Fallhöhe der Börsen So viel haben Dow und Dax noch zu verlieren

Der Kursrutsch in den USA ist längst nicht so dramatisch, wie er scheint. Im Gegenteil: Falls Anleger ihre Gewinne der vergangenen 12 Monate in Sicherheit bringen, könnten die Indizes noch stärker fallen.
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Eigentlich ist noch gar nichts passiert: Der Dow Jones hat binnen drei Handelstagen lediglich die Gewinne abgegeben, die er seit Beginn des noch jungen Börsenjahres 2018 aufgebaut hatte. Anleger, die vor 12 Monaten in den Dow-Jones-Index investiert hatten, haben noch immer (in Dollar) Kursgewinne von rund 20 Prozent in ihrem Depot stehen. Damit bleibt auch nach dem "Flash-Crash" von Montag Abend die Versuchung groß, Geld in Sicherheit zu bringen. Auf Dreijahressicht notiert der Dow noch 35 Prozent im Plus.

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Zeitweise sackte der Dow am Montag Abend um rund 1600 Punkte ab. Es war der in Punkten größte Verlust, den der US-Leitindex bislang jemals erlebt hat. Die extrem hohen Schwankungen an den Börsen bergen das Risiko, dass automatisierte Handelssysteme und risikobasierte Investmentfonds weiter verkaufen, um ihre Risikoquote bei hoher Volatilität weiter zu senken. Die Neigung, die Gewinne der vergangenen goldenen Aktienjahre zu sichern, dürfte auch bei Tech-Investoren an der Nasdaq recht ausgeprägt sein ...

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Nasdaq: Der Nasdaq 100 Index, der die 100 wichtigsten US-Techwerte versammelt, notiert selbst nach dem jüngsten Kursrutsch immer noch um 25 Prozent über dem Niveau von Februar 2017. Auf Sicht von 3 Jahren haben Nasdaq-Investoren (in Dollar) 50 Prozent Gewinn erzielt. Dies sorgt einerseits für Gelassenheit, wenn es wie derzeit mal 5 oder 6 Prozent nach unten geht. Dauert die Korrektur jedoch an, gibt es auch an der Nasdaq noch viele potenzielle Verkäufer, die Geld in Sicherheit bringen wollen. Beim marktbreiten S und P 500 Index stehen noch 15 Prozent Gewinn seit Februar 2017 zu Buche.

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Dax: Der deutsche Leitindex hinkt der Rally an den US-Börsen deutlich hinterher. Dies schützt den Dax jedoch nicht davor, in Abschwung-Zeiten kräftig nachzugeben. Knapp 10 Prozent Gewinn haben Anleger, die im Februar 2017 ein Dax-Zertifikat gekauft haben, noch zu verlieren. Der Höhenflug des Euro verstärkt zudem die Nervosität der Dax-Investoren.

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Nikkei: Steil ist der jüngste Abschwung, doch noch viel steiler ging es in den vergangenen 12 Monaten bergauf. Seit Januar 2017 hat der Nikkei rund 12 Prozent zugelegt, auf Drei-Jahres-Sicht sind es 15 Prozent. Im benachbarten China war der Aufschwung noch ausgeprägter ...

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Hang Seng Index: Der chinesische Leitindex steht auf 12-Monats-Sicht immer noch rund 25 Prozent im Plus. In Asien zeigen sich die Indizes in der Regel deutlich volatiler als in Europa oder in den USA. Auch das Bitcoin-Fieber war hier stärker ausgeprägt. Viele Fondsmanager haben mit Emerging-Market-Fonds in den vergangenen Monaten gute Gewinne erzielt. Nun muss sich zeigen, ob sie auch eine Schwächephase aushalten.

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Ein Hoffnungsschimmer: Trotz der Aktienverluste der vergangenen Tage findet noch keine größere Flucht in sichere Häfen wie Gold statt. "Damit sitzen jetzt offenbar viele Anleger auf großen Barbeständen, die früher oder später wieder ihren Weg zurück in Aktien finden werden", meint Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Das mag sein. Doch sich bereits jetzt mit Käufen inmitten einer größeren Korrektur vorzuwagen und auf schnelle Gewinne zu hoffen, birgt ein hohes Risiko. Denn die Zahl der Marktteilnehmer, die ihre Gewinne bereits erzielt haben und jetzt in Sicherheit bringen wollen, ist sehr hoch.

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