wichtigsten Premieren im Überblick.
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VW-Studie Cross Coupé GTE: Eine Geländewagen-Offensive soll VW in den USA aus dem Absatz-Tief führen. VW enthüllte in Detroit ein sogenanntes Midsize-SUV auf Basis des modularen Querbaukastens MQB. Die Serienvariante des Fünfsitzers soll im nächsten Jahr vorgestellt werden, auf den US-Markt kommt der Wagen voraussichtlich 2016. Das Messemodell bietet 360 PS auf, die in den Plugin-Hybriden aus einem 3,6-Liter-V6-Benziner sowie sowie zwei Elektromotoren stammen. Rund 32 Kilometer lassen sich rein elektrisch bewältigen.

Foto: Volkswagen
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Audi Q7: Audi präsentierte in Detroit die zweite Generation des Q7. Der SUV ist etwas kompakter als das Vorgängermodell. Als 3.0 TDI ist es außerdem 325 Kilogramm leichter geworden als das bisherige Auto. Den Wagen wird es mit einem Plug-in-Hybridantrieb mit 373 PS geben, dessen Durchschnittsverbrauch mit einer vollgeladenen Batterie laut Hersteller nur 1,7 Liter je 100 Kilometer beträgt. Die Akkuladung reicht für maximal 56 Kilometer rein elektrisches Fahren, danach dürfte der Spritverbrauch extrem von den 1,7 Litern abweichen.

Foto: Audi
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Porsche Cayenne Turbo S: Dicke Dinger gibt es auf der Detroiter Automesse häufig zu bewundern. Doch bei SUVs geht immer noch ein bisschen radikaler, wie Porsche mit der Neuvorstellung des SUV-Modells Cayenne Turbo S in Detroit beweist. Dessen überabeiteter 4,8-Liter-V8-Biturbomotor leistet nun 570 PS. Damit spurtet der Wagen in 4,1 Sekunden von 0 auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 284 km/h. In Deutschland wird das Auto ab dem Frühjahr zu einem Preis von 166.696 Euro angeboten.

Foto: Porsche
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Mercedes GLE Coupé:Zweite wichtige Gattung auf der Messe sind die Crossover-Modelle. Mercedes drängt mit dem neuen GLE Coupé in diese Nische - und eifert so der Konkurrenz von BMW nach, konkret dem Modell X6. Das in Detroit debütierende GLE Coupé wirkt ähnlich bullig und aufgeblasen wie das Münchner Vorbild und wird auch dementsprechend motorisiert angeboten. Zur Wahl stehen ein Diesel mit 258 PS sowie zwei Benziner mit 333 oder 367 PS. Gebaut wird der gepimpte Ableger der M-Klasse im US-Werk von Mercedes in Tuscaloosa.

Foto: Daimler
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Toyota Tacoma: Pickup-Trucks verkaufen sich derzeit bestens in den USA. Deutsche Hersteller trauen sich aber nicht in diese Kategorie - anders als die japanische Konkurrenz. Doch über Toyotas neuen Midsize-Pickup ist noch wenig bekannt. Erste Fotos zeigen eine neue Front und ein wenig mehr Chrom-Zierrat als beim seit 2005 gebauten Vorgänger. Es wird spekuliert, dass die Japaner mit der neuen Modellgeneration den nur in Nordamerika verkauften Tacoma mit dem auch hierzulande verkauften Hilux zusammenlegen werden.

Foto: Toyota
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Nissan Titan: Die Konkurrenz von Nissan kann auch mächtig - der japanische Hersteller hat den wuchtigen Pick-up Titan renoviert. Der seit 2004 ausschließlich mit V8-Benziner angebotene Pritschenwagen wurde jetzt in Detroit mit zwei neuen Motoren vorgestellt. Einmal mit einem sparsameren V6-Aggregat sowie mit einem 5-Liter-V8-Turbodiesel mit einer Leistung von 310 PS. Vor allem letzterer soll dem Wagen eine Ausnahmestellung auf dem US-Markt bescheren.

Foto: MARK BLINCH/ REUTERS
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Volvo S60 Cross Country: Offroad-Einsatz bedingt ja, fette Optik und dicke Motoren nein: Der schwedische Hersteller Volvo zeigt in Detroit erstmals das Modell S60 Cross Country - und damit zugleich die erste Limousine im SUV-Stil. Die Bodenfreiheit des Autos wurde gegenüber dem normalen S60 um 6,5 Zentimeter angehoben. Als Motorisierungen sind ein 2-Liter-Diesel mit Frontantrieb sowie ein 2,4-Liter-Diesel mit Allradantrieb vorgesehen. Der Wagen wird in Deutschland voraussichtlich ab April dieses Jahres angeboten.

Foto: Volvo
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Ford GT: Doch was wäre eine Automesse ohne Supersportwagen. Die Überraschung kommt diesmal von einem der "Big Three". Ford hat die Rennsportikone GT, die in den Sechzigerjahren mehrfach Ferrari düpierte und viermal in Folge in Le Mans gewann, erneut wiederbelebt. Das jetzt in Detroit vorgestellte Auto ist ein Leichtbaumodell aus Aluminium und Karbon mit einem 3,5-Liter-V8-Motor und einer Leistung von mehr als 600 PS. Im nächsten Jahr soll die Serienproduktion beginnen.

Foto: Tom Grünweg
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Acura NSX: Honda beglückt Fans extremer Sportwagen mit einer Neuauflage des 2005 eingestampften Straßenrenners NSX, der in den USA unter Hondas Nobelmarke Acura verkauft wird. Die Japaner setzen bei der Mittelmotor-Flunder auf einen Hybridantrieb, der über 500 PS auf die Straße bringen soll. Die Auslieferung des Boliden beginnt noch 2015.

Foto: Honda
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Lexus GS F: Viel Kraft kann man in den USA auch unter etwas unauffälligerer Hülle kaufen. Die zu Toyota gehörende Marke Lexus stellte in Detroit eine neue Hochleistungslimousine vor. Unter der Haube des Lexus GS F sitzt ein 5-Liter-V8-Saugmotor mit 473 PS. Der Motor kann im Otto- sowie im verbrauchssenkenden Atkinson-Zyklus betrieben werden; als Getriebe kommt eine Achtgangautomatik mit manuellem Schaltmodus zum Einsatz.

Foto: Lexus
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BMW M6 Coupé: BMW hält hier mit aufgebrezelten Versionen der M GmbH gegen - im Bild das M6 Coupé. Optional gibt es für diese Autos neue Möglichkeiten der Lederaustattung, neue Schmuckteile aus Schwarzchrom sowie neue Lackfarben. Unter der Haube steckt ein 4,4-Liter-V8-Turbomotor mit einer Leistung von 560 PS, der laut BMW mit einem Durchschnittsverbrauch von 9,9 Liter je 100 Kilometer klarkommt.

Foto: BMW
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BMW 6er Gran Coupé: Es geht auch PS-schwächer - ein wenig, zumindest: Luxus, Komfort und voluminöse Motoren sind die wesentlichen Merkmale der überarbeiteten 6er-Baureihe, die BMW erstmals in Detroit zeigte. Als Motorisierungen stehen zwei Benziner mit 320 und 450 PS sowie ein Dieselaggregat mit 313 PS zur Wahl. Generell ist ein Achtgangautomatikgetriebe an Bord. Sämtliche Varianten gibt es nicht nur mit Heck-, sondern auch mit Allradantrieb.

Foto: BMW
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Buick Avenir: Apropos Oberklasse: Die GM-Marke Buick enthüllte auf der Autoshow in Detroit die Studie Avenir. Das Konzeptauto einer eleganten Limousine soll zeigen, wie ein künftiges Topmodell des Herstellers aussehen könnte. Die Form könnte durchaus auch für Europa interessant sein - denn Buick ist schon heute bei einigen Modellen eng mit GMs europäischer Tochtermarke Opel verbunden.

Foto: Carlos Osorio/ AP/dpa
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Infiniti Q60 Concept: Die Nissan-Marke Infiniti zeigte in Detroit die Studie eines wuchtigen Sportcoupés. Sie gibt einen Ausblick auf einen möglichen BMW 4er-Konkurrenten. In dem Konzeptauto werkelt ein neuentwickelter 3-Liter-V6 mit Doppelturbo. Sollte das Auto 2016 in Seire gehen, wird es wohl einen Hybridantrieb bekommen - und ein paar Motoren aus der Palette von Infinitis Kooperationspartner Mercedes.

Foto: REUTERS
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BMW 6er Cabrio: Doch in Detroit standen auch ein paar luftigere Premieren an. Etwa bei BMW: Seit der Einführung des 6er Cabrios im März 2011 wurden knapp 80.000 Exemplare weltweit verkauft, nun fuhren die Bayern das renovierte Cabriolet vor. Beibehalten wurde das Stoffverdeck des Viersitzers mit einer Glasheckscheibe, die sich separat öffnen lässt.

Foto: BMW
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Buick Cascada: Die GM-Marke Buick hält hier mit dem ersten Cabrio der Marke seit 25 Jahren gegen. Name und Form kommen deutschen Autofans bekannt vor - tatsächlich ist das Auto nichts anderes als Opels jüngstes Cabrio gleichen Namens. So ist das eben in Großkonzernen. Immerhin sorgt das hoffentlich für eine bessere Auslastung des polnischen Opel-Werks, in dem bald auch der Frischluft-Buick vom Band rollt.

Foto: REUTERS
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Mini John Cooper Works: Auf der Auto Show in Detroit enthüllte Mini die stärkste Variante des neuen Modells, den John Cooper Works. Unter der Haube sitzt ein 2-Liter-Vierzylinder-Turbomotor mit 231 PS - das stärkste bislang bei Mini angebotene Serientriebwerk. Als Durchschnittsverbrauch gibt der Hersteller 6,7 Liter je 100 Kilometer an.

Foto: Mini
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Chevrolet Bolt: Es geht auch in den USA kleiner, leiser - und viel emissionsärmer: Die GM-Marke Chevrolet zeigte in Detroit erstmals die Studie eines Elektroautos namens Bolt. Wie es am Rande der Weltpremiere hieß, könnte der Wagen im Jahr 2017 zu einem Preis von rund 30.000 Dollar auf den Markt kommen. Die Reichweite soll nach Herstellerangaben bei 320 Kilometer liegen.

Foto: General Motors
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Chevrolet Volt: Den Weg in die automobile, abgasarme Zukunft will Chevrolet auch mit einem Plugin-Hybriden schaffen. GM-Chefin Mary Barra stellte in Detroit die zweite Generation des Teilzeit-Elektroautos Chevrolet Volt vor (auf Generation eins des Wagens basierte Opels Ampera ). Der neue Volt hat eine 30 Prozent stärkere Batterie an Bord, die rund 80 Kilometer rein elektrisches Fahren ermöglicht. Wie schon sein Vorgänger verfügt der Volt weiterhin über einen Benzinmotor als Reichweitenverlängerer.

Foto: REBECCA COOK/ REUTERS
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