Der perfekte Anzug 30 Stiltipps von Giorgio Armani persönlich

Nackt unterm Jackett? Wieso keine Armbanduhr zum Smoking und keine Sportuhr zum Anzug? Trennt man Taschennähte auf? Großmeister Giorgio Armani über seine wichtigsten Codes der Eleganz und Regeln für den Gentleman 2.0 – exklusiv für das Manager Magazin.
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Betrachten Sie sich einmal ausgiebig im Spiegel, von jeder Seite: Ein Anzug soll sich ihrer Figur anpassen, niemals umgekehrt. Nur Sie können das beurteilen und dementsprechend Ihre Ansprüche geltend machen.

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Suchen Sie sich einen Anzug mit ganz simpler Linien- und Schnittführung und natürlicher Konstruktion; er wird Jahre halten und sich im Laufe der Zeit an ihren Körper anpassen.

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Eine Weste als Stilaccessoire sorgt für Aplomb. Speziell bei formellen Anlässen.

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Einen Anzug kann man mit oder ohne Krawatte tragen; keine Pflicht. Das hängt nur vom Anlass ab. Wenn man das Hemd ohne Krawatte trägt, empfiehlt sich ein kleiner Kragen.

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Ein Hemd ist der auserwählte Partner zu einem Anzug. Falls Sie T-Shirts bevorzugen, die gehen am besten mit sogenannten dekonstruierten Anzügen, also solchen ohne Polster, Futter und Ausstattungs-Schnickschnack. Der Fachbegriff dafür heißt dégagé.

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Wenn man die Krawatte weglässt gilt: Der Hemdkragen darf nie die Revers überlappen. Die 1970er sind längst vorbei.

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In dieser Saison schlage ich vor: ein Blouson-Hemd zum Anzug, eins ohne Kragen oder ein Pyjama-Hemd, um Klasse ein Ideechen Exzentrisches zu geben. Hemden in Nadelstreif zeigen einen leicht exzentrischen Touch, perfekt für die anspruchsvollsten formellen Anlässe.

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Der Mix-und-Match-Anzug könnte eine coole Alternative sein, also Jackett und Hosen aus unterschiedlichen Materialien in gleicher Farbe - besonders chic!

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Ein eng geschnittener Anzug signalisiert eine "lean and mean"-Allure; der coole Effekt ist allerdings beim Teufel, wenn der Anzug zu hautnah und kneifend eng geschnitten ist. Nur tragen, wenn Sie einen durchtrainierten und athletischen Körper haben.

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Selbst wenn Sie athletisch gebaut sind: Slim fit sollte man nie übertreiben, das Jackett sollte nicht so eng sein, dass sich die Nähte dehnen und dass es Falten schlägt; die Hose darf nicht zu kurz sein.

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Das Jackett kann geschlossen oder offen getragen werden, aber immer mit Haltung und Nonchalance - wenn man sich hinsetzt, öffnet man immer die Knöpfe.

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Die Hosen sollten den Rist der Schuhe leicht berühren. Aufschläge sind ok, aber keinesfalls am Abend.

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Die Länge des Jacketts ist eine kniffelige Sache; sie erfordert Augenmerk. Zu lang macht es mühselig und beladen aussehend und alt. Zu kurz sieht man damit albern und affig aus. Immer wieder überprüfen und beim Schneider ändern lassen.

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Maßgeschneidertes sitzt absolut perfekt, vor allem, wenn es kleine Unregelmäßigkeiten wie schiefe Schultern etc. zu kaschieren gilt. Faustregel: Zwischen zugeknöpftes Jackett und Brust sollte immer eine Faust passen. Nicht mehr, nicht weniger.

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Ärmel enden exakt am Handgelenk. Ein Zentimeter der Manschette blitzt hervor.

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Schnürschuhe, ein schlichter Gürtel und eine klassische Armbanduhr sind die einzigen Accessoires, die man zu einem Anzug tragen sollte. Sportuhren gehören ins Gym.

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Ein Einstecktuch gibt den Gentleman-Touch. Farbempfehlung: Aus der gleichen Palette wie die Krawatte, jedoch mit unterschiedlichem Muster.

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Der Inbegriff der Eleganz: ein weißer Anzug im Sommer. Wagen Sie es nicht einen zu tragen, bevor Sie sich dafür nicht reif fühlen!

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Ein Jackett, auf nackter Haut getragen ist die blanke Provokation; wenn man es lässig tut, ist das speziell im Sommer eine hervorragende Idee.

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Das ideale Feeling stellt sich ein, wenn man einen Anzug wie ein Jogging-Outfit trägt: Er sollte die eigenen Bewegungen mitmachen und nicht behindern oder einschränken. Weich fallende Hosen zu einem scharf geschnittenen Jackett machen immer eine elegante Silhouette.

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Freilich sollte ein Anzug die Ewigkeit überdauern. Er braucht aber ständig Nachbesserung und Pflege. In der Männermode machen schon Millimeter den großen Unterschied.

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Basis meines Stils ist immer Praktikabilität: Deshalb sind die Anzugtaschen nie zugenäht, so dass es nicht die Silhouette zerstört, wenn man etwas hineinsteckt. Zugenähte Taschen immer auftrennen.

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Allzeit bereit: Jeder Mann sollte unbedingt mindestens einen Smoking im Kleiderschrank haben; perfekt für jede Art Roter-Teppich-Gelegenheit und ähnlich festlichen Anlässen. Natürlich nie im Büro.

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Einen Smoking trägt man nur, wenn es ausdrücklich auf der Einladung steht oder gewünscht ist: Black tie ist der code. Andernfalls fühlt man sich voll daneben. (Dieses und die folgenden Bilder: Evening capsule collection von Armani)

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Die klassische Smokingfarbe ist schwarz, aber man sollte eine dunkelblaue Variante in Betracht ziehen – das ist die absolute Eleganz. Deshalb habe ich einen für meine Evening Capsule Collection kreiert.

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Ein Smoking verlangt nach kontrastierenden Details. Ich empfehle Satin, Rips oder Samt, je nach persönlicher Vorliebe.

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Den elegantesten Look geben strukturierte Tuche und Stoffoberflächen mit Textur.

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Das Hemd muss makellos sein, ob mit oder ohne Diplomaten-Kragen. Es steht frei, den Smoking mit Fliege oder Krawatte zu tragen.

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Ohne viel Tamtam kann man einen Smoking auch etwas herunter tunen: Mit klassischen statt Lack-Schuhen. Sneakers überlassen Sie aber besser den Rockstars.

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Zu einem Smoking trägt man keine Armbanduhr, sondern eine Taschenuhr: Bei Nacht fließt die Zeit anders dahin.

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